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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 558 (Wie Mose die Wohnung erstmals aufrichtete am 1.1. des zweiten Jahres)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

33. Wie Mose die Wohnung erstmals aufrichtete am 1.1. des zweiten Jahres (2. Mose 40,17-33)


2. Mose 40,28 - 33

28 und hing das Tuch in die Tür der Wohnung. 29 Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tür der Wohnung der Hütte des Stifts und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte. 30 Und das Handfaß setzte er zwischen die Hütte des Stifts und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen. 31 Und Mose, Aaron und seine Söhne wuschen ihre Hände und Füße darin. 32 Denn sie müssen sich waschen, wenn sie in die Hütte des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HERR geboten hatte. 33 Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk.

Nachdem nun noch der schöne Vorhang erwähnt ist, der den Eingang der Stiftshütte bildete, kommen wir zu den Gegenständen, die im Vorhof standen. Da war vor allem der eherne Altar oder Brandopferaltar, von welchem schon am 14. November ausführlich die Rede war. Auf ihm wurde nicht nur das Sünd- und Schuldopfer, sondern auch das Brandopfer und das Speisopfer dargebracht - die beiden letzteren hier zum erstenmal! - V. 29: Das Brandopfer war ganz und gar für den Herrn - ein freiwilliges Geschenk dankbarer Herzen, die Ihn zu ehren wünschten. Anbetung und Huldigung für Gott fanden in diesem Opfer ihren Ausdruck! - Der Israelit, indem er seine Hände auf das Opfer legte, machte sich vor Gottes Angesicht im Glauben eins mit der Vortrefflichkeit und Kostbarkeit des Opfers, das hier geschlachtet wurde! - Damit haben wir ein klares Vorbild auf die Hingabe unseres Herrn Jesus, der „Sich ohne Flecken Gott geopfert hat“. [Lies 3. Mos. 1,1-9; Hebr. 9,14.]

3. Mose 1,1-9 -- 1 Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Hütte des Stifts und sprach: 2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem HERRN ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen. 3 Will er ein Brandopfer tun von Rindern, so opfere er ein Männlein, das ohne Fehl sei, vor der Tür der Hütte des Stifts, daß es dem HERRN angenehm sei von ihm, 4 und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt, so wird es angenehm sein und ihn versöhnen. 5 Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN; und die Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar umhersprengen, der vor der Tür der Hütte des Stifts ist. 6 Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen, und es soll in Stücke zerhauen werden; 7 und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen ein Feuer auf dem Altar machen und Holz obendarauf legen 8 und sollen die Stücke, den Kopf und das Fett auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt. 9 Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles anzünden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem HERRN. / Hebräer 9,14 -- wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Ja, unser großer Erlöser gab Sich freiwillig hin für die Verherrlichung Gottes in einer Welt, in welcher Gott tausendfach durch die Sünde der Menschen geschmäht und verunehrt worden ist! (Lies Joh. 10,18; vgl. 1. Petr. 1,18. 19.)

Johannes 10,18 -- Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater. / 1. Petrus 1,18.19 -- 18 und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes

Johannes sagt: „In Ihm war die ganze göttliche Lebensfülle, und diese Lebensfülle ist das Licht für die Menschen geworden. - Jetzt leuchtet dieses wunderbare Licht in die allgemeine Finsternis der Menschen hinein, aber die Finsternis hat es nicht auf sich wirken lassen!“ - Das Speisopfer war kein Schlachtopfer; es bestand aus reinem Weizenmehl mit Öl gemengt und Weihrauch darauf! Es war wie das Brandopfer ein Feueropfer lieblichen Geruchs! - Eine Hand voll davon wurde für den Herrn auf dem ehernen Altar geräuchert; das übrige fiel als etwas Hochheiliges den Priestern zu. - Ist nicht dieses Opfer ein schönes Bild von dem reinen, heiligen Leben des Herrn Jesu als Mensch hier in der Welt? Er Selbst nannte Sich „das Weizenkorn“ und auch „das Brot Gottes“. - Das Öl, mit welchem das Speisopfer übergossen wurde, weist hin auf den Heiligen Geist, durch welchen Jesus als Mensch bei Seiner Taufe im Jordan gesalbt wurde, und in dessen Kraft Er ununterbrochen lebte und wandelte! [Luk. 1,34. 35; Matth. 1,20; Mark. 1,10; Apgesch. 10,38.]

Lukas 1,34.35 -- 34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß? 35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. / Matthäus 1,20 -- Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. / Markus 1,10 -- Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und den Geist gleich wie eine Taube herabkommen auf ihn. / Apostelgeschichte 10,38 -- wie Gott diesen Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.

Ja, unser Herr Jesus war der einzige vollkommene Mensch, der je auf Erden gewesen ist, und auf welchen Gott mit völligem Wohlgefallen herabblicken konnte.

Jesus kam zu uns herab -
Wunderbare Macht!
Ward von Gott zu uns gesandt.
Kam in unsre Nacht.
Nur wer niedrig ist und klein,
Kann von Ihm gesegnet sein.
Heil von oben kehret ein -
Groß ist Seine Macht!
Frohe Botschaft bringt Er dir,
Hebt dich hoch empor -
Will dich kleiden königlich,
Hält dir gar nichts vor!
Seinen Reichtum gibt Er dir.
Führt dich aus dem Kerker hier -
Will dich segnen für und für,
Hebt dich hoch empor!
Gnadenvolle Annehmung
Kündet heut der Herr
All den Menschen unsrer Zeit -
Ruft sie zu Sich her.
Schnell die Gnadenzeit vergeht;
Eile, eh' es ist zu spät!
Er, der Herr, vorbei dann geht -
Heilig ist ja Er!

In Vers 30-32 wird noch das große eherne Waschbecken erwähnt, das solch tiefe geistliche Bedeutung für die Gläubigen heute hat. Dasselbe zeigt uns, wie ernst Gott es mit der Reinigung und Heiligung des Herzens und des Wandels nimmt bei denen, die Ihm nahestehen. Nimmst du, Kind Gottes, selbst es ernst mit deiner Heiligung? - Das Wasser ist in der ganzen Heiligen Schrift ein Bild vom Worte Gottes, lebendig gemacht und gebraucht vom Heiligen Geist zur Förderung und tiefen Reinigung unseres Denkens und unseres Wandels. (Lies Eph. 5,25-27.)

Epheser 5,25-27 -- 25 Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben, 26 auf daß er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, 27 auf daß er sie sich selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern daß sie heilig sei und unsträflich.

(Montag 23. Dezember 1935)

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