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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 557 (Wie Mose die Wohnung erstmals aufrichtete am 1.1. des zweiten Jahres)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

33. Wie Mose die Wohnung erstmals aufrichtete am 1.1. des zweiten Jahres (2. Mose 40,17-33)


2. Mose 40,17 - 27

17 Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats. 18 Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Füße und die Bretter und Riegel und richtete die Säulen auf 19 und breitete die Hütte aus über der Wohnung und legte die Decke der Hütte obendarauf, wie der HERR ihm geboten hatte, 20 und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade 21 und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HERR geboten hatte, 22 und setzte den Tisch in die Hütte des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, außen vor den Vorhang, 23 und richtete Brot darauf zu vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, 24 und setzte den Leuchter auch hinein, gegenüber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag, 25 und tat Lampen darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, 26 und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang 27 und räucherte darauf mit gutem Räuchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte

Die Tatsache und Vollendung der Aufrichtung und Einrichtung des Heiligtums wird hier berichtet. Bedeutsam ist, daß Mose den Gesetzestafeln ihren endgültigen Platz in der Bundeslade gibt. [V. 20.] Wir werden daran erinnert, daß es in Röm. 10,4 heißt: „Mit dem Erscheinen Christi hat das Gesetz seine Rolle ausgespielt. Jetzt findet jeder Glaubende Heil und Gerechtigkeit vor Gott in Christus!“ - Ja, an Stelle des Gesetzes ist für uns Christus, der herrliche Heiland, getreten, der uns in der Bundeslade vor Augen gestellt wird. Er ist der Offenbarer Gottes, der Vermittler des göttlichen Heils, oder, was dasselbe ist, der göttlichen Gerechtigkeit für jeden Glaubenden. Ja, Christus Selbst ist das Heil, ist die Gerechtigkeit für jeden Menschen, der Vertrauen zu Ihm faßt - der sich Ihm anvertraut: „Von allem, wovon ihr im Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird in Ihm, in dem Herrn Jesus, jetzt jeder Glaubende gerechtfertigt!“ - Nachdem Christus in Seinem Leben das Gesetz Gottes im Herzen getragen und in all Seinem Tun geehrt hatte, wurde Er in Seinem Tod die Versöhnung für jeden Glaubenden. Gottes Gnade konnte ja nur auf einer Grundlage vollkommener Gerechtigkeit beruhen und sich offenbaren! - Der sogenannte Versöhnungsdeckel, diese wundervolle massiv-goldene Platte, welche die Bundeslade bedeckte, heißt auch „der Gnadenthron “. Er stellt uns das göttlich vollkommene Werk der Erlösung vor Augen, das unser hochgelobter Herr für uns, die schuldigen Sünder, in so großer Gnade dort auf Golgatha vollbracht hat. Dieses Erlösungswerk hat uns, die wahrhaft Erneuerten, passend gemacht für die Gegenwart und Herrlichkeit Gottes! Wir sind auf ewig Gott nahegebracht - zu Seinem Gnadenthron gekommen und haben völlige und ewige Begnadigung und das Wohlgefallen Gottes gefunden in Christus Jesus und auf Grund Seines vollbrachten Werkes. Darum werden wir aufgefordert: „Bringet Danksagung dar dem Vater, der uns fähig und passend gemacht hat, so daß wir nun teilhaben am Erbe der Heiligen im Lichte! Gott hat uns ja errettet aus der Gewalt der Finsternis und uns in das Königreich Seines Sohnes, den Er so sehr liebt, versetzt, in welchem wir die Erlösung, die Vergebung unserer Sünden, besitzen!“ (Lies Röm. [5,1. 2;] 8,1-4; [Hebr. 10,12-14 u. 19-25].)

Römer 5,1.2 -- 1 Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, 2 durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. / Römer 8,1-4 -- 1 So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. 2 Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 3 Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, 4 auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist. / Hebräer 10,12-14.19-25 -- 12 Dieser aber, da er hat ein Opfer für die Sünden geopfert, das ewiglich gilt, sitzt nun zur Rechten Gottes 13 und wartet hinfort, bis daß seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden. 14 Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet die geheiligt werden. ... 19 So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, 20 welchen er uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch, 21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: 22 so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völligem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; 23 und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24 und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken 25 und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern einander ermahnen; und das so viel mehr, soviel ihr sehet, daß sich der Tag naht.

O daß uns diese Begnadigung und hohe Segensstellung jeden Tag neu beglücke und zu dankbarer Huldigung vor unserem Gott veranlasse! - V. 22-27

2. Mose 40,22-27 -- 22 und setzte den Tisch in die Hütte des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, außen vor den Vorhang, 23 und richtete Brot darauf zu vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, 24 und setzte den Leuchter auch hinein, gegenüber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag, 25 und tat Lampen darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, 26 und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang 27 und räucherte darauf mit gutem Räuchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte

Während die Bundeslade im Allerheiligsten ihren Platz hatte, standen der goldene Tisch, der goldene Leuchter und der goldene Rauchaltar im Heiligtum und wurden nun ihrem Gebrauch übergeben. Geistliche Speise, geistliche Erleuchtung und geistliche Anbetung finden die wahren Priester Gottes allezeit, wenn sie im Geiste eintreten in das Heiligtum der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes! - O daß ein jeder von uns im täglichen Leben so heiß und innig nach diesen uns geschenkten Erquickungen und Gnaden verlangte, dann könnte jeder wahre Gläubige stündlich von oben her gesegnet sein, so daß sein werktägliches Arbeiten ein Leben im Geiste - ein beständiges Fruchtbringen für Gott wäre. [Joh. 15,9-14.]

Johannes 15,9-14 -- 9 Gleichwie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! 10 So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. 11 Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. 12 Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. 13 Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. 14 Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.

(Sonntag 22. Dezember 1935)

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