BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

32. Anweisungen des HERRN zur Einkleidung und Weihung Aarons zu ewigem Priestertum (2. Mose 40,12-16)


2. Mose 40,12 - 16

12 Und sollst Aaron und seine Söhne vor die Tür der Hütte des Stifts führen und mit Wasser waschen, 13 und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, daß er mein Priester sei; 14 und seine Söhne auch herzuführen und ihnen die engen Röcke anziehen, 15 und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, daß sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen. 16 Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.

Es ist sehr beachtenswert, daß Aaron hier an erster Stelle steht und daß seine Weihe und Einkleidung geschah vor derjenigen seiner Söhne! 1. Chron. 23,13 sagt hierüber: „Aaron wurde ausgesondert, damit er als hochheilig geweiht würde - er und seine Nachkommen auf ewige Zeiten, um vor dem Herrn zu räuchern, Ihm zu dienen und in Seinem Namen Israel zu segnen ewiglich!“ - Der Hebräerbrief zeigt uns, daß Aaron ein klares Vorbild ist von unserem Herrn Jesus Christus, welcher uns zugut von Gott ein ewiges und unveränderliches Priestertum empfangen hat. [Lies z. B. Hebr. 5,1-5.]

Hebräer 5,1-5 -- 1 Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt für die Menschen gegen Gott, auf daß er opfere Gaben und Opfer für die Sünden; 2 der da könnte mitfühlen mit denen, die da unwissend sind und irren, dieweil er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit. 3 Darum muß er auch, gleichwie für das Volk, also auch für sich selbst opfern für die Sünden. 4 Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern er wird berufen von Gott gleichwie Aaron. 5 Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat: "Du bist mein lieber Sohn, heute habe ich dich gezeuget."

Wie einst die ganze Gemeinde Israels der Weihung ihres Hohenpriesters beiwohnen durfte [3. Mos. 8,3-5],

3. Mose 8,3-5 -- 3 und versammle die ganze Gemeinde vor die Tür der Hütte des Stifts. 4 Mose tat, wie ihm der HERR gebot, und versammelte die Gemeinde vor die Tür der Hütte des Stifts 5 und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat zu tun.

so dürfen heute alle wahren Gläubigen hineinschauen in die geöffneten Himmel und dürfen erkennen, wie Gott ihnen zugut den Herrn Jesus angetan und betraut hat mit den Würden und Herrlichkeiten, mit den Befugnissen und Diensten eines ewigen Hohenpriestertums! (Lies Hebr. 7, 21b-8,2.)

Hebräer 7,21-8,2 -- 21 dieser aber mit dem Eid, durch den, der zu ihm spricht: "Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks." 22 Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus geworden. 23 Und jener sind viele, die Priester wurden, darum daß sie der Tod nicht bleiben ließ; 24 dieser aber hat darum, daß er ewiglich bleibt, ein unvergängliches Priestertum. 25 Daher kann er auch selig machen immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebt immerdar und bittet für sie. 26 Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wäre heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sünden abgesondert und höher, denn der Himmel ist; 27 dem nicht täglich not wäre, wie jenen Hohenpriestern, zuerst für eigene Sünden Opfer zu tun, darnach für des Volkes Sünden; denn das hat er getan einmal, da er sich selbst opferte. 28 denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ward, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist. Kapitel 8, 1 Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel 2 und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaften Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch.

Daß wir in den Söhnen Aarons ein Bild der Gläubigen erblicken, welche nach Gottes Absicht Christus beigegeben und mit Ihm verbunden sind als heilige Brüder und Schwestern, als „Gefährten der himmlischen Berufung“, davon redeten wir schon gestern. [Lies Hebr. 3,1.]

Hebräer 3,1 -- Derhalben, ihr heiligen Brüder, die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung, nehmet wahr des Apostels und Hohenpriesters, den wir bekennen, Christus Jesus

Nachdem unser großer Hoherpriester durch die Himmel geschritten ist bis zum Throne Gottes, um allezeit vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen, haben nun alle, die in Wahrheit Sein geworden sind, Freimütigkeit und Zuversicht zum Eintritt in das Heiligtum. Sie sind Priester Gottes und des Herrn Jesus Christus! [Lies Offenb. 20,6; Vgl. 1. Petr. 2,9. 10.]

Offenbarung 20,6 -- Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über solche hat der andere Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. / 1. Petrus 2,9.10 -- 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; 10 die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.

Gehörst du, lieber Leser, schon zu den wahren Priestern Gottes? Die Schrift sagt hier: „Und ihre Salbung soll geschehen, um ihnen ein ewiges Priestertum zu verleihen von Geschlecht zu Geschlecht!“ - Priester sein heißt: Gott unmittelbar nahen - in heiligem Verkehr mit Ihm, dem Allerhöchsten, stehen und Ihm dienen auf Grund Seiner Erwählung und Weihe! Das ist die erste und wichtigste Auffassung des Priestertums, die zur vollen Geltung kommt in dem neutestamentlichen geistlichen Priestertum der Erlösten bis in dessen höchste Vollendung hinauf: „Sie sind vor dem Thron Gottes und dienen Ihm Tag und Nacht in Seinem Tempel. Sie werden nicht mehr hungern, auch nicht mehr dürsten, noch wird je die Sonne auf sie fallen, noch irgendeine Glut. Denn das Lamm dort mitten auf dem Thron wird sie weiden und sie leiten zu den Quellen des Lebenswassers! - Und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen.“ Sie singen: „Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in Seinem Blut, der uns gemacht hat zu Königen und Priestern Seinem Gott und Vater - Ihm gebührt die Herrlichkeit und die Macht in die Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.“ (Lies [1. Petr. 2,5. 9; Röm. 12,1. 2;] Hebr. 13,15.)

1. Petrus 2,5.9 -- 5 Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum. ... 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; / Römer 12,1.2 -- 1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille / Hebräer 13,15 -- So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.

So haben denn die vor uns liegenden Kapitel allen wahren Kindern Gottes unendlich Hohes zu sagen über ihre neue Priesterstellung, in welche die erlösende Gnade sie auf immerdar berufen und gebracht hat, und für welche sie sich heiligen dürfen und sollen! - Wird uns doch zugerufen: „Als lebendige Steine werdet ihr aufgebaut zu einem geistlichen Hause. Ja, ihr seid eine heilige Priesterschaft - bestimmt, Gott geistliche Opfer darzubringen, die Ihm durch Jesus Christus angenehm und wohlgefällig sind!

(Samstag 21. Dezember 1935)

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