BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 559 (Wie die Wolke die Stifthütte bedeckte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

34. Wie die Wolke die Stifthütte bedeckte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte (2. Mose 40,34-38)


2. Mose 40,33 - 38

33 Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. 34 Da bedeckte die Wolke die Hütte des Stifts, und die Herrlichkeit des HERRN füllte die Wohnung. 35 Und Mose konnte nicht in die Hütte des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung füllte. 36 Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, solange sie reisten. 37 Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob. 38 Denn die Wolke des HERRN war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten.

Der Bericht schließt mit den Worten: „Und so vollendete Mose das Werk.“ - Wunderschön stand die Stiftshütte nun da in ihrem Glanz und ihrer Pracht - die Wohnung, in welche der große Gott der Liebe und der Herrlichkeit nun einziehen wollte, um in der Mitte Seines erlösten Volkes Israel zu wohnen! - V. 34: Sobald Mose das Offenbarungszelt aufgerichtet und eingerichtet hatte, neigte sich die Wolkensäule herab und bedeckte das Zelt; und „die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung“! - Wir wissen, daß längst vor Errichtung der Stiftshütte - gleich beim Auszug aus Ägypten - der Herr schon Seine Gegenwart und Herrlichkeit in der Wolken- und Feuersäule offenbarte und also vor den Kindern Israel herzog, um sie zu schützen und zu leiten auf dem unbekannten und gefahrvollen Wege ihrer beginnenden Wanderschaft: „Des Tages wich nicht die Wolkensäule, noch des Nachts die Feuersäule von dem Volke!“ (Lies [2. Mos. 13,21. 22]; vgl. 2. Mos. 14,19. 20; [24,15-18; Neh. 9,12. 19]; Ps. 78,14; 105,39; Hes. 10,3. 4.)

2. Mose 13,21.22 -- 21 Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, daß er den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. 22 Die Wolkensäule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersäule des Nachts. / 2. Mose 14,19.20 -- 19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie 20 und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, daß sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten. / 2. Mose 24,15-18 -- 15 Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg, 16 und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke. 17 Und das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel. 18 Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Nächte. / Nehemia 9,12.19 -- 12 und sie geführt des Tages in einer Wolkensäule und des Nachts in einer Feuersäule, ihnen zu leuchten auf dem Weg, den sie zogen. ... 19 doch verließest du sie nicht in der Wüste nach deiner großen Barmherzigkeit, und die Wolkensäule wich nicht von ihnen des Tages, sie zu führen auf dem Wege, noch die Feuersäule des Nachts, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen. / Psalm 78,14 -- Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer. / Psalm 105,39 -- Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer, des Nachts zu leuchten. / Hesekiel 10,3.4 -- 3 Die Cherubim aber standen zur Rechten am Hause, und die Wolke erfüllte den innern Vorhof. 4 Und die Herrlichkeit des HERRN erhob sich von dem Cherub zur Schwelle am Hause; und das Haus ward erfüllt mit der Wolke und der Vorhof voll Glanzes von der Herrlichkeit des HERRN.

Nun aber, von dem Augenblick an, da die Bundeslade, die Darstellung der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes, gefertigt war und ihren Platz in der Stiftshütte eingenommen hatte, vereinigte sich die Wolken- und Feuersäule mit ihr und loderte über ihr empor. - Wir haben uns klargemacht, daß die Bundeslade uns den Herrn Jesus Christus vor Augen stellt, in welchem Gottes Gegenwart und Herrlichkeit verkörpert ist! (Kol. 1,19. 20; 2, 9.)

Kolosser 1,19.20 -- 19 Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte 20 und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst. / Kolosser 2,9 -- Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig

Sobald Jesus auf Erden erschien, war Gott in Ihm gegenwärtig und geoffenbart. (Lies 2. Kor. 5,19; 1. Tim. 3,16.)

2. Korinther 5,19 -- Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. / 1. Timotheus 3,16 -- Und kündlich groß ist das gottselige Geheimnis: Gott ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

Johannes schreibt: „Wir haben Seine Herrlichkeit angeschaut, die Herrlichkeit des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit!“ - Bei Jesu Taufe, welche Seinem Eintritt in den Dienst und Seinem Auftreten in der Öffentlichkeit voranging, sehen wir die heilige Dreieinigkeit geoffenbart. Der Heilige Geist kommt in Gestalt einer Taube aus den geöffneten Himmeln auf Ihn herab, und die Stimme des Vaters ertönt: „Dieser ist Mein geliebter Sohn, an welchem Ich Wohlgefallen habe!“ - Und jetzt, da Jesus nach vollbrachtem Erlösungswerk zur Rechten Gottes erhöht ist, schauen wir durch den Glauben „die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi “ und „werden verwandelt in Sein Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit durch den Heiligen Geist “! - So wie einst von Israel die Wolken- und Feuersäule nicht wich, sondern beständig das Volk schützte und leitete, so sagt der zum Himmel erhöhte Heiland zu uns: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters!“ - Welch ein Jubel muß die Herzen des Volkes Israel erfüllt haben in diesem Augenblick, als die Herrlichkeit des Herrn das von ihnen gefertigte Heiligtum bedeckte und in Besitz nahm! So wunderbar und mächtig war die Gegenwart Gottes, daß Mose zunächst das Zelt der Zusammenkunft nicht betreten konnte: „Denn die Wolke ruhte darauf, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung.“ - O es ist etwas überaus Wunderbares um die Offenbarung und Innewohnung der Liebe und Herrlichkeit Gottes in einem Gläubigen! Wie tot, wie kalt kann alle biblische Erkenntnis, alles biblische Wissen und Verhalten sein, wenn unsere innerste Seele nicht immer neu erfüllt wird von den himmlischen Lebenskräften göttlicher Offenbarung und Begnadigung! Diese müssen immer neu gesucht und erfleht werden in heiligem Gebetsringen! - „Mose konnte nicht hineingehen, denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung!“ - So war es gleicherweise im Anfang der Gemeinde Gottes auf Erden. Der Heilige Geist war in solcher Macht und Fülle gegenwärtig, daß alles, was menschlich, fehlerhaft und sündlich war, keinen Raum fand! Die ersten Kapitel der Apostelgeschichte beschreiben uns das! [Lies z. B. Apgesch. 2,1-4. 42-47.] Wie ist es heute bei den Kindern Gottes?

Apostelgeschichte 2,1-4.42-47 -- 1 Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. 2 Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; 4 und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. ... 42 Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. 43 Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel. 44 Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein. 45 Ihre Güter und Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war. 46 Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig im Tempel und brachen das Brot hin und her in Häusern, 47 nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der HERR aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde.

(Donnerstag 26. Dezember 1935)

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