BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 560 (Wie die Wolke die Stifthütte bedeckte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

34. Wie die Wolke die Stifthütte bedeckte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte (2. Mose 40,34-38)


2. Mose 40,34 - 35

34 Da bedeckte die Wolke die Hütte des Stifts, und die Herrlichkeit des HERRN füllte die Wohnung. 35 Und Mose konnte nicht in die Hütte des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung füllte.

Wir werden hier, wie wir schon gestern erwähnten, lebhaft erinnert an die machtvolle Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten. Durch das dreijährige Gnadenwirken des Herrn Jesu war eine große Schar von Jüngern und Jüngerinnen zum göttlichen Leben erweckt und in demselben befestigt worden. Als der Auferstandene hatte Er ihnen nach vollbrachtem Erlösungswerk gesagt: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen sein wird, und werdet Meine Zeugen sein!“ - Als dann der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle an einer Stätte in Jerusalem beisammen - nämlich in dem Obersaal, in welchem schon Jesus mit den Zwölfen die letzten Stunden verbracht hatte und in welchem jetzt mehr als 120 Jünger und Jüngerinnen vom Tage der Himmelfahrt an täglich einmütig im Gebet verharrt hatten: „Da geschah plötzlich aus dem Himmel ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen! Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen!“ [Lies auch Apgesch. 4,31; 10,33b. 44; vgl. 9,17-22.]

Apostelgeschichte 4,31 -- Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, da sie versammelt waren; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit. / Apostelgeschichte 10,33.44 -- 33 Da sandte ich von Stund an zu dir; und du hast wohl getan, daß du gekommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwärtig vor Gott, zu hören alles, was dir von Gott befohlen ist. ... 44 Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. / Apostelgeschichte 9,17-22 -- 17 Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der HERR hat mich gesandt (der dir erschienen ist auf dem Wege, da du her kamst), daß du wieder sehend und mit dem heiligen Geist erfüllt werdest. 18 Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehend 19 und stand auf, ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und stärkte sich. Saulus aber war eine Zeitlang bei den Jüngern zu Damaskus. 20 Und alsbald predigte er Christus in den Schulen, daß derselbe Gottes Sohn sei. 21 Sie entsetzten sich aber alle, die es hörten, und sprachen: Ist das nicht, der zu Jerusalem verstörte alle, die diesen Namen anrufen, und darum hergekommen, daß er sie gebunden führe zu den Hohenpriestern? 22 Saulus aber ward immer kräftiger und trieb die Juden in die Enge, die zu Damaskus wohnten, und bewährte es, daß dieser ist der Christus.

Ist es nicht überaus herrlich, daß alle wahren Glaubenden miteinander das Haus, die Wohnung Gottes auf Erden bilden? „Denn ihr seid nicht mehr Fremdlinge und ohne Heimatrecht - Menschen zweiter Klasse! Sondern ihr seid Vollbürger im Königreiche Gottes und heimatberechtigt bei Ihm. Ihr seid ja jetzt mit aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten! Jesus Christus Selbst aber ist der herrliche Eckstein, der tragende Grund für den ganzen Bau, der, in Ihm zusammengefügt, emporwächst zu einem heiligen Tempel in Ihm, dem Herrn. Und nun seid auch ihr miteingefügt in diese Wohnung Gottes im Geiste!“ (Vgl. 1. Kor. 3,16. 17; 6,19. 20.)

1. Korinther 3,16.17 -- 16 Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 So jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr. / 1. Korinther 6,19.20 -- 19 Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.

Petrus schreibt den Gläubigen und somit auch uns, wenn wir in Wahrheit das göttliche Leben besitzen: „Der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, ruht auf euch, der bei euch hoch erhoben wird!“ [1. Petr. 4,14.]

1. Petrus 4,14 -- Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet über den Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen.

O möchte dies jeden Tag und jede Stunde der Fall sein, daß in Wahrheit der Geist Gottes bei uns geehrt und hoch erhoben wird. Wie leicht wird Er doch betrübt und gedämpft! - Bei vielen Kindern Gottes kann dieser Geist der Herrlichkeit Sich nie richtig entfalten, weil Sein Wirken unterbunden, Sein heiliges Arbeiten unterdrückt wird durch den leider noch stark berechtigten natürlichen Menschen, der im Vordergrund steht. Ja, es ist unaussprechlich traurig, daß die meisten Kinder Gottes die wahre Freiheit und Herrlichkeit eines Geleitetwerdens und Erfülltseins vom Heiligen Geiste nicht kennen und nicht haben! - In vielen gläubigen Herzen aber ist ein tiefes Dürsten danach. Werden sie Tiefe und Ausdauer im Ringen und Flehen vor Gott beweisen - werden sie aufrichtig und gründlich genug sein in der Selbsterkenntnis, in tiefem Bereuen und Sich lösen von all der Sünde und Finsternis, die in ihrem Herzen und Leben dem Geiste Gottes im Wege steht? - Dann können auch sie ein wunderbares Pfingsten erleben, wie die Liebe und Macht Gottes es für alle wahren Glaubenden geplant und bereit hat! Denn Gott gibt Seinen Heiligen Geist und dessen machtvolle Wirkungen im praktischen Leben allen denen, die Ihm bis ins Kleinste hinein kindlich vertrauen und freudig gehorchen! (Lies Apgesch. 5,31. 32; 1. Joh. 4,11-21.)

Apostelgeschichte 5,31.32 -- 31 Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden. 32 Und wir sind seine Zeugen über diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen. / 1. Johannes 4,11-21 -- 11 Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. 13 Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geiste gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und zeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. 15 Welcher nun bekennt, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. 16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 17 Darin ist die Liebe völlig bei uns, daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt 18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. 19 Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns zuerst geliebt. 20 So jemand spricht: "Ich liebe Gott", und haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? 21 Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

(Freitag 27. Dezember 1935)

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