BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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1. THESSALONICHER

1. Thessalonicher 5,12-13

12 Wir bitten aber euch, liebe Brüder, daß ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem HERRN und euch vermahnen, 13 habt sie desto lieber um ihres Werks willen und seid friedsam mit ihnen.

Den Christen zu Thessalonich war eben erst die Lebenssonne aufgegangen; der geistliche Frühling, reich an Liebe, Freude und Hingabe, blühte in voller Frische. Daher sind die Ermahnungen am Schlusse dieses Briefes kurz. Paulus wünschte, daß die Jünger diejenigen dankbar anerkennen möchten, die unter ihnen arbeiteten. Sie sollten sie über die Maßen in Liebe achten. Paulus selbst hatte manche bittere Erfahrung gemacht (vgl. den Brief an die Galater); er kannte die Schmerzen, welche ein treuer Diener empfindet, dem der Undank, der Hochmut oder die Torheit der durch ihn zu Jesu geführten Gläubigen Sorge und Schmerz bereiten. Es besteht eine tiefe Verpflichtung zwischen einem Gläubigen und denjenigen Zeugen Gottes, die ihn zu Jesu führten. Oft geschieht großer Schaden dadurch, daß man vor den Ohren junger, unreifer Christen treue Diener des Herrn herabsetzt. Wie schnell wird der Geist der Kritik wachgerufen - nachher ist das einmal gestörte Vertrauen nicht zu heilen. Dies ist für die Gläubigen unserer Tage eine dringend wichtige Ermahnung. Wie oft gewahrt man bei jungen Gläubigen blinden Hochmut im Urteil über bewährte Christen! Der Friede der Gläubigen untereinander (Schluß von Vers 13) fließt aus der Demut; diese allein erhält sie auch in einem richtigen Herzensverhältnis zu ihren Lehrern und Führern. Paulus hat diesen Punkt später im Philipperbrief eingehend behandelt. (Phil. 2,1-5.) Uns allen fehlt so oft wahre, tiefe Demut!

Philipper 2,1-5 -- 1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, 2 so erfüllet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einhellig seid 3 Nichts tut durch Zank oder eitle Ehre; sondern durch Demut achte einer den andern höher denn sich selbst, 4 und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was des andern ist. 5 Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war

(Mittwoch 27. Februar 1918)

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