BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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1. THESSALONICHER

1. Thessalonicher 5,9-11

9 Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern HERRN Jesus Christus, 10 der für uns alle gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. 11 Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut

Hier finden wir eine neue Antwort auf die Frage: Weshalb ist Christus für uns gestorben? (Dieselbe Frage wird beantwortet Joh. 11,51.52; 12,24; Röm. 14,9; 2. Kor. 5,15; Hebr. 9,28.)

Johannes 11,51.52 -- 51 (Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern weil er desselben Jahres Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben für das Volk, 52 und nicht für das Volk allein, sondern daß er auch die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zusammenbrächte.) Johannes 12,24 -- Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte. Römer 14,9 -- Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, daß er über Tote und Lebendige HERR sei. 2. Korinther 5,15 -- und er ist darum für alle gestorben, auf daß die, so da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Hebräer 9,28 -- also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.

Christus ist für uns gestorben, „auf daß wir, sei es, daß wir wachen oder schlafen, zusammen mit Ihm leben“. Das Leben ist das Teil der Gläubigen, „denn Gott hat uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit“. Wir sollen das Leben mit Christo, welches uns um einen so teuren Preis erkauft wurde, genießen. Daran ändert das Entschlafen der Gläubigen nichts, auch sie leben mit Christo! Jeder Gläubige hat unversiegliche Quellen des Lebens, er ist mit Jesu so verbunden, daß auch der Tod diese Verbindung nicht unterbrechen kann. Die Thessalonicher lebten in Tagen der Verfolgung, wo sie jeden Augenblick bereit sein mußten, für ihren HERRN das leibliche Leben einzusetzen. Wir sind in Deutschland zurzeit nicht durch solche Verfolgungen bedroht, wohl aber durch viele Gefahren menschlicher Irrlehren, menschlicher Kritik; man will den Gläubigen statt des lebendigen, aus dem Himmel gekommenen Brotes die unverdaulichen Steine menschlicher Wissenschaft zu essen geben. Da haben auch wir es nötig, einander zu ermuntern und zu erbauen. Paulus konnte den Thessalonichern bezeugen: „Wie ihr auch tut!“ Würde er das auch uns bezeugen können? Wir sind verantwortlich, einer für das Seelenheil des anderen!

(Dienstag 26. Februar 1918)

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