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1. Thessalonicher 5,4-8
4 Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. 5 Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 6 So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. 7 Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken; 8 wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit.
Der große Unterschied zwischen den Kindern des Lichts und den Kindern der Finsternis soll in dem Wandel der Christen seine Darstellung finden. Die Welt wird wie von Schlaf umfangen den ernsten Gerichten Gottes entgegengetragen - der Gläubige wandelt im vollen Licht der geoffenbarten Wahrheit; er weiß, welchem Geschick diese Welt zueilt, und welches seine Hoffnung ist. Als gewaffneter Streiter, völlig gerüstet, angetan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe, geht er stracks vorwärts, er fürchtet den Feind nicht. Er trägt den Helm der Hoffnung seiner kommenden Seligkeit. Jeder Tag bringt ihn näher seinem Ziele. - Umeinander sollen die Brüder besorgt sein, sich gegenseitig ermuntern! Glaube, Liebe und Hoffnung (vergl. 1. Kor. 13,13) kennzeichnen auch hier die Quellen der Kraft für den täglichen Wandel der Gläubigen.
Durch den Glauben ist Christus der herrliche Gegenstand unserer Herzen, durch die Liebe wohnt Er in uns, und wir verwirklichen, was Er ist. Die Hoffnung richtet unser Auge auf den Augenblick, wenn wir zu Ihm kommen! - Man kann diese Ermahnungen und Belehrungen des Apostels nicht lesen ohne das Bewußtsein, daß die meisten Gläubigen unserer Tage wenig kennen von ihrer Stellung, ihren Vorrechten, ihrer Hoffnung. Gott möge Gnade geben, daß die Kinder Gottes sich tiefer in die Bibel führen lassen!
(Montag 25. Februar 1918)