BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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1. THESSALONICHER

1. Thessalonicher 4,13.14

13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm führen.

Die Erwartung der nahen Ankunft des HERRN erfüllte die Herzen der Gläubigen so, daß sie fest gehofft hatten, keiner von ihnen würde den leiblichen Tod schmecken. Nun waren etliche entschlafen, das beunruhigte und erschreckte viele. Sollte es mit der Hoffnung auf die Wiederkehr des HERRN eine Täuschung sein? Oder waren jene Entschlafenen nicht wahre Kinder Gottes gewesen, die nun, statt zum HERRN zu gehen, der Macht des Todes verfallen waren? Manche standen in Gefahr, aus Unkenntnis um ihre Verstorbenen zu trauern in der hoffnungslosen Weise, wie es die Kinder der Welt tun. Paulus tröstet sie und enthüllt ihnen das selige Geheimnis der Entrückung der wahren Gläubigen durch den Herrn Jesus Selbst. Seine Wiederkunft vom Himmel erwartete der Apostel! (Vergl. 1. Kor. 15,51-58.)

1. Korinther 15,51-58 -- 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. 54 Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: 55 "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" (Andere Überlieferung: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?") 56 Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus! 58 Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich, und nehmet immer zu in dem Werk des HERRN, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem HERRN.

Hat er sich geirrt? Haben die Thessalonicher und die übrigen Kinder Gottes geirrt, welche glaubensvoll den HERRN erwarteten, der gesagt hat: „Ich komme bald!“? (Offenb. 3,11; 22,20.)

Offenbarung 3,11 -- Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme! Offenbarung 22,20 -- Es spricht, der solches bezeugt: Ja, ich komme bald. Amen, ja komm, HERR Jesu!

O nein! „Der HERR verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten.“ Vielleicht kann man im Gleichnis auf die Christenheit anwenden, was einst mit Israel geschah. Auch dies Volk stand nach kurzer Wüstenreise vor dem Eingang des Verheißungslandes. Aber um ihres Unglaubens, Murrens und unreinen Herzenszustandes willen konnten sie nicht eingehen. In vierzigjähriger Wüstenwanderung mußte das ganze aus Ägypten ausgezogene Volk sterben. Dann erst ging ein neues Geschlecht in das verheißene Land. So mag - wenn man diese göttlichen Geheimnisse mit menschlichen Worten andeuten darf - der Zustand der Gemeinde Gottes den HERRN verhindert haben, schon in den Tagen der Apostel Seine auserwählte Schar ins Vaterhaus zu führen. Doch ist zugleich in diesem Ratschluß Gottes die Errettung jener Vollzahl aus den Nationen eingeschlossen, von welcher Paulus im Römerbrief redet. (Röm. 11,25.)

Römer 11,25 -- Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis (auf daß ihr nicht stolz seid): Blindheit ist Israel zum Teil widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei.

„O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind Seine Gerichte und unausspürbar Seine Wege!“

(Mittwoch 7. November 1917)

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