BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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1. THESSALONICHER

1. Thessalonicher 4,9-12

9 Von der brüderlichen Liebe aber ist nicht not euch zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben. 10 Und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder, daß ihr noch völliger werdet 11 und ringet darnach, daß ihr stille seid und das Eure schaffet und arbeitet mit euren eigenen Händen, wie wir euch geboten haben, 12 auf daß ihr ehrbar wandelt gegen die, die draußen sind, und ihrer keines bedürfet.

Bruderliebe, stiller Wandel, Fleiß in der irdischen Arbeit sind hier die Gegenstände der Ermahnung. Wiederum will der Apostel, daß die Gläubigen reichlicher zunehmen! (Vergl. Kap. 4,1.)

1. Thessalonicher 4,1 -- Weiter, liebe Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem HERRN Jesus (nach dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr solltet wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer völliger werdet.

Es war ihm um ein schnelles und gründliches Zubereitetwerden der Gläubigen zu tun. (Vergl. Kap. 3,12.)

1. Thessalonicher 3,12 -- Euch aber vermehre der HERR und lasse die Liebe völlig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wir sind gegen euch)

Zwischen Vers 9 und 10 besteht ein innerer Zusammenhang. Man kann am inwendigen Menschen nicht wachsen, wenn man die Brüder nicht liebt, wenn man nicht in stillem Wandel treu und fleißig ist in der irdischen Pflicht. Angesichts dieser Ermahnungen fällt alles Christentum wie ein Kartenhaus zusammen, welches in der Erkenntnis das Wesentliche des Christentums sucht, aber die Bruderliebe vergißt oder die Treue im Irdischen. Welch trauriges Christentum, wenn es von Gläubigen heißt: er ist ein lieber Christ, aber in seinem Beruf und Geschäft leistet er nichts! - Es ist dem HERRN darum zu tun, daß Er vor den Kindern der Welt würdig repräsentiert werde. „Die, welche draußen sind“ (V. 12), sollen richtige Begriffe davon empfangen, daß gläubige Christen auch im irdischen Berufe fleißige, zuverlässige und gesegnete Menschen sind. Vor allem sollen die, welche draußen sind, durch die Liebe der Kinder Gottes untereinander erkennen, wer Jesus ist, und wie es unter Seinem Hirtenstabe zugeht. Die Ermahnung: „stille zu sein“ erweist, daß es unter Gläubigen Schwätzer und Schwätzerinnen nicht geben sollte. Zuchtlose Gläubige, welche den Klatsch von einem Hause zum anderen tragen, die Erzähler lustiger Geschichten und die, bei denen ein Scherz den anderen jagt, tragen nicht den Stempel des Christentums; und auch die tragen ihn nicht, welche immer zu klagen haben! Rechte Kinder Gottes sind in Stille fröhlich; nicht die Stille des Todes bezeichnet das Wesen wahrer Kinder Gottes, sondern die Stille des Lebens, die Stille der blühenden und duftenden Blume. Stille Freude vor dem HERRN - welch herrlicher Schmuck der Gläubigen!

(Dienstag 6. November 1917)

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