BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1954
Juli 1954

Dienstag, 13. Juli 1954


1. Mose 49,33 - 50,3; 2. Petrus 1,10.11

Als Jakob alles geredet hatte, was noch in seinem Herzen war, legte er sich in seinem Bett nieder; wir lesen: „Er verschied und wurde zu seinen Vätern versammelt.“ Ein ereignisreiches Leben auf Erden hatte hiermit seinen Abschluß, seine Erfüllung gefunden. Gott hatte darüber gewacht, und Jakob hatte sich Freude und Leid zum Segen dienen lassen. Wie mag sein Eingang in die himmlische Herrlichkeit gewesen sein, und wie wird einst dein Eingang sein, wenn du vor deinem herrlichen Herrn erscheinen darfst, lieber Bruder, liebe Schwester? [Lies Luk. 16,19-31; 1. Petr. 4,5.6.] Nachdem Jakob verschieden war, fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht, weinte über ihm und küßte ihn! Kein anderer von den Söhnen tat dies, auch Benjamin nicht, allein Joseph. Er hatte offenbar seinen Vater am liebsten gehabt, weil er ihm innerlich am nächsten stand und deshalb empfand er auch sein Abscheiden so tief! Es ist ganz natürlich, daß Kinder weinen, wenn sich die Augen des Vaters oder der Mutter schließen, doch soll der Schmerz auch nicht in übertriebener Weise sich äußern! Klagen und weinen ist auch Gläubigen gestattet, wenn es nur im rechten Sinn geschieht. Auch der Vater der Gläubigen, Abraham, weinte, als Sara von ihm gegangen war. Doch als er von Gott getröstet war, erhob er sich weg von seiner Toten, überwand seinen Schmerz und faßte sich männlich in der Kraft Gottes! So muß der Mensch Gottes auch nach dem Schmerz sich wieder zu fassen wissen und einer übermäßigen Traurigkeit wehren. Es ist Unrecht und ein heimliches Widerstreben gegen Gott, wenn ein Kind Gottes sich der Trauer zu sehr hingibt! (Lies 1. Mose 23,1-3; Ps. 71,19-21; Jes. 66,13.)

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