BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 743 ( Jakob will in der Höhle Machpela bei Mamre mit Abraham und Isaak begraben werden, und er stirbt )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

48. Jakob will in der Höhle Machpela bei Mamre mit Abraham und Isaak begraben werden, und er stirbt (1. Mose 49,28-33)


1. MOSE 49,33 - 50,3

33 Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine Füße zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk. KAPITEL 50: 1 Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinte über ihn und küßte ihn. 2 Und Joseph befahl seinen Knechten, den Ärzten, das sie seinen Vater salbten. Und die Ärzte salbten Israel, 3 bis daß vierzig Tage um waren; denn so lange währen die Salbetage. Und die Ägypter beweinten ihn siebzig Tage.

2. PETRUS 1,10.11

10 Darum, liebe Brüder, tut desto mehr Fleiß, eure Berufung und Erwählung festzumachen; denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln, 11 und also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers HERRN und Heilandes Jesu Christi.

Als Jakob alles geredet hatte, was noch in seinem Herzen war, legte er sich in seinem Bett nieder; wir lesen: „Er verschied und wurde zu seinen Vätern versammelt.“ Ein ereignisreiches Leben auf Erden hatte hiermit seinen Abschluß, seine Erfüllung gefunden. Gott hatte darüber gewacht, und Jakob hatte sich Freude und Leid zum Segen dienen lassen. Wie mag sein Eingang in die himmlische Herrlichkeit gewesen sein, und wie wird einst dein Eingang sein, wenn du vor deinem herrlichen Herrn erscheinen darfst, lieber Bruder, liebe Schwester? [Lies Luk. 16,19-31; 1. Petr. 4,5.6.]

Lukas 16,19-31-- 19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. 20 Es war aber ein armer Mann mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären 21 und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwären. 22 Es begab sich aber, daß der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. 23 Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. 24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. 25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. 26 Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, daß die wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren. 27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; 28 denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. 29 Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; laß sie dieselben hören. 30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham! sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. 31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufstünde. / 1. Petrus 4,5.6 -- 5 aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. 6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, auf daß sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben.

Nachdem Jakob verschieden war, fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht, weinte über ihm und küßte ihn! Kein anderer von den Söhnen tat dies, auch Benjamin nicht, allein Joseph. Er hatte offenbar seinen Vater am liebsten gehabt, weil er ihm innerlich am nächsten stand und deshalb empfand er auch sein Abscheiden so tief! Es ist ganz natürlich, daß Kinder weinen, wenn sich die Augen des Vaters oder der Mutter schließen, doch soll der Schmerz auch nicht in übertriebener Weise sich äußern! Klagen und weinen ist auch Gläubigen gestattet, wenn es nur im rechten Sinn geschieht. Auch der Vater der Gläubigen, Abraham, weinte, als Sara von ihm gegangen war. Doch als er von Gott getröstet war, erhob er sich weg von seiner Toten, überwand seinen Schmerz und faßte sich männlich in der Kraft Gottes! So muß der Mensch Gottes auch nach dem Schmerz sich wieder zu fassen wissen und einer übermäßigen Traurigkeit wehren. Es ist Unrecht und ein heimliches Widerstreben gegen Gott, wenn ein Kind Gottes sich der Trauer zu sehr hingibt! (Lies 1. Mose 23,1-3; Ps. 71,19-21; Jes. 66,13.)

1. Mose 23,1-3-- 1 Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt 2 und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heißt, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, daß er sie beklagte und beweinte. 3 Darnach stand er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heth und sprach: / Psalm 71,19-21 -- 19 Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du große Dinge tust. Gott, wer ist dir gleich? 20 Denn du lässest mich erfahren viele und große Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf. 21 Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder. / Jesaja 66,13 -- Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem ergötzt werden.

(Dienstag, 13. Juli 1954)

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