BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1953
Juli 1953

Dienstag, 28. Juli 1953


1. Mose 40,9-15; Psalm 31,12-15a (Luther 31,13-16a)

Als Joseph die Träume gedeutet hatte, kam ihm ein Gedanke: Wenn der Mundschenk jetzt aus dem Gefängnis entlassen würde, dann könnte er doch ein gutes Wort für ihn einlegen beim Pharao. Das war ein Hoffnungsstrahl für seine Zukunft. Der Obermundschenk bewilligte ihm sicher auch gern seine Bitte und versprach, alles zu tun, um was er bat, und gewiß faßte er in seiner Dankbarkeit für Josephs Dienste auch den Vorsatz, ihm zur Freiheit zu helfen. Als er aber wieder in Freiheit war – wieder in Amt und Würden –, da war nicht nur aller Kummer der Gefängniszeit vorüber, sondern auch Joseph und seine treuen Dienste waren vergessen! Wir sehen hier: Hoffnung, die sich an Menschen hält, wird immer zuschanden. Selbst die Besten lassen uns oft im Stich und erweisen sich unfähig, uns zu helfen. Die Schrift sagt: „Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und Fleisch zu seinem Arme macht und dessen Herz von dem Herrn weicht. Er wird sein wie ein Entblößter in der Steppe, der nicht sieht, daß Gutes kommt. An dürren Örtern in der Wüste wird er wohnen, in einem unbewohnten Land!“ [Lies Jer. 17,5–8; Jes. 31,1–3.] Vielfach ist Undankbarkeit der Welt Lohn! Ja, wahrlich, wie undankbar kann doch das Menschenherz sein – besonders gegen den Sohn Gottes. Weißt du noch, wie du dich in deiner großen Not an Ihn wandtest, und wie freundlich und wunderbar Er dich erhörte und dir half? Hast du es Ihm gegenüber auch so gemacht wie der Obermundschenk Joseph gegenüber? Unser großer Gott spricht: „Wer Dank opfert, der preiset Mich und das ist der Weg, daß Ich ihm zeige Gottes Heil!“ (Psalm 50,14.23; 56,10–13; [Luther 56,11–14]; Esra 3,10–13.)

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