BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 623 ( Josef deutet ihre zwei Träume. Seine Deutungen erfüllen sich: dem Mundschenk wird vergeben, der Bäcker wird erhängt )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

12. Josef deutet ihre zwei Träume. Seine Deutungen erfüllen sich: dem Mundschenk wird vergeben, der Bäcker wird erhängt (1. Mose 40,9-23)


1. MOSE 40,9-15

9 Da erzählte der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir hat geträumt, daß ein Weinstock vor mir wäre, 10 der hatte drei Reben, und er grünte, wuchs und blühte, und seine Trauben wurden reif; 11 und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrückte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand. 12 Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Tage. 13 Über drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, daß du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenke warst. 14 Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, daß du Pharao erinnerst, daß er mich aus diesem Hause führe. 15 Denn ich bin aus dem Lande der Hebräer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, daß sie mich eingesetzt haben.

PSALM 31,13-16

13 Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. 14 Denn ich höre, wie mich viele schelten, Schrecken ist um und um; sie ratschlagen miteinander über mich und denken, mir das Leben zu nehmen. 15 Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! 16 Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen

Als Joseph die Träume gedeutet hatte, kam ihm ein Gedanke: Wenn der Mundschenk jetzt aus dem Gefängnis entlassen würde, dann könnte er doch ein gutes Wort für ihn einlegen beim Pharao. Das war ein Hoffnungsstrahl für seine Zukunft. Der Obermundschenk bewilligte ihm sicher auch gern seine Bitte und versprach, alles zu tun, um was er bat, und gewiß faßte er in seiner Dankbarkeit für Josephs Dienste auch den Vorsatz, ihm zur Freiheit zu helfen. Als er aber wieder in Freiheit war – wieder in Amt und Würden –, da war nicht nur aller Kummer der Gefängniszeit vorüber, sondern auch Joseph und seine treuen Dienste waren vergessen! Wir sehen hier: Hoffnung, die sich an Menschen hält, wird immer zuschanden. Selbst die Besten lassen uns oft im Stich und erweisen sich unfähig, uns zu helfen. Die Schrift sagt: „Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und Fleisch zu seinem Arme macht und dessen Herz von dem Herrn weicht. Er wird sein wie ein Entblößter in der Steppe, der nicht sieht, daß Gutes kommt. An dürren Örtern in der Wüste wird er wohnen, in einem unbewohnten Land!“ [Lies Jer. 17,5–8; Jes. 31,1–3.]

Jeremia 17,5-8 -- 5 So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verläßt und hält Fleisch für seinen Arm, und mit seinem Herzen vom HERRN weicht. 6 Der wird sein wie die Heide in der Wüste und wird nicht sehen den zukünftigen Trost, sondern bleiben in der Dürre, in der Wüste, in einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnt. 7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verläßt und des Zuversicht der HERR ist. 8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt sondern er bringt ohne Aufhören Früchte. / Jesaja 31,1-3 -- 1 Weh denen, die hinabziehen nach Ägypten um Hilfe und verlassen sich auf Rosse und hoffen auf Wagen, daß ihrer viel sind, und auf Reiter, darum daß sie sehr stark sind, und halten sich nicht zum Heiligen in Israel und fragen nichts nach dem HERRN! 2 Er aber ist weise und bringt Unglück herzu und wendet seine Worte nicht, sondern wird sich aufmachen wider das Haus der Bösen und wider die Hilfe der Übeltäter. 3 Denn Ägypten ist Mensch und nicht Gott, und ihre Rosse sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR wird seine Hand ausrecken, daß der Helfer strauchle und der, dem geholfen wird, falle und alle miteinander umkommen.

Vielfach ist Undankbarkeit der Welt Lohn! Ja, wahrlich, wie undankbar kann doch das Menschenherz sein – besonders gegen den Sohn Gottes. Weißt du noch, wie du dich in deiner großen Not an Ihn wandtest, und wie freundlich und wunderbar Er dich erhörte und dir half? Hast du es Ihm gegenüber auch so gemacht wie der Obermundschenk Joseph gegenüber? Unser großer Gott spricht: „Wer Dank opfert, der preiset Mich und das ist der Weg, daß Ich ihm zeige Gottes Heil!“ (Psalm 50,14.23; 56,10–13; [Luther 56,11–14]; Esra 3,10–13.)

Psalm 50,14.23 -- 14 Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde 23 Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes. / Psalm 56,11-14 -- 11 Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort. 12 Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir die Menschen tun? 13 Ich habe dir, Gott, gelobt, daß ich dir danken will; 14 denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, daß ich wandle vor Gott im Licht der Lebendigen. / Esra 3,10-13 -- 10 Und da die Bauleute den Grund legten am Tempel des HERRN, standen die Priester in ihren Kleidern mit Drommeten und die Leviten, die Kinder Asaph, mit Zimbeln, zu loben den HERRN mit dem Gedicht Davids, des Königs über Israel, 11 und sangen umeinander und lobten und dankten dem HERRN, daß er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich währet über Israel. Und alles Volk jauchzte laut beim Lobe des HERRN, daß der Grund am Hause des HERRN gelegt war. 12 Aber viele der alten Priester und Leviten und Obersten der Vaterhäuser, die das vorige Haus gesehen hatten, da nun dies Haus vor ihren Augen gegründet ward, weinten sie laut. Viele aber jauchzten mit Freuden, daß das Geschrei hoch erscholl, 13 also daß das Volk nicht unterscheiden konnte das Jauchzen mit Freuden und das laute Weinen im Volk; denn das Volk jauchzte laut, daß man das Geschrei ferne hörte.

(Dienstag, 28. Juli 1953)

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