BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
Juli 1950

Montag, 31. Juli 1950


1. Mose 14,17-20; Hebräer 7,1

Siegesfreudig zog Abraham mit seiner tapferen Schar und all den glücklichen Befreiten der südlichen Heimat wider zu. Wie dankbar mögen alle zu dem edlen Helden aufgeschaut haben, und gar manches innige Anerkennungswort empfing er als Lohn für seine Treue und Aufopferung. - Zwei ganz verschiedene Persönlichkeiten kommen ihm, dem Sieger, nun entgegen. Zuerst war es der König von Sodom, d. h. der neue Thronfolger in Sodom, denn sein Vorgänger war ja von Kedorlaomer nicht nur besiegt, sondern bei der Flucht in den Erdpech- und Asphaltgruben im Siddimtal umgekommen! Der neue König von Sodom also begrüßte Abraham im Königstal, nahe bei Jerusalem. Doch bevor er irgendwie zu Wort kommen konnte, kam ihm ein anderer zuvor. Es war Melchisedek, der König von Salem (Jerusalem), welcher zugleich genannt wird ein Priester Gottes, des Höchsten, ein König der Gerechtigkeit und des Friedens. Er war ein ehrwürdiger, mächtiger, und vor allem Gott nahestehender Fürst, der an dem vorhergegangenen großen Krieg ganz unbeteiligt geblieben war. Er begrüßte Abraham: „Gesegnet seist du von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt. Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand ausgeliefert hat!“ [Ps. 68,19-24; 72,18.19; 144,1.2.] Mit diesem Wort bezeugt Melchisedek vor allem Volk, daß Abrahams Sieg über die Ostkönige ein Wunder des lebendigen Gottes ist! Er gibt darum Ihm, dem Allerhöchsten die Ehre und preist Abraham glücklich, daß ihn Gott zum Werkzeug jener wunderbaren Siegestat erwählt habe! – Es war also eine kostbare Segnung und Erquickung, die unser Patriarch hier von dem Allmächtigen empfing. In priesterlicher Weise erquickte Melchisedek ihn und all seine getreuen mit Brot und Wein. Er brachte den heimkehrenden Siegern diese edelsten Gaben des Landes zur Stärkung und Freude entgegen. (Lies 1. Chron. 16,27.28.34; Ps. 65,4; 96,6.)

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