BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
Juli 1950

Montag, 10. Juli 1950


1. Mose 13,1.2; Psalm 45,10.11

Welch ein Wunder der Gnade! Unser großer Gott hat mit uns nicht gehandelt nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt Er seine Gnade walten über denen, die Ihn in Wirklichkeit fürchten!“ [Ps. 103,10.11; vgl. Ps. 130,1-8.] Und so verfolgt unser Herr trotz Fehler und Mängel voller Liebe Sein erhabenes Ziel mit der einzelnen Seele, bis Er sie von der ihr noch anklebenden Sünde befreien und sie tatsächlich in das Leben des Glaubens der Kraft und der vertrauten Freundschaft mit Ihm Selbst emporheben kann. Wir verstehen das wieder ganze Aufwachen und die Buße eines abgeirrten Gläubigen, der nun sprechen darf: „Freue dich nicht, mein Feind, daß ich noch darniederliege; ich werde jetzt durch die erbarmende Gnade meines Gottes wieder aufkommen, habe ich im Finstern gesessen, so ist doch der Herr von neuem mein Licht!“ [Mich. 7,8; vgl. Ps. 35,9.10.] Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß Abraham bei seinem Auszug aus Haran einst seinen Neffen Lot mitgenommen hatte, obwohl der Herr zu ihm sprach: „Gehe aus deinem Vaterland und aus deiner Verwandtschaft, und aus deines Vaters Hause in das Land, das Ich dir zeigen werde!“ Wir erinnern uns daran, welch ein Aufenthalt und Hindernis in der ersten Zeit des Glaubensweges Abrahams der alte Vater Tarah war, bis er starb. Zu der Verwandtschaft, von welcher Abraham hätte ausgehen sollen, gehörte auch sein Neffe Lot, der Sohn Harans. [Lies 1. Mos. 10,31.32.] Niemals hätte er ihn mitnehmen dürfen. – Man kann leider im allgemeinen nach Gottes Befehl tun, Ihn jedoch nicht voll und ganz verstanden haben oder auch nicht vollen Gehorsam geleistet haben; dann wird es eines Tages Konflikte und Schwierigkeiten geben. Das erleben wir hier bei Abraham! (Lies Luk. 14,25-33.)

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