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JAHRGANG 1948
November 1948

Montag, 8. / Dienstag, 9. November 1948


Titus 1,15; 1. Timotheus 1,19.20; Apostelgeschichte 5,1-11

Ein Stück der Gottesebenbildlichkeit ist auch unser Gewissen. Wie vor Gott selbst nichts Böses bestehen kann, so auch nicht vor unserem Gewissen, das unerbittlich unser Tun, Reden und Denken richtet und straft. Die Schrift sagt: „Das vom Gesetz gebotene Tun ist uns tief ins Herz eingeschrieben. Dafür legt auch unser Gewissen ein deutliches Zeugnis ab; denn unsere Gedanken verklagen sich untereinander, entschuldigen sich dann aber auch wieder und suchen sich zu rechtfertigen. An dem großen Tage jedoch, da Gott entsprechend der jetzt verkündigten Heilsbotschaft die verborgenen Gedanken der Menschen durch Jesus Christus richten wird, werden diese Gedanken und Taten völlig offenbar werden!“ [Lies Röm. 2,12-16; Psalm 32,2-5.] Oft schon hat ein Mörder sich nach zehn und zwanzig Jahren freiwillig dem Gericht gestellt und sogar direkt um Bestrafung gebeten – nur damit endlich der furchtbare und unerbittliche Richter in seinem Innern zum Schweigen gebracht werde! Oder denken wir an den reichen Mann, der durch unredliche Künste ein großes Vermögen gewonnen hat. Wohl sitzt er in seinem herrlichen Hause an der reichlich gedeckten Tafel. Wohl preisen ihn seine Freunde glücklich und nennen ihn einen gescheiten, einen tüchtigen und hochgeachteten Mann, und fast glaubt er es ihnen. Doch sind die Freunde weggegangen, die Lichter erloschen, dann wälzt er sich unruhig und friedlos auf seinem bequemen Lager hin und her und sinnt über weitere Unternehmungen nach. Dennoch kann er nicht die kleine leise Stimme überhören, die unaufhörlich in der stillen Nacht flüstert: „Du bist ein Dieb!“ – Wer von uns kennt nicht diese ernste Mahnstimme in seinem Innern, die sich sofort hörbar macht, wenn man irgend ein Unrecht getan, eine Lieblosigkeit begangen, eine Lüge ausgesprochen hat? [1. Tim. 4,2.] Denken wir doch an den Lebensgrundsatz des heiligen Apostels Paulus, wie wir ihn in Apg. 24,16 (vgl.23, 1) finden! [Lies auch Röm. 9,1-3; 2. Kor. 1,12-14.]

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