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JAHRGANG 1948
November 1948

Samstag, 6. / Sonntag, 7. November 1948


1. Mose 1,27; Philipper 3, 20.21

Unser herrlicher Gott Selbst ist also das Urbild, nach welchem der Mensch geschaffen ist, und in welches der Heilige Geist uns, die Erlösten, immer völliger umgestalten will. Geistigkeit, Freiheit und Seligkeit bilden die drei Grundbestimmungen des heiligenden, liebenden Wesens Gottes. Diese sollten in uns abbildartig zur Geltung kommen. Darum hat Gott den Menschen mit den drei Kräften Seines heiligen Wesens ausgerüstet. Wille, Verstand und Gefühl hat Gott uns verliehen. [Phil. 2,1-6; 2. Kor. 7,14-16] Damit der Mensch Gott ähnlich sei, ist ihm Freiheit der Wahl und des Entschlusses, des Denkens und der Tat, des Willens wie auch der Liebe verliehen. Damit er in wahrer Erkenntnis die göttliche Art widerspiegle, gab Gott ihm den Verstand, und damit er Freude und Leid, Liebe und Haß, Erbarmen, Zuneigung und Abneigung ähnlich wie der Höchste empfinden könne, gab Er ihm das Gefühl! – Das Neue Testament sagt uns, daß wir als neue Menschen nach Gottes Bild geschaffen sind „in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit – daß wir zur vollen Erkenntnis geführt und gestaltet werden nach dem Bilde Dessen, der uns erschaffen hat!“ Paulus schreibt: „Wir alle schauen mit offenem Angesicht ohne Hülle und Hindernis die Herrlichkeit unseres auferstandenen, gekrönten Herrn an, und so werden wir in Sein Bild umgewandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Das wirkt der Herr, das wirkt Sein Geist.“ [Kol. 3,10; 2. Kor.3,18; lies Röm.8,28-30.] Alle diese Strahlen des göttlichen Wesens werden zusammengefaßt und geschaut in dem Bilde Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Wir hören: “Die nun, die Gott zuvor erkannt hat, die hat Er auch dazu ausersehen und vorherbestimmt, dem Bilde Seines Sohnes gleichgestaltet zu werden. Er soll ja der Erstgeborene sein unter den vielen Brüdern und Schwestern!“ Das Ebenbild Gottes ist niemand anders als der eingeborene Sohn. Ihn hatte Gott bereits vor Augen, als Er den Menschen schuf. So gelangt also die Art und Herrlichkeit des Vaters im Bild des Sohnes zur Ausgestaltung. In Christus Jesus sind wir zu Söhnen und Töchtern Gottes bestimmt, und so kommt die Ebenbildlichkeit Gottes unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes in uns zur Vollendung, wenn wir unserer heiligen himmlischen Berufung treu bleiben bis ans Ende! (Gal. 4,4-7; 3,26-28; vgl. Luk, 6,35.36; Röm. 8,14-17.)

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