BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1948
Juni 1948

Sonntag, 13. / Montag, 14. Juni 1948


1. Mose 1,10-13; Hiob 28,5; Jesaja 61,11

Nun reiht sich der zweite Akt dieses Tagewerkes an: die Bekleidung des Erdreiches mit Pflanzenwuchs. Das neu hervorgekommene Festland wird mit dem ersten Grün bedeckt. Die Samen und Wurzeln der Pflanzen, die Kräuter und Bäume fordert Gott auf, zu keimen und zu sprossen, wie sie es getan hatten, ehe durch die große Katastrophe, durch Satans Versündigung und Sturz, die ursprüngliche Erde überschwemmt wurde. Dieses Wiedererwachen des Pflanzenlebens war eigentlich nicht ein neuer erster Schöpfungsakt – so wenig wie es für unsere jetzige Pflanzenwelt im Frühling ein neuer Schöpfungsakt ist, wenn sie nach vergangenem Winter wieder hervorsproßt. Die Saat war ja damals bereits in der Erde; sie war nur begraben worden durch die Wasser, die über die ursprüngliche Erde dahingefahren waren. Die von Gott geschenkte Lebenskraft war also in den begrabenen Gewächsen unzerstört, und so waren nur die günstigen Bedingungen, die geeigneten Voraussetzungen erforderlich, damit der Same keimte und aufging und die Erde mit Grün schmückte. (Lies Hes. 17, 8. 9a; Luk. 13, 6 – 9.) Aus diesem allem dürfen wir wissen, daß auch die ursprüngliche Erde ein grünes Kleid trug, indem sie von Pflanzen und Bäumen bedeckt war. Das sehen wir deutlich an den untersten Erdschichten, die uns die Geschichte der ersten Welt kund tun. – Es werden uns nun drei große Pflanzengattungen genannt: das Gras, das Kraut und die Bäume. Jede dieser drei umfassenden Gattungen trägt ihren Samen zur Vermehrung in sich und bringt weitere Pflanzen hervor. Interessant ist der Ausdruck „nach ihrer Art“, der nur hier in den Büchern Mose zu finden ist und uns das hohe Alter der der Sprache und somit der Bücher Mose bezeugt! [Lies z. B. 1. Mose 1, 12. 21. 25; 6, 20; 7, 14; 3. Mose 11, 16. 22. 29; 5. Mose 14, 15.] Die Fruchtbäume sind hier die ausgeprägteste Art der drei großen Pflanzengattungen. Wir sehen: Das Gras ist Gott ebenso wichtig wie die Fruchtbäume; Er sieht ebenso auf das Kleine wie auf das Große; denn jedes hat seinen Dienst zu vollbringen. Die Schrift ruft uns zu: „Lobt Gott, die ihr Ihn fürchtet, ihr Kleinen und ihr Großen!“ [Offb. 19, 5; vgl. Jer. 31, 33. 34.]

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