BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 025 (TAG 3: Die Erde, das Meer und die Pflanzen)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
A. Die SCHÖPFUNG (1. Mose 1,1 - 2,4a)

6. TAG 3: Die Erde, das Meer und die Pflanzen (1. Mose 1,9-13)


1. MOSE 1,10-13

10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. 12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. 13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

HIOB 28,5

5 Man zerwühlt unten die Erde wie mit Feuer, darauf doch oben die Speise wächst.

JESAJA 61,11

11 Denn gleichwie das Gewächs aus der Erde wächst und Same im Garten aufgeht, also wird Gerechtigkeit und Lob vor allen Heiden aufgehen aus dem Herrn HERRN.

Nun reiht sich der zweite Akt dieses Tagewerkes an: die Bekleidung des Erdreiches mit Pflanzenwuchs. Das neu hervorgekommene Festland wird mit dem ersten Grün bedeckt. Die Samen und Wurzeln der Pflanzen, die Kräuter und Bäume fordert Gott auf, zu keimen und zu sprossen, wie sie es getan hatten, ehe durch die große Katastrophe, durch Satans Versündigung und Sturz, die ursprüngliche Erde überschwemmt wurde. Dieses Wiedererwachen des Pflanzenlebens war eigentlich nicht ein neuer erster Schöpfungsakt – so wenig wie es für unsere jetzige Pflanzenwelt im Frühling ein neuer Schöpfungsakt ist, wenn sie nach vergangenem Winter wieder hervorsproßt. Die Saat war ja damals bereits in der Erde; sie war nur begraben worden durch die Wasser, die über die ursprüngliche Erde dahingefahren waren. Die von Gott geschenkte Lebenskraft war also in den begrabenen Gewächsen unzerstört, und so waren nur die günstigen Bedingungen, die geeigneten Voraussetzungen erforderlich, damit der Same keimte und aufging und die Erde mit Grün schmückte. (Lies Hes. 17,8.9a; Luk. 13,6-9.)

Hesekiel 17,8.9 -- 8 Und war doch auf einen guten Boden an viel Wasser gepflanzt, da er wohl hätte können Zweige bringen, Früchte tragen und ein herrlicher Weinstock werden. 9 So sprich nun: Also sagt der Herr, HERR: Sollte der geraten? Ja, man wird seine Wurzeln ausrotten und seine Früchte abreißen, und er wird verdorren, daß alle Blätter seines Gewächses verdorren werden; und es wird nicht geschehen durch großen Arm noch viel Volks, daß man ihn von seinen Wurzeln wegführe. / Lukas 13,6-9 -- 6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und er kam und suchte Frucht darauf, und fand sie nicht. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre gekommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum, und finde sie nicht. Haue ihn ab! was hindert er das Land? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge ihn, 9 ob er wolle Frucht bringen, wo nicht so haue ihn darnach ab.

Aus diesem allem dürfen wir wissen, daß auch die ursprüngliche Erde ein grünes Kleid trug, indem sie von Pflanzen und Bäumen bedeckt war. Das sehen wir deutlich an den untersten Erdschichten, die uns die Geschichte der ersten Welt kund tun. – Es werden uns nun drei große Pflanzengattungen genannt: das Gras, das Kraut und die Bäume. Jede dieser drei umfassenden Gattungen trägt ihren Samen zur Vermehrung in sich und bringt weitere Pflanzen hervor. Interessant ist der Ausdruck „nach ihrer Art“, der nur hier in den Büchern Mose zu finden ist und uns das hohe Alter der der Sprache und somit der Bücher Mose bezeugt! [Lies z. B. 1. Mose 1,12.21.25; 6,20; 7,14; 3. Mose 11,16.22.29; 5. Mose 14,15.]

1. Mose 1,12.21.25 -- 12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. … 21 Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, daß da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. … 25 Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. / 1. Mose 6,20 -- 20 Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, daß sie leben bleiben. / 1. Mose 7,14 -- 14 dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Vögel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; / 3. Mose 11,16.22.29 -- 16 den Strauß, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art, … 22 von demselben mögt ihr essen die Heuschrecken, als da ist: Arbe Vier verschiedene Arten von Heuschrecken mit seiner Art und Solam Vier verschiedene Arten von Heuschrecken mit seiner Art und Hargol Vier verschiedene Arten von Heuschrecken mit seiner Art und Hagab Vier verschiedene Arten von Heuschrecken mit seiner Art. … 29 Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: das Wiesel, die Maus, die Kröte, ein jegliches mit seiner Art, / 5. Mose 14,15 -- 15 der Strauß, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seiner Art,

Die Fruchtbäume sind hier die ausgeprägteste Art der drei großen Pflanzengattungen. Wir sehen: Das Gras ist Gott ebenso wichtig wie die Fruchtbäume; Er sieht ebenso auf das Kleine wie auf das Große; denn jedes hat seinen Dienst zu vollbringen. Die Schrift ruft uns zu: „Lobt Gott, die ihr Ihn fürchtet, ihr Kleinen und ihr Großen!“ [Offb. 19,5; vgl. Jer. 31,33.34.]

Offenbarung 19,5 -- 5 Und eine Stimme ging aus von dem Stuhl: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, beide, klein und groß! / Jeremia 31,33.34 -- 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; 34 und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: "Erkenne den HERRN", sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der HERR. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken.

(Sonntag, 13.6.1948)

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Zuletzt geändert am 08.08.2013 11:27 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)