BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Juli 1935

Sonntag, den 28. Juli 1935


2. Mose 35,12-15

Die Bundeslade war „das Heiligtum im Heiligtum“, der Thron Gottes, der Ausdruck und Sitz Seiner Herrlichkeit! - eine aus Akazienholz gefertigte, innen und außen mit Goldblech überzogene Truhe, 21/2 Ellen lang, 11/2 Ellen breit, 11/2 Ellen hoch. In diese Lade kamen die Gesetzestafeln, auf welche Gott die Zehn Gebote geschrieben hatte. Eine goldene Kranzleiste lief ringsum, und an den Ecken waren goldene Ringe für die Tragstangen befestigt. Überdeckt war die Bundeslade mit einer massivgoldenen Platte, dem „Versöhnungsdeckel“, auf welchen am großen Versöhnungstag das Opferblut gesprengt wurde! - Aus einem Stück mit diesem Versöhnungsdeckel gearbeitet waren zwei große Cherubsgestalten von lauterem Gold gefertigt. Dieselben breiteten die Flügel nach oben aus, und ihr Angesicht war auf die Bundeslade gerichtet! - Dann wird der sogenannte „Scheidevorhang“ erwähnt, der das Allerheillgste von dem Heiligen schied und - wie die große Cherubimdecke - aus weißem Byssus, blauem und rotem Purpur und Karmesin gewebt war mit eingewirkten Cherubsgestalten! - Während die Bundeslade der einzige wundervolle Gegenstand im Allerheiligsten war, finden wir im Heiligtum den goldenen Schaubrottisch, den goldenen Leuchter und den goldenen Räucheraltar. [Vers 13-15.] - Der goldene Tisch, auf welchem die Schaubrote lagen, sollte die Gemeinschaft darstellen, zu der Gott Sein Volk berief! Der Tisch war von Akazienholz, mit reinem Goldblech überzogen - ein Hinweis auf den Herrn Jesus, der zugleich Mensch und Gottes Sohn ist und durch welchen wir Gemeinschaft mit Gott haben dürfen! [Lies 1. Kor. 1,4-9; 1. Joh. 1,1-4.] - In 3. Mos. 24,5-9 hören wir, wie die zwölf Brote zubereitet wurden. Wie diese auf dem reinen, goldenen Tisch vor Gott dargestellt wurden, so sind wir, die Glaubenden, schon jetzt durch den Herrn Jesus in eine ganz neue, ewig sichere Herrlichkeitsstellung gebracht im Heiligtum vor Gott - „angenehm und wohlgefällig in Jesus, den Gott so sehr liebt“! (Lies Röm. 5,19; Kol. 1,12-14.) - Eine kunstvoll gearbeitete goldene Kranzleiste zierte den Rand des Tisches - ein Bild von dem sicheren Schutz, der uns umgibt! [Lies 1. Petr. 1,3-5.] Zu dem goldenen Tisch gehörten auch „seine Geräte“, goldene Teller und Schüsseln, Becher und Kannen. - Der siebenarmige Leuchter war aus feinem, getriebenem Gold. Derselbe ist ein Bild von Christus, dem „Licht der Welt“, der jetzt als der Erhöhte das Licht Seiner Gnade und Seines Geistes durch Seine Heiligen und Geliebten ausstrahlen läßt zur Rettung der Menschen! - Der goldene Räucheraltar war zwei Ellen hoch, eine Elle breit und eine Elle lang, von Akazienholz gefertigt und mit Goldblech überzogen. An seinen vier oberen Ecken waren vier goldene Hörner angebracht. Als Verzierung lief eine goldene Kranzleiste oben ringsherum. Auf diesem Altar brachte der Hohepriester jeden Morgen und jeden Abend, wenn er den Leuchter zurichtete, das kostbare Räucherwerk dar, hergestellt aus den feinsten Gewürzen nach Gottes besonderer Anordnung! - Der goldene Altar ist uns ein Bild von Christus, unserem hohepriesterlichen Mittler, durch welchen wir Gott allezeit nahen und Ihm unsere Gebete, unsere Anbetung und Danksagung darbringen dürfen! - Er Selbst, unser großer Heiland, bittet unaufhörlich für uns beim Vater, damit wir täglich sieghaft den guten Kampf kämpfen, bis wir in der Herrlichkeit vollendet werden!

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