BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Juli 1935

Montag, den 29. Juli 1935


2. Mose 35,15b-19

Das heilige Salböl, mit welchem die Priester - auch die Stiftshütte samt ihren Geräten - gesalbt wurden, wird uns in 2. Mos. 30,22-25 beschrieben. Vier wertvolle Gewürze wurden demselben beigegeben, unter denen Myrrhe an erster Stelle steht. Das Salböl ist eine Darstellung des Heiligen Geistes mit seinen mannigfaltigen Gnadengaben und Früchten! - In 2. Mos. 30,34-38 wird uns das wohlriechende Räucherwerk, das Aaron Tag für Tag auf dem goldenen Altar darbringen sollte, näher beschrieben - ein wunderbar zusammengesetztes Würzwerk, entsprechend der Kunst der Salbenmischer, doch so zusammengesetzt, wie es Jehova Selbst anordnete, und wie es sonst nicht gebräuchlich war, auch bei Todesstrafe nicht hergestellt werden durfte! - Dieses äußerst wertvolle Räucherwerk stellt uns die Vollkommenheiten und Tugenden Christi vor Augen. Es ist auffallend, daß kein bestimmtes Maß vorgeschrieben wurde für die einzelnen Bestandteile desselben. Dies sagt uns, daß die Tugenden, Schönheiten und Vortrefflichkeiten, die sich in unserem anbetungswürdigen Herrn und Heiland vereinigen, ohne Grenzen sind: „Denn Der, welchen Gott gesandt hat, Christus, redet die Worte Gottes. Ihm hat Gott den Geist in ungemessener Fülle zugeteilt. Ja, der Vater liebt den Sohn, in Dessen Hand Er alles gegeben hat!“ - V. 15b: Der Eingangsvorhang, der hier erwähnt wird, war von weißem Byssus mit blauem und rotem Purpur und Karmesin durchwirkt, aber ohne die Cherubgestalten. - V. 16: Der eherne Altar, auch Brandopferaltar genannt, stand mit seinen Geräten im Vorhof. Auf ihm wurden alle Schlachtopfer der Israeliten dargebracht. Es war ein viereckiges Gestell aus Akazienholz, ganz mit Erzplatten überzogen. An seinen vier Ecken hatte der eherne Altar in die Höhe stehende Hörner, Sinnbilder der Stärke und des Heils! [2. Sam. 22,3; 1. Kön. 1,50-53; 2,28.] - Gleichfalls im Vorhof stand ein großes weites Waschbecken von Erz. Stets mit frischem Wasser gefüllt, diente es der Reinigung der Priester. [2. Mos. 30,17-21.] Dasselbe stellt uns die praktische Reinigung vor Augen, die das Wort Gottes in unserem täglichen Leben bewirkt, wenn wir demselben in allen Stücken gehorchen! „Wie wird ein Jüngling seinen Lebensweg rein erhalten (oder reinigen)? Indem er sich Deinem Worte entsprechend bewahrt, o Herr!“ (Lies Ps. 105,19; 147,18.) - V. 17: Die Stiftshütte war ringsum von einem Vorhof umgeben. Die äußere Einfassung bildeten 60 Säulen von Akazienholz, mit ehernen Füßen und silberner Krönung versehen. Silberne Stäbe reichten von einer Säule zur anderen und trugen den 5 Ellen hohen Vorhang aus weißem Byssusstoff. An der östlichen Seite befand sich der Eingang, den ein vierfarbiger Vorhang bildete. Der blendend reine, weiße Umhang des Vorhofs stellt uns den Herrn Jesus vor Augen, wie Er nicht nur Seinen Jüngern und Jüngerinnen, sondern auch allen fernstehenden und Ihn noch nicht ehrenden Menschen nahetritt in der Reinheit und praktischen Gerechtigkeit Seines ganzen Wesens! - V. 18: Selbst die ehernen Pflöcke und ihre Seile, durch welche der Aufbau befestigt wurde, bleiben nicht unerwähnt, denn im Königreiche Gottes sind auch die Kleinigkeiten von Bedeutung, obwohl das Größte und Höchste uns geoffenbart und geschenkt wird! - In Vers 19 werden auch die heiligen Kleider, die Aaron und seine Söhne während des Dienstes im Heiligtum trugen, genannt. Dieselben wurden aufs sorgfältigste angefertigt und sind von hoher geistlicher Bedeutung! (2. Mos. 28 und 29.)

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