BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1935 -- 18. März
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL -- Erweitert

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1935
März 1935

Montag, den 18. März 1935


5. Mose 10,1-5; [Jes. 40,3-5]

Des Herrn liebendes Herz hört nicht auf, darauf zu sinnen, ob Er an deinem Herzen nicht noch einmal ein neues Werk tun könnte - ob es nicht möglich wäre, dich in tiefer Buße und Reue zu deiner ersten Liebe und Dankbarkeit - zu deinem ersten Zustand der Reinheit, der Demut und des Vertrauens zurückzuführen. Sagt Er nicht in Offenb. 2,5: „Gedenke doch, aus welcher Höhe du gefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke!“ Buße, tiefes Bereuen, Zerbrochen- und Geschmolzenwerden vor dem Angesicht Gottes ist das einzige, das dich retten kann! [Lies Jes. 1,13-20.] - Solch tiefe Läuterung muß ihre Zeit und ihre Gründlichkeit haben. Man verliert so schnell; im Augenblick kann man so viel einbüßen. Aber es wiederzufinden und wiederzuerlangen, das kostet namenlos viel! Gott gibt dir jetzt Zeit, Buße zu tun. O daß es nicht von dir heißen müßte: „Aber sie wollte nicht Buße tun!“ oder: „Er will nicht Buße tun!“ - Buße ist ein himmlisches Geschenk - eine der edelsten und seltensten Früchte des Heiligen Geistes. (Lies Hiob 11,13-20.) Ja, der Herr will ein zweites Werk an dir tun - ein gründlicheres als bei deiner Bekehrung! Wirst du es dir heiß erringen? - Mose mußte vierzig Tage und vierzig Nächte ausgestreckt vor dem Herrn auf dem Angesicht liegen, d. h. er tat es gänzlich aus freien Stücken, aus innerstem Antrieb! - Unaufhörlich rang und flehte und kämpfte er vor Gott um das abtrünnige Volk Israel. Wenn der Herr auch schon etwas in Gnaden ihm entgegengekommen war, so fühlte Mose doch ganz genau, daß noch ein tiefgreifendes Werk an dem verkehrten Volke geschehen müßte - daß der Herr bei weitem noch nicht zufrieden war mit dem Zustand Israels und mit seiner Buße! Darum ließ er nicht ab mit Flehen: „Und ich warf mich vor dem Herrn nieder wie zuerst - vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht, und Wasser trank ich nicht! - um all eurer Sünden willen, die ihr begangen hattet, indem ihr getan hattet, was übel war in den Augen des Herrn und was Ihn so sehr erzürnte! Denn mir war bange vor dem Zorn und vor dem Grimm, mit welchem der Herr über euch ergrimmt war, so daß Er euch vertilgen wollte.“ - Es ist nicht auszusprechen, wie durchdrungen und durchwuchert das Herz eines unwachsamen und untreuen Gotteskindes werden kann von allerlei Sünde und Verkehrtheit, Eigenleben und Ärgernis. Wird es wirklich möglich sein, daß es noch einmal so ist wie am Anfang? - Du mußt es dir schon sehr genau in Erinnerung rufen - der Geist Gottes muß es dir vor Augen stellen , wie es damals in deinem Herzen und Leben war - in der Zeit deiner ersten dankbaren Liebe. Wie verlangend warst du damals! Du konntest gar nicht genug vernehmen und lernen aus dem Worte Gottes! Es war dir eine Wonne, dem Herrn Jesus ähnlich zu werden - jeden Tag ein Stück weiter! - Und die kleinste Sünde bereutest du unter viel Schmerzen und machtest wirkliche Fortschritte in der Gnade. O höre heute von neuem ganz auf die heilige Stimme: „Mein Kind, hast du dich verstrickt durch die Worte deines Mundes - gefangen in den Sünden deines Herzens? Tue dieses, Mein Kind: Reiße dich los, da du in deines Feindes Hand gekommen bist; gehe hin, wirf dich nieder und bestürme den Herrn! - Gestatte deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! Reiße dich los aus der Hand des Feindes wie eine Gazelle aus der Hand des Jägers und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers!“ [Spr. 6,2-5.]

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 15.01.2017 15:25 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)