BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 375 (EXKURS: Die später erneute Herstellung und göttliche Beschreibung zweier Gesetzestafeln)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

22. EXKURS: Die später erneute Herstellung und göttliche Beschreibung zweier Gesetzestafeln (5. Mose 10,1-5)


5. Mose 10,1-5

1 Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade, 2 so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen. 3 Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Händen. 4 Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir. 5 Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, daß sie daselbst wären, wie mir der HERR geboten hatte.

Jesaja 40,3-5

3 Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! 4 Alle Täler sollen erhöht werden und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckericht ist, soll schlicht werden; 5 denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des HERRN Mund hat es geredet.

Des Herrn liebendes Herz hört nicht auf, darauf zu sinnen, ob Er an deinem Herzen nicht noch einmal ein neues Werk tun könnte - ob es nicht möglich wäre, dich in tiefer Buße und Reue zu deiner ersten Liebe und Dankbarkeit - zu deinem ersten Zustand der Reinheit, der Demut und des Vertrauens zurückzuführen. Sagt Er nicht in Offenb. 2,5: „Gedenke doch, aus welcher Höhe du gefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke!“ Buße, tiefes Bereuen, Zerbrochen- und Geschmolzenwerden vor dem Angesicht Gottes ist das einzige, das dich retten kann! [Lies Jes. 1,13-20.]

Jesaja 1,13-20 -- 13 Bringt nicht mehr Speisopfer so vergeblich! Das Räuchwerk ist mir ein Greuel! Neumonde und Sabbate, da ihr zusammenkommt, Frevel und Festfeier mag ich nicht! 14 Meine Seele ist feind euren Neumonden und Jahrfesten; ich bin ihrer überdrüssig, ich bin's müde zu leiden. 15 Und wenn ihr schon eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und ob ihr schon viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut. 16 Waschet, reiniget euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen, laßt ab vom Bösen; 17 lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten, schaffet dem Waisen Recht, führet der Witwe Sache. 18 So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. 19 Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen. 20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es

Solch tiefe Läuterung muß ihre Zeit und ihre Gründlichkeit haben. Man verliert so schnell; im Augenblick kann man so viel einbüßen. Aber es wiederzufinden und wiederzuerlangen, das kostet namenlos viel! Gott gibt dir jetzt Zeit, Buße zu tun. O daß es nicht von dir heißen müßte: „Aber sie wollte nicht Buße tun!“ oder: „Er will nicht Buße tun!“ - Buße ist ein himmlisches Geschenk - eine der edelsten und seltensten Früchte des Heiligen Geistes. (Lies Hiob 11,13-20.)

Hiob 11,13-20 -- 13 Wenn du dein Herz richtetest und deine Hände zu ihm ausbreitetest; 14 wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, fern von dir tätest, daß in deiner Hütte kein Unrecht bliebe: 15 so möchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel und würdest fest sein und dich nicht fürchten. 16 Dann würdest du der Mühsal vergessen und so wenig gedenken als des Wassers, das vorübergeht; 17 und die Zeit deines Lebens würde aufgehen wie der Mittag, und das Finstere würde ein lichter Morgen werden; 18 und dürftest dich dessen trösten, daß Hoffnung da sei; würdest dich umsehen und in Sicherheit schlafen legen; 19 würdest ruhen, und niemand würde dich aufschrecken; und viele würden vor dir flehen. 20 Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und sie werden nicht entrinnen können; denn Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.

Ja, der Herr will ein zweites Werk an dir tun - ein gründlicheres als bei deiner Bekehrung! Wirst du es dir heiß erringen? - Mose mußte vierzig Tage und vierzig Nächte ausgestreckt vor dem Herrn auf dem Angesicht liegen, d. h. er tat es gänzlich aus freien Stücken, aus innerstem Antrieb! - Unaufhörlich rang und flehte und kämpfte er vor Gott um das abtrünnige Volk Israel. Wenn der Herr auch schon etwas in Gnaden ihm entgegengekommen war, so fühlte Mose doch ganz genau, daß noch ein tiefgreifendes Werk an dem verkehrten Volke geschehen müßte - daß der Herr bei weitem noch nicht zufrieden war mit dem Zustand Israels und mit seiner Buße! Darum ließ er nicht ab mit Flehen: „Und ich warf mich vor dem Herrn nieder wie zuerst - vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht, und Wasser trank ich nicht! - um all eurer Sünden willen, die ihr begangen hattet, indem ihr getan hattet, was übel war in den Augen des Herrn und was Ihn so sehr erzürnte! Denn mir war bange vor dem Zorn und vor dem Grimm, mit welchem der Herr über euch ergrimmt war, so daß Er euch vertilgen wollte.“ - Es ist nicht auszusprechen, wie durchdrungen und durchwuchert das Herz eines unwachsamen und untreuen Gotteskindes werden kann von allerlei Sünde und Verkehrtheit, Eigenleben und Ärgernis. Wird es wirklich möglich sein, daß es noch einmal so ist wie am Anfang? - Du mußt es dir schon sehr genau in Erinnerung rufen - der Geist Gottes muß es dir vor Augen stellen , wie es damals in deinem Herzen und Leben war - in der Zeit deiner ersten dankbaren Liebe. Wie verlangend warst du damals! Du konntest gar nicht genug vernehmen und lernen aus dem Worte Gottes! Es war dir eine Wonne, dem Herrn Jesus ähnlich zu werden - jeden Tag ein Stück weiter! - Und die kleinste Sünde bereutest du unter viel Schmerzen und machtest wirkliche Fortschritte in der Gnade. O höre heute von neuem ganz auf die heilige Stimme: „Mein Kind, hast du dich verstrickt durch die Worte deines Mundes - gefangen in den Sünden deines Herzens? Tue dieses, Mein Kind: Reiße dich los, da du in deines Feindes Hand gekommen bist; gehe hin, wirf dich nieder und bestürme den Herrn! - Gestatte deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! Reiße dich los aus der Hand des Feindes wie eine Gazelle aus der Hand des Jägers und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers!“ [Spr. 6,2-5.]

Sprüche 6,2-5 -- 2 So bist du verknüpft durch die Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. 3 So tue doch, mein Kind, also und errette dich, denn du bist deinem Nächsten in die Hände gekommen: eile, dränge und treibe deinen Nächsten. 4 Laß deine Augen nicht schlafen, noch deine Augenlider schlummern. 5 Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Voglers.

(Montag, 18. März 1935)

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