BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Sonntag, den 14. Oktober 1934


2. Mose 24,9-11

Während Mose schon vor dieser Bundesschließung zu jeder Zeit auf den Berg steigen und dem Herrn nahen durfte, war es nun auch Aaron, Nadab und Abihu, sowie 70 von den Ältesten Israels gestattet, auf die Höhe zu kommen. Daß die Söhne Aarons neben den Ältesten zu dieser Feier berufen werden, hat seinen Grund in ihrer künftigen Erwählung zum Priestertum. Die Priester sollten ja eine vermittelnde Stellung zwischen dem Herrn und dem Volke einnehmen, die hier schon vorbereitet wird. „Und sie sahen den Gott Israels; und unter Seinen Füßen war es wie ein Werk von Saphirplatten - wie der Himmel selbst an Klarheit. Und Er streckte Seine Hand nicht richtend aus gegen die Edlen der Kinder Israel (wie es auf Grund des Gesetzes zu erwarten gewesen wäre!) und sie schauten Gott und aßen und tranken!“ Gott offenbarte Sich ihnen also in erhabener Majestät. - Das „Gebilde von Saphirplatten“ unter Seinen Füßen erinnert uns an die Beschreibung des Thrones Gottes in Hes. 1,26-28, wo es heißt: „Das war das Aussehen des Bildes der Herrlichkeit des Herrn! Und als ich es sah, fiel ich nieder auf mein Angesicht.“ [Lies Offenb. 1,9-20!] - Die Erscheinung des Herrn, wie die Edlen der Kinder Israel Ihn hier schauen durften, wird uns nicht näher beschrieben. Erst Hesekiel war es gestattet, Näheres auszusprechen: „Oben über dem Himmelsgewölbe, das sich über den Häuptern der Cherubim befand, war es anzusehen wie Saphirstein in Gestalt eines Thrones. Und auf diesem Thron war eine Gestalt zu sehen, die wie ein Mensch aussah. Und ich sah etwas wie den Schimmer von glänzendem Metall - wie das aussehen von Feuer; und ein Lichtglanz war rings um Ihn her. Wie der Regenbogen, so war der Lichtglanz rings um Ihn her anzusehen! So sah die Herrlichkeit des Herrn aus. Und ich warf mich auf mein Angesicht nieder. Und ich hörte die Stimme Dessen, der mit mir redete!“ (Vgl. Dan. 10,2-10.16-19!) - Wenn wir hier hören: „Unter Seinen Füßen war es wie das Werk von durchsichtigem Saphir und wie der Himmel selbst an Klarheit“, so soll damit angedeutet werden, daß der Gott Israels über den geschaffenen Himmeln - in überweltlicher Herrlichkeit und ungetrübter Seligkeit thront! Dieser Seligkeit will Gott auch Sein Volk teilhaftig machen: „Sie schauten Gott und aßen und tranken“, d. h. sie durften hier in Seiner Gegenwart das feierliche Opfermahl halten und empfingen in diesem Bundesmahle einen Vorschmack von den wunderbaren Gütern und Segnungen, mit welchen Gott ewiglich Sein erlöstes Volk in Seinem Königreich erquicken und sättigen will! - Wir werden hier erinnert an 2.Kor.3,18 u. Ps. 36,7-10 (Luth.8-11). In der Tat, dieses den Ältesten Israels gewährte Schauen war eine Vorempfindung der Seligkeit des Schauens Gottes im ewigen Leben - ebenso das vor dem Angesicht Gottes gehaltene Bundesmahl ein Vorschmack oder Vorbild von dem Hochzeitsmahl des Lammes am Tage der vollen Offenbarung Seiner Herrlichkeit: „Und Er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes!

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