BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Juni 1918

Freitag, den 28. Juni 1918


3. Mose 23,37-39 (VII. Das Laubhüttenfest)

Nachdem nun die ganze Reihe der Feste Jehovas aufgezählt worden ist, faßt Mose für das Volk hier noch einmal alles zusammen. Die genannten sieben heiligen Feste waren die von Gott festgesetzten Zeitpunkte im Jahr, an welchen Er Sein geliebtes, erlöstes Volk in Heiligkeit und Freude zu Seiner Wohnung hin versammelt sehen wollte, um sie Seiner Gegenwart und Seiner Segnungen teilhaftig zu machen. Diese sieben Feste sind, wie wir im Laufe unseres Kapitels sahen, 1. das Passah, 2. das Fest der ungesäuerten Brote, 3. das Fest der Erstlingsgarbe, 4. das Fest der Webebrote (Pfingst- oder Wochenfest), 5. das Fest des Posaunenhalls, 6. der große Versöhnungstag, 7. das Laubhüttenfest. Außerdem bildete der Sabbat den Schluß jeder Woche (er war ja gleich im Anfang unseres Kapitels als der immer wiederkehrende und so bedeutsame Festtag aufgeführt worden); daneben gab es allerlei Darbringungen, Erfüllungen von Gelübden und freiwillige Gaben für Jehova.

Das Laubhüttenfest war so wichtig und freudenreich, daß hier von V. 39 ab noch einmal auf dasselbe zurückgegriffen wird. In 4. Mose 29,12-38 finden wir die von Gott vorgeschriebenen Opfer bei demselben. Da ist besonders die große Menge der Brandopfer auffallend. Täglich wurden zwei Widder und 2 x 7 = 14 einjährige Lämmer dargebracht. Auch Farren wurden in großer Zahl geopfert. Doch fällt uns bei diesen auf, daß während des siebentägigen Festes ihre Zahl von Tag zu Tag abnimmt! Am ersten Tage sind es dreizehn Farren, am zweiten Tage zwölf und so fort, bis am siebenten Tage nur noch sieben dargebracht werden. Soll uns das vielleicht darauf hinweisen, daß selbst in dem herrlichen Tausendjährigen Reiche die Vollendung und Vollkommenheit noch nicht erreicht sein wird – daß da vielmehr bei den Kindern Israel wie auch bei den übrigen Völkern eine Abnahme zu bemerken sein wird in ihrem Verständnis und ihrer Wertschätzung Christi und Seines Opfers und dementsprechend in ihrer dankbaren Hingebung an Ihn? Wenn wir Offb. 20,7-10 lesen, scheint uns dieser Eindruck bestätigt zu werden. Denn sobald nach Ablauf der tausendjährigen Friedens- und Segensherrschaft Christi der Satan noch einmal aus dem Gefängnis losgelassen wird, gelingt es ihm, einen Teil der Völker zu verführen zur Auflehnung gegen den Herrn. Und doch haben sie Ihn während tausend Jahren in wunderbarem Glanz thronend über sich geschaut, haben Seine göttliche Macht empfunden und erfahren und sind unter Seinem Zepter so wunderbar gesegnet worden! Feuer des Gerichts fällt vom Himmel und verzehrt diese Widersacher. – Fürchten wir uns! Man kann viel von der Gnadenmacht des Herrn erlebt und erfahren und Seine Wunder geschaut haben und doch weit vom Herrn abkommen und tief fallen, ja gänzlich abfallen! „Darum, wer zu stehen sich dünkt, der sehe zu, daß er nicht falle!“ (1. Kor. 10,12.)

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