BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 260 (Das Laubhüttenfest: vom 15. bis 21. des 7. Monats im Jahr )
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

h) Das Laubhüttenfest: vom 15. bis 21. des 7. Monats im Jahr (3. Mose 23,33-44 )


3. MOSE 23,37-39 ( VII. Das Laubhüttenfest )

37 Das sind die Feste des HERRN, die ihr sollt für heilig halten, daß ihr zusammenkommt und dem HERRN Opfer tut: Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage, 38 außer was die Sabbate des HERRN und eure Gaben und Gelübde und freiwillige Gaben sind, die ihr dem HERRN gebt. 39 So sollt ihr nun am fünfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Früchte des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch Sabbat.

Nachdem nun die ganze Reihe der Feste Jehovas aufgezählt worden ist, faßt Mose für das Volk hier noch einmal alles zusammen. Die genannten sieben heiligen Feste waren die von Gott festgesetzten Zeitpunkte im Jahr, an welchen Er Sein geliebtes, erlöstes Volk in Heiligkeit und Freude zu Seiner Wohnung hin versammelt sehen wollte, um sie Seiner Gegenwart und Seiner Segnungen teilhaftig zu machen. Diese sieben Feste sind, wie wir im Laufe unseres Kapitels sahen, 1. das Passah, 2. das Fest der ungesäuerten Brote, 3. das Fest der Erstlingsgarbe, 4. das Fest der Webebrote (Pfingst- oder Wochenfest), 5. das Fest des Posaunenhalls, 6. der große Versöhnungstag, 7. das Laubhüttenfest. Außerdem bildete der Sabbat den Schluß jeder Woche (er war ja gleich im Anfang unseres Kapitels als der immer wiederkehrende und so bedeutsame Festtag aufgeführt worden); daneben gab es allerlei Darbringungen, Erfüllungen von Gelübden und freiwillige Gaben für Jehova.

Das Laubhüttenfest war so wichtig und freudenreich, daß hier von V. 39 ab noch einmal auf dasselbe zurückgegriffen wird. In 4. Mose 29,12-38 finden wir die von Gott vorgeschriebenen Opfer bei demselben.

4. Mose 29,12-38 -- 12 Der fünfzehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an dem tun und sollt dem HERRN sieben Tage feiern 13 und sollt dem HERRN Brandopfer tun zum Opfer des süßen Geruchs dem HERRN: dreizehn junge Farren, zwei Widder; vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 14 samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, je zu einem der dreizehn Farren, zwei Zehntel je zu einem Widder, 15 und ein Zehntel je zu einem der vierzehn Lämmer; 16 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, - außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer. 17 Am zweiten Tage: zwölf junge Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 18 mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 19 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 20 Am dritten Tage: elf Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 21 mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 22 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 23 Am vierten Tage: Zehn Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 24 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 25 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 26 Am fünften Tage: neun Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 27 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 28 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 29 Am sechsten Tage: acht Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 30 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 31 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 32 Am siebenten Tage: sieben Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 33 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 34 dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 35 Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun 36 und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des süßen Geruchs dem HERRN: einen Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Fehl; 37 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 38 dazu einen Bock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.

Da ist besonders die große Menge der Brandopfer auffallend. Täglich wurden zwei Widder und 2 x 7 = 14 einjährige Lämmer dargebracht. Auch Farren wurden in großer Zahl geopfert. Doch fällt uns bei diesen auf, daß während des siebentägigen Festes ihre Zahl von Tag zu Tag abnimmt! Am ersten Tage sind es dreizehn Farren, am zweiten Tage zwölf und so fort, bis am siebenten Tage nur noch sieben dargebracht werden. Soll uns das vielleicht darauf hinweisen, daß selbst in dem herrlichen Tausendjährigen Reiche die Vollendung und Vollkommenheit noch nicht erreicht sein wird – daß da vielmehr bei den Kindern Israel wie auch bei den übrigen Völkern eine Abnahme zu bemerken sein wird in ihrem Verständnis und ihrer Wertschätzung Christi und Seines Opfers und dementsprechend in ihrer dankbaren Hingebung an Ihn? Wenn wir Offb. 20,7-10 lesen, scheint uns dieser Eindruck bestätigt zu werden.

Offenbarung 20,7-10 -- 7 Und wenn tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefängnis 8 und wird ausgehen, zu verführen die Heiden an den vier Enden der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln zum Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer. 9 Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Denn sobald nach Ablauf der tausendjährigen Friedens- und Segensherrschaft Christi der Satan noch einmal aus dem Gefängnis losgelassen wird, gelingt es ihm, einen Teil der Völker zu verführen zur Auflehnung gegen den Herrn. Und doch haben sie Ihn während tausend Jahren in wunderbarem Glanz thronend über sich geschaut, haben Seine göttliche Macht empfunden und erfahren und sind unter Seinem Zepter so wunderbar gesegnet worden! Feuer des Gerichts fällt vom Himmel und verzehrt diese Widersacher. – Fürchten wir uns! Man kann viel von der Gnadenmacht des Herrn erlebt und erfahren und Seine Wunder geschaut haben und doch weit vom Herrn abkommen und tief fallen, ja gänzlich abfallen! „Darum, wer zu stehen sich dünkt, der sehe zu, daß er nicht falle!“ (1. Kor. 10,12.)

1. Korinther 10,12 -- Darum, wer sich läßt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle.

(Freitag, 28. Juni 1918)

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Zuletzt geändert am 16.04.2021 19:01 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.140)