BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Juni 1918

Donnerstag, den 27. Juni 1918


3. Mose 23,36 (VII. Das Laubhüttenfest)

Es scheint uns, daß der achte, von Gott diesem Feste besonders angefügte höchste Festtag ein Bild ist von dem auf das Tausendjährige Reich folgenden ewig glückseligen Zustand der erlösten Menschheit auf der neuen Erde in Verbindung mit dem neuen Himmel. Johannes durfte einen Blick tun in diese Herrlichkeit. In Offb. 21,1-8 gibt uns Gott durch ihn eine wunderbare Schilderung von dem ewigen Seligkeitsstand, wenn das Endergebnis aller Wege Gottes mit der Menschheit erreicht sein wird. Der Mittlerdienst Christi als Erlöser sowohl wie als König und Richter ist dann vollendet und Er hat das Reich Gottes zurückgegeben, „auf daß Gott alles in allem sei“. (1. Kor. 15,28.) Ein neuer Himmel und eine neue Erde, erfüllt von der lichten Herrlichkeit und Gegenwart Gottes, sind ins Dasein getreten; das Alte, das Erste, da die Sünde eingedrungen war und Not, Jammer und Tod hereingebracht hatte, ist vergangen. „Im ewigen Halleluja verstummt der Erde Pein.“ Alles ist gesegnet in der Gegenwart und Gemeinschaft Gottes. Was Gottes Gedanke und Ratschluß war von Ewigkeit her – bei den Menschen zu wohnen in segnender Huld – das ist dann auf Grund der Erlösung erfüllt: „Er wird bei ihnen wohnen und sie werden Sein Volk sein und Gott Selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott!“*) Unter den erlösten Menschen hat und behält die Gemeinde des Herrn ihren bevorzugten Platz, ihre besondere Segnung. Sie, „die Braut, das Weib des Lammes“ wird geschaut unter dem Bilde der heiligen Stadt, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herniederkommt wie eine „für ihren Mann geschmückte Braut“, und bei ihrem Anblick ertönt eine laute Stimme aus dem Himmel: „Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen!“ Hienieden schon war die Gemeinde „die Behausung Gottes im Geiste“, „der Tempel des lebendigen Gottes“ und dort darf sie ewiglich „die Hütte Gottes“ sein inmitten der erlösten Menschen. (1. Kor. 3,16.17; 2. Kor. 6,16-18; Eph. 2,19-22.)

*) Die Gegenwart Gottes schließt selbstverständlich das Böse und die Bösen aus. (Siehe Offb. 21,8.) Wer nicht in der Zeit der Gnade dürstend und demütig zu der Lebensquelle kam und das frei und umsonst dargebotene Heil sich schenken ließ, dessen Teil ist ewiglich „in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches ist der zweite Tod“. Auch das gehört zu dem ewigen Zustand der Dinge! Die Bibel lehrt sowohl eine ewige Seligkeit als auch eine ewige Verdammnis! (Vgl. Matth. 25,41.46; Mark. 9,43-48.)

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