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JAHRGANG 1917
September 1917

Sonntag, den 9. September 1917


3. Mose 20,6

Ebenso wie jede Art des Götzendienstes sah Gott auch alle Wahrsagerei und Totenbeschwörung als einen Bruch Seiner heiligen Bundesbeziehungen mit Israel an. Immer wieder legt Er den letzteren den Vergleich der Ehe als des heiligsten und innigsten Bundes zugrunde, so daß Er in Seiner Heiligkeit jedes Abweichen Israels aus Seiner Gemeinschaft, jede Hinneigung zu den Mächten und Kräften der Finsternis und zu den Götzen wie die Untreue eines Weibes gegen ihren Gatten empfindet! – Wider alle, welche den dunklen, trügerischen Künsten der Wahrsagerei und der Totenbefragung nachgingen, wandte sich Gottes zürnendes Angesicht im Strafgericht. Wieviel mehr ist das heute der Fall, wo in der Christenheit weit mehr als man weiß, diesen und ähnlichen Lügenkünsten gehuldigt wird!

Welch ein Herabsinken bedeutet es für Menschen, welche sich Christen nennen, wenn sie, um über das Jenseits, die Zukunft oder das Schicksal ihrer Angehörigen etwas zu erfahren, von einer Krankheit oder sonstigen Not befreit zu werden, ihre Zuflucht zu den dunklen und vorwitzigen Lügenkünsten der Wahrsager, der gauklermäßigen Kurpfuscher, der Zauberer und Totenbefrager nehmen! Alle diese und ähnliche Dinge sind offenbare und ganz besonders sträfliche „Werke des Fleisches“ und „Kräfte der Finsternis“, und es wird uns vorhergesagt, daß „die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden“. (Vgl. 5. Mose 18,9-14; Jes. 8,19-20; 44,25; Gal 5,19-21; Offenb. 21,8.27; 22,15). Wer sich irgendwie – aus Neugierde oder Not – mit solchen unreinen Mächten und Künsten in Verbindung setzt, der gerät auch unter deren Bann und schmiedet sich selbst in eine Kette, die er hernach nicht mehr lösen kann! – Wie jene Lügenkünste in Israel fast immer mit dem Namen und dem Worte Jehovas in Verbindung gebracht wurden, so in der Christenheit mit dem Namen Jesu, der heiligen Dreieinigkeit, dem Vaterunser und anderen Anführungen oder Abschriften aus Gottes Wort. Dadurch werden Unbefangene getäuscht und um so leichter in den entsetzlichen Bann der Finsternis hineingezogen! Die Magd in Philippi führte auch fromme Reden und begünstigte die Tätigkeit der Diener Christi; und doch war es ein böser Geist, der aus ihr sprach, und den Paulus sofort als solchen erkannt und austrieb, was ihm die bitterste Wut derer eintrug, welche aus diesem dunklen Geschäft Nutzen gezogen hatten! (Apg. 16,16-19). In unserer ernsten letzten Zeit häuft sich all dieses Treiben finsterer Mächte in der Christenheit und wird noch zunehmen und Tausende bestricken und verderben, welche „die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit“! Es ist dies eine der furchtbarsten Strafen Gottes über den Unglauben und Ungehorsam, mit welchem man das kostbare Evangelium von Christo und von der Erlösung von sich gewiesen hat! (2. Thess. 2,7-12). Mögen die Kinder Gottes sich lösen und fernhalten von allem, was in dieses Gebiet fällt oder zu demselben führt! (Lies Eph. 5,11-13; 2. Tim. 3,13-15).

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