BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1917 -- 8. September
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL -- Erweitert

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1917
September 1917

Sonnabend, den 8. September 1917


3. Mose 20,1-5

Dieses Kapitel enthält die göttlichen Strafbestimmungen über die schon in Kapitel 18 untersagten Laster und Greuel. - Die Kinder dem Götzen Moloch darzubringen*, war eine der schrecklichsten Arten der Abgötterei; sie sollte in Israel mit sofortigem Tode geahndet werden. Gottes Heiligtum in der Mitte Israels wurde dadurch entweiht, Sein Name, nach welchem das Volk genannt war, aufs tiefste entwürdigt, denn Er ist der Gott des Lichtes und der Liebe! Das ganze Volk sollte der Steinigung des Molochanbeters zustimmen; zeigte dasselbe sich aber irgendwie lau und gleichgültig in dieser Sache, so wollte Jehova Selbst mit Macht die Ausrottung des Kindermörders bewirken; denn wie konnte Er solche Grausamkeiten und Greuel inmitten Seines Volkes und Landes dulden? – Gott achtet auch heute die Kinder

* Der Moloch oder Molech der Kanaaniter galt (wie der Milkom der Ammoniter) als der Gott des Unglücks, dessen Zorn durch Menschen-, besonders Kinderopfer beschwichtigt werden mußte. (Vgl. 2.Kön. 3, 26-27). Es gab in dieser Opferung der Kinder verschiedene Abstufungen. Häufig ließ man sie, besonders den erstgeborenen Sohn, durch ein vor dem Götzen angezündetes Feuer hindurchgehen, so daß sie wohl Brandwunden davontrugen, jedoch mit dem Leben davonkamen. (5. Mose 18,10; 2. Kön. 17,17; Hes. 20,31; Jer. 32,35) Vielfach wurden die armen Kleinen auch mit dem Schwerte getötet und dann dem Götzen verbrannt. Die grausamste Art jedoch war, die Kinder lebendig in die Arme des glühend geheizten eisernen Götzen zu legen, wo sie unter Qualen ihr Leben aushauchten. – Es scheint, daß Israel schon in Ägypten und in der Wüste diesen schrecklichen Molochsdienst angenommen hat; und auch später mußte Gott immer wieder die mit demselben verbundenen Greuel unter Seinem Volke sehen und heimsuchen.

Seiner Gläubigen teuer und heilig. (1. Kor. 7,14.). Er will sie frühe für Sich erzogen und gewonnen sehen. (Mark. 10,13-16; Eph. 6,4.) Ja, alle Kinder liebt der HErr mit großer Liebe; Er will nicht, daß sie zum Dienst der Welt, der Eitelkeit und der Sünde aufwachsen und angehalten werden. Er wird alle diejenigen schwer strafen, welche sich an Kindern verfehlt und versündigt haben – sei es durch Lieblosigkeit und Härte, oder durch Verführung zum Bösen irgendwelcher Art! (Lies Matth. 18,1-6.10.14.) Viel ist dem HErrn daran gelegen, daß überall den Kindern Seine kostbare Gnadenbotschaft verständlich und einladend nahegebracht werde, und daß man sie frühe durchs Wort und vor allem durch Vorbild und Beispiel lehre, Ihm zu folgen und zu dienen! Mögen auch heute alle Gläubigen sich ihrer Verantwortung im Blick auf die Jugend unseres Volkes tief bewußt werden!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 06.03.2014 11:03 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)