BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 205 (Der Priester soll keine Hure und keine entehrte oder verstoßene Frau heiraten)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
6. Verbotene Handlungen oder Eigenschaften, die einen Priester entheiligen (3. Mose 21,1-24)

c) Der Priester soll keine Hure und keine entehrte oder verstoßene Frau heiraten (3. Mose 21,7-8)


3. MOSE 21,8

8 Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, der euch heiligt.

Kinder Gottes, welche nach eigenem Willen und eigener Wahl sich verloben und verheiraten, ohne die göttlichen Bedingungen zu beachten, verleugnen damit ihre heilige und gesegnete Stellung als Priester Gottes und zeigen, daß sie ihre kostbaren Vorrechte nicht in Wahrheit verstehen und würdigen! Sie bringen ihr Leben aus der von Gott gewollten Bahn des Segens und machen sich unfähig zu Seinem Dienste. In den meisten Fällen bereiten sie sich viel Herzeleid oder kehren in die Welt, häufig selbst in die Sünde zurück. – Ach, was gäben viele dafür, könnten sie ihre gegen den Willen des HERRN geschlossene Heirat ungeschehen machen! – Wohl sucht sich in den meisten Fällen der Unbekehrte ein möglichst frommes Wesen zu geben, um den gläubigen Teil für sich zu gewinnen. Mancher gibt sogar vor, sich nunmehr bekehrt zu haben, in der Hoffnung, daß es dadurch eher zur Verheiratung kommt. Aber um so gefährlicher und trauriger liegt die Sache! Derartige Scheinbekehrungen halten nur solange vor, bis der Hochzeitstag vorüber ist. Dann zeigt sich bald mit erschreckender Klarheit, daß kein göttliches Werk an der Seele geschehen ist. Der gläubige Teil ist aber tief und bitter enttäuscht und doch für sein ganzes Leben gebunden! Dazu kann er auf seine eigenwillige und ungehorsame Tat hin nicht einmal zuversichtlich die Hilfe und Rettung des HERRN anrufen – die Bibel hatte ihn ja deutlich vorher vor solchem Wege gewarnt! – Ach, daß jedes Kind Gottes rechtzeitig den Rat befolgte: „Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist, denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens!“ (Spr. 4,23).

(Freitag, 21. September 1917)

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