BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 204 (Der Priester soll keine Hure und keine entehrte oder verstoßene Frau heiraten)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
6. Verbotene Handlungen oder Eigenschaften, die einen Priester entheiligen (3. Mose 21,1-24)

c) Der Priester soll keine Hure und keine entehrte oder verstoßene Frau heiraten (3. Mose 21,7-8)


3. MOSE 21,7

7 Sie sollen keine Hure nehmen noch eine Geschwächte oder die von ihrem Mann verstoßen ist; denn er ist heilig seinem Gott.

Dem heiligen Beruf der Priester sollte auch ihre Ehe und ihr häusliches Leben entsprechen. – Von neuem erkennen wir hier, von welcher Bedeutung es für das ganze Leben der Kinder Gottes ist, daß sie ihre hohe, heilige Stellung und Aufgabe als Priester Gottes zu würdigen wissen! Ein Kind Gottes hat kein Recht, sich zu verheiraten nach seinem eigenen Ermessen! „Wisset ihr nicht, daß …. ihr nicht euer selbst seid? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden.“ (1. Kor. 6,19-20)

1. Korinther 6,19-20 -- 19 Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.

Dem Gläubigen, welcher in der Frage der Verlobung und Verheiratung nicht von Anfang an den Willen seines Gottes erforscht und befolgt, kann es nicht gutgehen! Das Neue Testament zeigt uns, daß ein wahrer Christ nach Gottes Gedanken nur innerhalb der Familie Gottes heiraten kann, d.h. nur eine Person, die wie er selbst, ein Kind Gottes, ein erlöstes Eigentum des Herrn Jesu ist. Es heißt hinsichtlich der Verheiratung: „Nur daß es in dem HERRN geschehe!“ Das sagt viel (1. Kor. 7,39; lies 2.Kor. 6,14-18).

1. Korinther 7,39 -- Ein Weib ist gebunden durch das Gesetz, solange ihr Mann lebt; so aber ihr Mann entschläft, ist sie frei, zu heiraten, wen sie will, nur, daß es im HERRN geschehe. / 2. Korinther 6,14-18 -- 14 Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15 Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? 16 Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 17 Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen 18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige HERR."

Anderenfalls ist die Ehe in Gottes Augen unheilig – ein schwerer Verstoß gegen die göttliche Haus- und Familienordnung!* –

* Hier möchte jemand einwenden: In 1. Kor. 7,12-16 nimmt aber Paulus ruhig den Fall an, daß ein wahrer Christ eine unbekehrte Frau – eine Christin einen ungläubigen Mann hat; er sagt sogar: „Der ungläubige Mann ist geheiligt durch das Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch den Bruder (d.h. den gläubigen Mann)!“
1. Korinther 7,12-16 -- 12 Den andern aber sage ich, nicht der HERR: So ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, und sie läßt es sich gefallen, bei ihm zu wohnen, der scheide sich nicht von ihr. 13 Und so ein Weib einen ungläubigen Mann hat, und er läßt es sich gefallen, bei ihr zu wohnen, die scheide sich nicht von ihm. 14 Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durchs Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch den Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. 15 So aber der Ungläubige sich scheidet, so laß ihn scheiden. Es ist der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fällen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen. 16 Denn was weißt du, Weib, ob du den Mann wirst selig machen? Oder du, Mann, was weißt du, ob du das Weib wirst selig machen?
Hier handelt es sich klar und ausschließlich – denn weder der Apostel noch die Schrift überhaupt widerspricht sich - um Menschen, welche verheiratet waren, als der eine Teil sich bekehrte! In solchem Fall kann und soll der nun Bekehrte freudig und zuversichtlich um die Errettung des Ehegenossen beten und demselben in Wandel und Wesen die Herrlichkeit des wahren Christentums vorzuleben suchen! (Lies 1. Petri 3,1-6)
1. Petrus 3,1-6 -- 1 Desgleichen sollen die Weiber ihren Männern untertan sein, auf daß auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden, 2 wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht. 3 Ihr Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhängen oder Kleideranlegen, 4 sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt mit sanftem und stillem Geiste; das ist köstlich vor Gott. 5 Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Männern untertan waren, 6 wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr; deren Töchter ihr geworden seid, so ihr wohltut und euch nicht laßt schüchtern machen.
Es gibt allerdings Fälle, wo der unbekehrte Mann, weil er sich dem HERRN durchaus nicht hingeben will und voll Haß gegen das Christentum seiner Frau ist, dieselbe verläßt – sich von ihr scheiden läßt. Auch der umgekehrte Fall, daß die unbekehrte Frau gegen den Mann so handelt, kommt vor; selbst in solchem tiefschmerzlichen Fall will aber der HERR das Herz des auf Seiner Seite stehenden Gläubigen in Frieden bewahren! ( 1. Kor. 7,15-16)
1. Korinther 7,15-16 -- 15 So aber der Ungläubige sich scheidet, so laß ihn scheiden. Es ist der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fällen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen. 16 Denn was weißt du, Weib, ob du den Mann wirst selig machen? Oder du, Mann, was weißt du, ob du das Weib wirst selig machen?

Wer sich verheiratet, der bindet sich fürs Leben – kein näheres, innigeres Band gibt es, als die eheliche Verbindung! Darum wage es doch kein Kind Gottes, in dieser, einer der ernstesten und bedeutsamsten Lebensfragen Schritte zu tun, ohne den HERRN zu fragen und Seine klare Leitung und Weisung abzuwarten. Er allein kann einem gläubigen Mann die ihm passende Frau – einem gläubigen Mädchen, wenn es heiraten soll, den für sie bestimmten Mann zuführen! Der HERR kennt unser Herz, unseren Charakter und unsere Zukunft besser als wir selbst. Er allein kennt auch voll und ganz den Menschen, mit dem du dich zu verbinden gedenkst, mag dir derselbe noch so edel und rücksichtsvoll erscheinen! Dein HERR liebt dich, Kind Gottes, mit einer so treuen und barmherzigen Liebe, daß – wenn du Ihn für dich wählen und dir raten läßt – die Wahl sich ganz gewiß als gute und reichgesegnete erweisen wird! Das haben schon viele gläubige Männer und Frauen erprobt und ihren Gott zeitlebens dafür gepriesen, daß sie Ihm ihre Ehe von Anfang an in die Hand gegeben haben. Man denke an Luther, an Georg Müller, an Hudson Taylor und viele andere!

(Donnerstag, 20. September 1917)

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