BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 179 (Keine Rache noch Bewahren von Zorn. Deinen Nächsten lieben wie dich selbst)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
4. Wie sich die Heiligkeit des HERRN im täglichen Leben auswirken soll (3. Mose 19,1-37)

l) Keine Rache noch Bewahren von Zorn. Deinen Nächsten lieben wie dich selbst (3. Mose 19,18)


3. MOSE 19,18

18 Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR.

Das natürliche, vom Satan beherrschte Menschenherz glaubt, über eine erfahrene Beleidigung durch Rache zur Ruhe zu kommen. Doch seinen Kindern ruft der Gott aller Gnade zu: „Rächet nie euch selbst, Geliebte!“ (Lies Röm. 12,19.21)

Römer 12,19.21 -- 19 Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: "Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR." … 21 Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Wir sollen auch einander nichts nachtragen. O, wie viel und wie lange tragen Kinder Gottes oft einander nach – man hat nicht von Herzen vergeben! Meinen wir, der HErr werde u n s seine tragende, vergebende Gnade erfahren lassen, wenn wir nicht völlig vergeben? (Lies Matth. 18,21-35; Mark. 11,25-26).

Matthäus 18,21-35 -- 21 Da trat Petrus zu ihm und sprach: HERR, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist's genug siebenmal? 22 Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: Nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal. 23 Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. 24 Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. 25 Da er's nun nicht hatte, zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. 26 Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. 27 Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. 28 Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! 29 Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir; ich will dir's alles bezahlen. 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. 31 Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. 32 Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; 33 solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? 34 Und sein Herr ward sehr zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. 35 Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebt von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler. / Markus 11,25-26 -- 25 Und wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf daß auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehler. 26 Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird euch euer Vater, der im Himmel ist, eure Fehler nicht vergeben.

Sind wir nicht berufen, einander so zu vergeben, wie unser Gott in Christo uns vergeben hat – nämlich so völlig, daß Er alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres geworfen hat und ihrer nie mehr gedenkt? (Kol. 3,13; Hebr. 10,17).

Kolosser 3,13 -- 13 und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. / Hebräer 10,17 -- 17 und ihrer Sünden und Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken."

Schon im Alten Bunde forderte Gott, daß der Israelit „seinen Nächsten liebe, wie sich selbst“. Wir wollen einmal stille stehen und überlegen, was das im praktischen Leben heißt! – Unser Herr Jesus ging unendlich weiter – Er hat uns geliebt und Sich Selbst für uns hingegeben! Jetzt darf unsere Nächstenliebe der Seinigen ähnlich werden; Es wird uns gesagt: „Auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben darzulegen!“ Da wir aber nicht häufig auf solche Probe gestellt werden, so wird uns gezeigt, worin sich unsere Nächstenliebe wieder und wieder betätigen kann: im praktischen Wohltun und Mitteilen den Bedürftigen gegenüber! (Lies 1. Joh. 3,16-17)

1. Johannes 3,16-17 -- 16 Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. 17 Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm?

Möge doch die Liebe Christi unsere Herzen brennend machen und drängen zum Dienst aufopfernder Nächstenliebe! Auch dieses Gebot bekräftigt der HErr mit seiner besonderen Autorität.

(Donnerstag, 7. Juni 1917)

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