BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 296 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

d) Die Brusttasche des Priesters mit 12 Edelsteinen darauf und zwei Losstäben darin (2. Mose 28,15-30)


2. Mose 28,29-30

29 Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amtschild auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige geht, zum Gedächtnis vor dem HERRN allezeit. 30 Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HERRN, daß er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HERRN allewege.

Von dem „Brustschild“ der hohenpriesterlichen Kleidung ist hier die Rede. Es ist auffallend, daß diese Tasche „Brustschild des Gerichts“ heißt [Vers 15] und daß von dem Hohenpriester gesagt wird, daß er das Gericht des Volkes trage! [Vers 30b.]

2. Mose 28,15 -- Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand. / 2. Mose 28,30 -- Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HERRN, daß er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HERRN allewege.

Dies soll heißen, daß der Hohepriester die ganze Verantwortung für das Volk - auch für dessen Sünden und Fehler, die Gott richten muß, trug. Unser großer Hoherpriester, der Herr Jesus im Himmel, fühlt Sich verantwortlich für alle Seine noch auf Erden pilgernden und kämpfenden Erlösten. - Johannes schreibt: „Meine Kinder, dieses schreibe ich euch, damit ihr nicht in Sünde geratet! Wenn aber jemand unter euch gesündigt hat, so haben wir einen Anwalt beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Er ist die Sühne für unsere Sünden!“, d. h. Er macht Sich für dieselben verantwortlich und sucht durch Sein hohepriesterliches Wirken uns im innersten Herzen von unserem Fehltritt zu überführen - aufrichtige, tiefe Reue zu bewirken. Denn Ihm, unserem großen Hirten liegt alles daran, daß unsere Gemeinschaft mit Gott nicht gestört bleibe, sondern wiederhergestellt und vertieft werde. (Lies [Luk. 22,54-62; Joh. 21,15-17]; Hebr. 12,5b-10.)

Lukas 22,54-62 -- 54 Sie griffen ihn aber und führten ihn hin und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgte von ferne. 55 Da zündeten sie ein Feuer an mitten im Hof und setzten sich zusammen; und Petrus setzte sich unter sie. 56 Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah genau auf ihn und sprach: Dieser war auch mit ihm. 57 Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht. 58 Und über eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch deren einer. Petrus aber sprach: Mensch ich bin's nicht. 59 Und über eine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galiläer. 60 Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und alsbald, als er noch redete, krähte der Hahn. 61 Und der HERR wandte sich um und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des HERRN Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 62 Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich. / Johannes 21,15-17 -- 15 Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Jona, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer! 16 Spricht er wieder zum andernmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, HERR, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! 17 Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Jona, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: HERR, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! / Hebräer 12,5-10 -- 5 und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu Kindern: "Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des HERRN und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 6 Denn welchen der HERR liebhat, den züchtigt er; und stäupt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt." 7 So ihr die Züchtigung erduldet, so erbietet sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sind alle teilhaftig geworden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder. 9 Und so wir haben unsre leiblichen Väter zu Züchtigern gehabt und sie gescheut, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem Vater der Geister, daß wir leben? 10 Denn jene haben uns gezüchtigt wenig Tage nach ihrem Dünken, dieser aber zu Nutz, auf daß wir seine Heiligung erlangen.

„Und Aaron soll die Namen der Kinder Israel auf seinem Herzen tragen, so oft er ins Heiligtum hineingeht, zur beständigen Erinnerung vor dem Herrn!“ - Viel mehr als bisher sollten die Kinder Gottes sich freuen, daß das Interesse der ganzen Himmelswelt so stark und beständig auf uns, die Glaubenden hier auf Erden, gerichtet ist - daß Gott und unser Herr Jesus allezeit mit uns beschäftigt - für uns tätig sind: „Dein Hüter schläft nicht! Deine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird nicht zulassen, daß dein Fuß wanke. Siehe, der Hüter Israels - nicht schlummert noch schläft Er! - Ja, der Herr ist dein Hüter und Wächter. Er ist dein Schatten über deiner rechten Hand. Nicht soll die Sonne dich stechen des Tages, noch der Mond des Nachts. Der Herr wird dich behüten vor allem Übel - Er wird behüten deine Seele! - Der Herr überwacht dein Ausgehen und dein Eingehen von nun an bis in Ewigkeit!“ [Lies auch 1. Petr. 3,12.]

1. Petrus 3,12 -- Denn die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des HERRN steht wider die, die Böses tun.

Die meisten Bibelleser beziehen diese Worte fast gänzlich auf den äußerlichen Schutz, den Gott uns angedeihen läßt. Doch ganz kostbar wird uns erst dieser Psalm, wenn wir ihn geistlich auffassen - wenn uns die Behütung unserer Seele - unsere Bewahrung vor Sünde das Wichtigste wird! - Wir dürfen den Herrn Jesus kennen und erfahren lernen als unseren Bewahrer vor Sünde! - Alle Wirkungen des Geistes Gottes in unserem Herzen - alles, was wir aus dem Wort Gottes empfangen für unsere Seele und unseren praktischen Wandel - sämtliche Briefe des Neuen Testaments, wie die Apostel sie den Kindern Gottes zu schreiben beauftragt wurden - alles dies kommt unmittelbar von Gott zu uns und ist jedem demütigen, verständnisvollen Herzen der herrlichste Beweis dafür, daß im Himmel unser gedacht wird - ja, daß alles, was jetzt im Himmel geschieht, unseretwegen geschieht und unsere Erquickung, unser Emporgehobenwerden - praktische Weihe für Gott bezweckt: „Denn dies ist Gottes Wille - eure Heiligung!“

(Donnerstag, 3. Januar 1935)

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