BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 297 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

e) Das Obergewand des Priesters mit goldenen Schellen am Saum unten (2. Mose 28,31-35)


2. Mose 28,31-35

31 Du sollst auch einen Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur. 32 Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, daß er nicht zerreiße. 33 Und unten an seinen Saum sollst du Granatäpfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um, 34 daß eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks. 35 Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, daß man seinen Klang höre, wenn er aus und eingeht in das Heilige vor dem HERRN, auf daß er nicht sterbe.

Hebräer 4,14; 7,26; 8,1.2

4,14 Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. / Hebräer 7,26 -- Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wäre heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sünden abgesondert und höher, denn der Himmel ist; / Hebräer 8,1.2 -- 1 Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel 2 und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaften Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch.

Das dritte Stück der hohepriesterlichen Kleidung ist das zum Ephod gehörende und unter demselben getragene purpurblaue Oberkleid. Es reichte bis über die Knie, und unter ihm sah das bis zu den Füßen reichende weiße Priestergewand, der sogenannte Leibrock, hervor, ebenso bei den Ärmeln. [V. 39.]

2. Mose 28,39 -- Du sollst auch einen engen Rock machen von weißer Leinwand und einen Hut von weißer Leinwand machen und einen gestickten Gürtel.

Der untere Rand des blauen Obergewandes war abwechslungsweise besetzt mit kleinen goldenen Glöckchen (nach den Rabbinen waren es im ganzen 72) und aus dreifarbigem Garn gewirkten Granatäpfeln. Der Klang der Glöckchen sollte, so oft der Hohepriester das Heiligtum betrat und wieder verließ, Gott daran erinnern, daß der Stellvertreter des so sehr geliebten Volkes Ihm nahen durfte. Was Israel einst galt, gilt heute uns: „Ein heiliges Volk bist du dem Herrn, deinem Gott. Denn zu Seinem Eigentumsvolk hat der Herr, dein Gott, dich erwählt aus allen Völkern der Welt, weil Er euch so sehr liebt!“ [Lies 5. Mos. 4,32-40.]

5. Mose 4,32-40 -- 32 Denn frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum andern, ob je solch großes Ding geschehen oder desgleichen je gehört sei, 33 daß ein Volk Gottes Stimme gehört habe aus dem Feuer reden, wie du gehört hast, und dennoch lebest? 34 oder ob Gott versucht habe hineinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk zu nehmen durch Versuchungen, durch Zeichen, durch Wunder, durch Streit und durch eine mächtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch sehr schreckliche Taten, wie das alles der HERR, euer Gott, für euch getan hat in Ägypten vor deinen Augen? 35 Du hast's gesehen, auf daß du wissest, daß der HERR allein Gott ist und keiner mehr. 36 Vom Himmel hat er dich seine Stimme hören lassen, daß er dich züchtigte; und auf Erden hat er dir gezeigt sein großes Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehört. 37 Darum daß er deine Väter geliebt und ihren Samen nach ihnen erwählt hat, hat er dich ausgeführt mit seinem Angesicht durch sein große Kraft aus Ägypten, 38 daß er vertriebe vor dir her große Völker und stärkere, denn du bist, und dich hineinbrächte, daß er dir ihr Land gäbe zum Erbteil, wie es heutigestages steht. 39 So sollst du nun heutigestages wissen und zu Herzen nehmen, daß der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und keiner mehr; 40 daß du haltest seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete: so wird dir's und deinen Kindern nach dir wohl gehen, daß dein Leben lange währe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt ewiglich.

Die blaue Farbe dieses hohepriesterlichen Gewandes weist hin auf den Himmel und sagt uns, daß der persönliche Charakter unseres Herrn Jesu Christi ein durchaus himmlischer war und ist. Vom Himmel kam Er einst auf die Erde als der große Heiland der Menschen und ließ uns in Seiner ganzen Gesinnung und in all Seinem Tun erkennen, wie im Himmel gedacht und gehandelt wird. Mit dem Geiste vom Himmel gesalbt konnte Er hier auf Erden von Sich reden als „des Menschen Sohn, der im Himmel ist“ [Joh. 1,32; 3,13]

Johannes 1,32 -- Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. / Johannes 3,13 -- Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist.

und als „das lebendige Brot, das für die nach Hilfe und Heil hungernden Menschen vom Himmel gekommen“ ist! [Joh. 6,32.33.50.51.]

Johannes 6,32.33.50.51 -- 32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Mose hat euch nicht das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. 33 Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. ... 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, daß ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt.

Die ganze Schrift und insbesondere der Hebräerbrief zeigt uns den Herrn Jesus nun als den auferstandenen und zum Himmel erhöhten Hohenpriester. Im Himmel tut Er Seinen beständigen kraft- und liebevollen Dienst für alle, die der Vater Ihm anvertraut hat: Der Hauptpunkt und die Summe dessen, was wir zu sagen haben, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der Seinen Platz in den Himmeln zur Rechten des Thrones der Majestät Gottes eingenommen hat, und zwar als höchster Diener und Verwalter des Heiligtums, nämlich der wahrhaftigen Stiftshütte, die Gott errichtet hat, nicht ein Mensch!“ - Die Israeliten konnten ihren Hohenpriester, wenn er im Allerheiligsten vor Gott war, nicht sehen, aber sie hörten den Klang der goldenen Glöckchen bei jedem Schritt, den er vor Gott tat. So hat auch unser Hoherpriester, nachdem Er ins himmlische Heiligtum eingegangen ist, Seinen Heiligen Geist herabgesandt, um uns Zeugnis zu geben von Seiner Herrlichkeit und von Seinem unablässigen Flehen und Dienen vor Gott für uns! - Das Zeugnis von einem zum Himmel erhöhten Heiland und von Seinem vollbrachten Erlösungswerke - es tönt uns jetzt aus dem Himmel zu und ergeht an alle Menschen. „Sein Schall geht aus in die ganze Welt und seine Reden zu den Grenzen des Erdkreises.“ „Wie lieblich sind die Füße derer, welche das Evangelium des Friedens verkündigen - welche das Evangelium des Guten ausbreiten!“ (Lies Hebr. 2,1-4.)

Hebräer 2,1-4 -- 1 Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir hören, damit wir nicht dahinfahren. 2 Denn so das Wort festgeworden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Übertretung und jeder Ungehorsam seinen rechten Lohn empfangen hat, 3 wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie zuerst gepredigt ist durch den HERRN, auf uns gekommen ist durch die, so es gehört haben; 4 und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kräften und mit Austeilung des heiligen Geistes nach seinem Willen

[Der persönliche Charakter Christi ist ein durchaus himmlischer - entspricht also völlig der Stätte, an welcher Er jetzt Seinen erhabenen Dienst übt.]

(Freitag, 4. Januar 1934)

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