BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 289 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

c) Der Priesterschurz und die Schulterteile mit Onyxsteinen darauf (2. Mose 28,5-14)


2. Mose 28,8

8 Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand.

Der Gürtel, der das Ephod zusammenhielt, war aus den gleichen Farben gewirkt wie das Ephod selbst. - Der Herr Jesus übt Seinen Dienst im Himmel für uns aus in dem ganzen Wert Seiner Person und in der ganzen Kraft Seiner priesterlichen Stellung als Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte. - Der Gürtel ist im Morgenland das Zeichen des Dienstes. In Luk. 17,8 hören wir, wie ein Herr zu seinem Knechte spricht: „Gürte dich und diene mir!

Lukas 17,8 -- Ist's nicht also, daß er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken?

Es ist ganz ergreifend, daß unser Herr Jesus Sich gleichgemacht hat jenem Knechte in 2. Mos. 21,1-6, welcher sprach: „Ich liebe meinen Herrn! Ich will nicht frei ausgehen. Ich will dienen auf ewig!

2. Mose 21,1-6 -- 1 Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen: 2 So du einen hebräischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst. 3 Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen. 4 Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Söhne oder Töchter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen. 5 Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, 6 so bringe ihn sein Herr vor die "Götter" Richter und halte ihn an die Tür oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.

Ja, auch jetzt im Himmel dient Er uns, Seinen Erlösten und Geliebten, und wird es sogar in der zukünftigen Herrlichkeit ewiglich tun. - In Luk. 12,37 heißt es: „Glückselig jene Knechte, die der Herr bei Seiner Wiederkunft wachend findet! Wahrlich, ist sage euch: Er wird Sich umgürten und sie zu Tische sitzen lassen und dann herumgehen und sie bedienen!“ (Vgl. Offenb. 7,16.17.)

Offenbarung 7,16.17 -- 16 Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hitze; 17 denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.

Ja, unablässig ist der Herr Jesus jetzt in der Herrlichkeit für uns tätig und verwendet Sich beim Vater uns zugut, so daß beständig Darreichungen und Ausschüttungen von Gnade und Barmherzigkeit, von Friede und Kraft aus dem oberen Heiligtum in die erquickungsbedürftigen Herzen lauterer Kinder Gottes herabkommen - Hilfe und Sieg in Versuchung - Kraft und Freude bei aller Schwachheit - himmlische Tröstung in allerlei irdischen Nöten und Bedrängnissen. (Lies Apgesch. 4,31; 13,52; [16,16-25].)

Apostelgeschichte 4,31 -- Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, da sie versammelt waren; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit. / Apostelgeschichte 13,52 -- Die Jünger aber wurden voll Freude und heiligen Geistes. / Apostelgeschichte 16,16-25 -- 16 Es geschah aber, da wir zu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Gewinnst zu mit Wahrsagen. 17 Die folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind die Knechte Gottes des Allerhöchsten, die euch den Weg der Seligkeit verkündigen. 18 Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das wehe, und er wandte sich um und sprach zu dem Geiste: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest. Und er fuhr aus zu derselben Stunde. 19 Da aber die Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Gewinnstes war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten 20 und führten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsere Stadt irre; sie sind Juden 21 und verkündigen eine Weise, welche uns nicht ziemt anzunehmen noch zu tun, weil wir Römer sind. 22 Und das Volk ward erregt wider sie; und die Hauptleute ließen ihnen die Kleider abreißen und hießen sie stäupen. 23 Und da sie sie wohl gestäupt hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und geboten dem Kerkermeister, daß er sie wohl verwahrte. 24 Der, da er solches Gebot empfangen hatte, warf sie in das innerste Gefängnis und legte ihre Füße in den Stock. 25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und es hörten sie die Gefangenen.

Wir dürfen emporblicken in den geöffneten Himmel und im Geiste unseren großen Hohenpriester, Fürsprecher und Anwalt sehen, wie Er dem Thron des Vaters naht für uns! Ihm liegt unsere Heiligung vor allem am Herzen. Sein himmlischer Dienst besteht auch darin, uns alsbald merken zu lassen, wo unsere alte Natur dem göttlichen Geist und Leben noch Hemmungen und Hindernisse bereitet - wo wir tieferer Zerbrechung und Läuterung bedürfen. [Lies Joh. 13,8b; 1. Joh. 3,3; Offenb. 3,19-21.]

Johannes 13,8 -- Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. / 1. Johannes 3,3 -- Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist. / Offenbarung 3,19-21 -- 19 Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße! 20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. 21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl.

Die Ziele, die der Herr Jesus Sich mit uns, Seinen Erlösten, schon für die Jetztzeit gesteckt hat, sind Ihm viel zu hoch und zu heilig, als daß Er mit etwas Geringerem als mit einer wirklichen Heiligung zufrieden sein oder über unsere Fehler und Mängel gleichgültig hinweggehen könnte! Er reinigt uns - Er will uns reinigen, damit wir Ihm mehr Frucht bringen, vorausgesetzt, daß wir aufrichtig und demütig genug sind, aufzumerken und Seine ernst eingreifende Liebe uns dienen zu lassen! - Wenn es hier heißt: „Der gewirkte Gürtel, der über das Ephod kommt, soll von derselben Arbeit, von dem gleichen Stoff sein!“ so liegt darin folgende kostbare Tatsache: Jesu ganzer Dienst für uns steht in völligster Übereinstimmung mit Seinem Wesen und Charakter. Was Er im Dienste für Gott und für uns tut, geht aus Seinem innersten Herzen - aus all der heiligen Liebe hervor, die in Seinem Herzen und Leben für uns zutage trat. Seine Liebe zu uns ist unausforschlich, unerschöpflich, unermüdlich!

(Montag, 24. Dezember 1934)

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