BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 288 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

c) Der Priesterschurz und die Schulterteile mit Onyxsteinen darauf (2. Mose 28,5-14)


2. Mose 28,5-14

5 Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weiße Leinwand. 6 Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, kunstreich; 7 zwei Schulterstücke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden. 8 Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand. 9 Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel, 10 Auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters. 11 Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also daß sie mit Gold umher gefaßt werden. 12 Und sollst sie auf die Schulterstücke des Leibrocks heften, daß es Steine seien zum Gedächtnis für die Kinder Israel, daß Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN zum Gedächtnis. 13 Und sollst goldene Fassungen machen 14 und zwei Ketten von feinem Golde, mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend; und sollst sie an die Fassungen tun.

Das Gold steht bei den zum Ephod verwendeten Farben voran. Es soll uns daran erinnern, daß unser großer Hoherpriester zur himmlischen Herrlichkeit eingegangen ist, um dort allezeit Seinen gnadenvollen Dienst uns zugut vor Gott zu tun: „Da wir nun einen so großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel geschritten ist (bis ins Allerheiligste der Gegenwart Gottes) - Jesus, den Sohn Gottes - so wollen wir freudig an unterem Bekenntnis festhalten und mit Zuversicht dem Gnadenthron nahen, um Barmherzigkeit zu erlangen und Gnade zu finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ - Die anderen vier Farben: Purpurblau, Purpurrot, Karmesin und Weiß kennen wir ja schon gut. Sind es doch die gleichen Farben, in denen die kostbaren Cherubimteppiche gewirkt waren, welche die Stiftshütte bedeckten - die gleichen Farben, die auch die drei verschiedenen Eingangsvorhänge kennzeichneten. Sie weisen uns hier von neuem hin auf alles das, was unser Herr Jesus für uns ist. - Das Blau sagt uns, daß Er der vom Himmel Gekommene und zum Himmel wieder Emporgestiegene ist (vgl. Joh. 3,13; 16,27.28)

Johannes 3,13 -- Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. / Johannes 16,27.28 -- 27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

daß Er, im Himmel völlig vertraut, dort nun für uns lebt und Sich jeden Augenblick dort beim Vater für uns verwendet: „Wir haben einen solchen Hohenpriester, der Sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln, ein Diener des Heiligtums - der wirklichen Stiftshütte!“ - Die rote Purpurfarbe erinnert uns an Sein göttliches Königtum, das bald vor aller Welt zur Geltung kommen wird, wenn Er als König der Könige und Herr der Herren mit Seinem himmlischen Kriegsheer erscheint, um die Welt zu richten und zu reinigen und sie zu Seinem Königreich zu machen. [Vgl. Joh. 18,37; Offenb. 19,11-16.]

Johannes 18,37 -- Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. / Offenbarung 19,11-16 -- 11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der daraufsaß, hieß Treu und Wahrhaftig, und er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. 12 Seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Kronen; und er hatte einen Namen geschrieben, den niemand wußte denn er selbst. 13 Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt "das Wort Gottes". 14 Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer und reiner Leinwand. 15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, daß er damit die Heiden schlüge; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter des Weins des grimmigen Zorns Gottes, des Allmächtigen. 16 Und er hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hüfte also: Ein König aller Könige und ein HERR aller Herren.

Das Karmesinrot läßt uns nicht vergessen, daß unser großer Hoherpriester Selbst durch all die Leiden, Schmerzen und Widrigkeiten geprüft worden ist, die hier auf Erden dem Pilger Gottes auferlegt sind: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht imstande wäre, unsere Schwachheiten mitzuempfinden. Er weiß durchaus, was Versuchung heißt, denn Er ist in jeder Hinsicht ebenso auf die Probe gestellt worden wie wir, nur hat Er nie dabei gesündigt!“ [Hebr. 4,15; vgl. Hebr. 2,10-18.]

Hebräer 4,15 -- Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde. / Hebräer 2,10-18 -- 10 Denn es ziemte dem, um deswillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführt, daß er den Herzog der Seligkeit durch Leiden vollkommen machte. 11 Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden. Darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, 12 und spricht: "Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen." 13 Und abermals: "Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen." und abermals: "Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat." 14 Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, 15 und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten. 16 Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. 17 Daher mußte er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versöhnen die Sünden des Volks. 18 Denn worin er gelitten hat und versucht ist, kann er helfen denen, die versucht werden.

Ja, Er hat auf dem Wege des Gehorsams selbst den Tod erduldet und spricht nun zu mir und zu dir: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, aber siehe, Ich bin lebendig in alle Ewigkeit; und die Schlüssel des Todes und des Totenreiches sind in Meiner Hand!“ - Die Grundfäden des kunstvollen Gewebes waren von weißem Byssus. Sie stellen uns die wunderbare Reinheit und Heiligkeit des Herrn Jesu vor Augen. „Eines solchen Hohenpriesters bedurften wir - einen solchen Hohenpriester hat Gott uns geschenkt: heilig, unberührt vom Bösen, unbefleckt. Aus dem Bereich der Sünde ist Er weggerückt und hoch erhöht worden über alle Himmel!“ - Weit aufgetan wird unser Herz und hoch erfreut unser Geist, wenn wir nun in ganz neuer Weise Verständnis erlangen für die Herrlichkeit und Göttlichkeit Seiner Person, die all Seinem Dienst für uns solch unendlichen Wert verleiht. Wenn schon die Kraft und Wirkung der Fürsprache eines Menschen ganz abhängt von seiner Stellung und dem Wert seiner Persönlichkeit, wie unendlich wertvoll und wirksam ist dann Christi Fürsprache und Fürbitte beim Vater für uns!

(Sonntag, 23. Dezember 1934)

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