BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 290 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

c) Der Priesterschurz und die Schulterteile mit Onyxsteinen darauf (2. Mose 28,5-14)


2. Mose 28,9-12

9 Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel, 10 Auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters. 11 Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also daß sie mit Gold umher gefaßt werden. 12 Und sollst sie auf die Schulterstücke des Leibrocks heften, daß es Steine seien zum Gedächtnis für die Kinder Israel, daß Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN zum Gedächtnis

Die zwei großen Onyxsteine uns dem Ephod, jedenfalls in der länglichen Form der Schulterstücke, waren in Gold gefaßt. Steine des Gedächtnisses hießen sie, weil vor Gott der Kinder Israel gedacht wurde. Auf jedem derselben standen sechs der Namen der zwölf Stämme nach ihrer Geburtsfolge. Aaron sollte, wenn er vor dem Herrn im Heiligtum erschien, stets eingedenk sein, daß er der verantwortliche Vertreter des so sehr von Gott geliebten Volkes war. Die Schulter ist ja der Sitz starker Kraft. [Lies Jes. 9,6 (Luth. 5); 22,22.]

Jesaja 9,5 -- Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst; / Jesaja 22,22 -- Und ich will die Schlüssel zum Hause Davids auf seine Schulter legen, daß er auftue und niemand zuschließe, daß er zuschließe und niemand auftue.

Es soll uns also vor Augen gestellt werden, daß der Herr Jesus all die Erlösten, die Gott Ihm gegeben hat, mit Seiner starken Kraft trägt und zum Ziel hindurchbringt, indem Er jetzt in der himmlischen Herrlichkeit für sie, die noch auf Erden sind, eintritt mit Seiner wirkungsvollen Fürbitte - mit den Gebeten Seines Herzens vor dem Vater! (Lies Joh. [6,37-40; 10,27-30]; 17,6.18-24.)

Johannes 6,37-40 -- 37 Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat. 39 Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich's auferwecke am Jüngsten Tage. 40 Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage/ Johannes 10,27-30 -- 27 Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen. 29 Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. 30 Ich und der Vater sind eins. / Johannes 17,6.18-24 -- 6 Ich habe deinen Namen offenbart den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. ... 18 Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. 19 Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. 20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. 22 Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst. 24 Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegründet ward.

Lesen wir nicht in Luk. 15 von dem verlorenen und gefundenen Schäflein, das der Gute Hirte mit Freuden auf Seine Schulter nimmt und das Er trägt, bis Er es heimgebracht hat zur Herrlichkeit? Er, der alle Dinge trägt und erhält durch das Wort Seiner Macht - wie wird Er nicht vor allen Dingen die sicher hindurchtragen und heimtragen, die Er Sich mit Seinem eigenen Blut erkauft hat? (Vgl. Jes. 46,3.4; 63,9.)

Jesaja 46,3.4 -- 3 Höret mir zu, ihr vom Hause Jakob und alle übrigen vom Hause Israel, die ihr von mir getragen werdet von Mutterleibe an und von der Mutter her auf mir liegt. 4 Ja, ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ich will es tun, ich will heben und tragen und erretten / Jesaja 63,9 -- 9 Wer sie ängstete, der ängstete ihn auch; und der Engel seines Angesichts half ihnen. Er erlöste sie, darum daß er sie liebte und ihrer schonte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.

Daß die Namen der zwölf Stämme in diese Edelsteine eingraviert waren, läßt uns merken, wie teuer und köstlich sie in den Augen Gottes waren. In diesem Licht betrachtet, erscheint uns die Stelle Jes. 43,4-7 überaus bedeutsam!

Jesaja 43,4-7 --4 Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, mußt du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deine Statt und Völker für deine Seele. 5 So fürchte dich nun nicht; denn ich bin bei dir. Ich will vom Morgen deinen Samen bringen und will dich vom Abend sammeln 6 und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Söhne von ferneher und meine Töchter von der Welt Ende, 7 alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich geschaffen habe zu meiner Herrlichkeit und zubereitet und gemacht.

Und eine besondere Begebenheit aus Israels Geschichte steht uns vor Augen: Bileam, der untreue Prophet , mußte gegen seinen Willen - gezwungen von der Macht des Geistes Gottes - die Schönheit und Kostbarkeit des aus Ägypten erlösten Volkes vor den Ohren ihres schlimmsten Feindes ausrufen: „Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! Gleich Tälern breiten sie sich aus - gleich Gärten am Strom; gleich Aloebäumen, die der Herr gepflanzt hat - gleich Zedern am Gewässer!“ - Wenn nun gar jene edlen Schultersteine in Gold gefaßt waren, so soll uns damit die herrliche und ewig sichere Stellung all derer gezeigt werden, deren Namen eingeschrieben sind im Buch des Lebens. Der Herr Jesus ruft Seinen Jüngern zu: „Freuet euch, daß eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!“ - Es ist für die Kinder Gottes von größter Bedeutung, daß sie aus der Schrift, besonders aus den neutestamentlichen Briefen, den großen Unterschied erfassen zwischen ihrem noch sehr unvollkommenen Zustand und ihrer vollkommenen herrlichen Stellung und Segnung in Christus Jesus! Alle Apostel kennen und betonen diesen Unterschied und suchen die Herzen der Erlösten zu befestigen in der Vollkommenheit und Glückseligkeit ihrer ewig sicheren Stellung: „Lob und Preis sei dem großen Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Bereits vor Grundlegung der Welt hat Er uns auserwählt in Jesus, damit wir vor Ihm wären heilig und tadellos in Liebe. Ja, Er wollte uns für Sich Selbst haben und hat uns von Ewigkeit her vorausbestimmt, daß wir Seine Kinder sein sollten durch Jesus. So war es Sein Wille und Sein Wohlgefallen, und so dient es zum Preis Seiner herrlichen Gnade!“ [Vgl. Ps. 45,13-15 (Luth. 14-16); Hes. 16,10-14.]

Psalm 45,14-16 -- 14 Des Königs Tochter drinnen ist ganz herrlich; sie ist mit goldenen Gewändern gekleidet. 15 Man führt sie in gestickten Kleidern zum König; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führt man zu dir. 16 Man führt sie mit Freuden und Wonne, und sie gehen in des Königs Palast. / Hesekiel 16,10-14 -- 10 und kleidete dich mit gestickten Kleidern und zog dir Schuhe von feinem Leder an; ich gab dir köstliche leinene Kleider und seidene Schleier 11 und zierte dich mit Kleinoden und legte dir Geschmeide an deine Arme und Kettlein an deinen Hals 12 und gab dir ein Haarband an deine Stirn und Ohrenringe an deine Ohren und eine schöne Krone auf dein Haupt. 13 So warst du geziert mit eitel Gold und Silber und gekleidet mit eitel Leinwand, Seide und Gesticktem. Du aßest auch eitel Semmel, Honig und Öl und warst überaus schön und bekamst das Königreich. 14 Und dein Ruhm erscholl unter die Heiden deiner Schöne halben, welche ganz vollkommen war durch den Schmuck, so ich an dich gehängt hatte, spricht der Herr, HERR.

(Mittwoch, 26. Dezember 1934)

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