BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 213 (Der Schrecken des HERRN, der Israel vorausgeht, wird Kanaaniter nach und nach vertreiben)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

18. Der Schrecken des HERRN, der Israel vorausgeht, wird Kanaaniter nach und nach vertreiben (2. Mose 23,27-31)


2. MOSE 23,28-30

28 Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter. 29 Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoßen vor dir, auf daß nicht das Land wüst werde und sich wilde Tiere wider dich mehren; 30 einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen, bis du wächsest und das Land besitzest.

Selbst die Natur mußte dem von Gott geliebten und unter Seinem Wohlgefallen stehenden Israel in der Überwindung seiner Feinde zu Hilfe kommen: “Ich werde die Hornisse vor dir hersenden, daß sie vor dir vertreibe die Hewiter, die Kanaaniter und die Hethiter!“ Hornissen sind eine große, ihres schmerzhaften, oft tödlichen Stiches wegen sehr gefürchtete Wespenart. In Jos. 24,12 hören wir, wie Gott auch dieses Wort wahr machte: „Ich sandte die Hornissen vor euch her, und sie vertrieben die Feinde vor euch, die beiden Könige der Amoriter! Siehe, Ich habe euch ein Land gegeben, um das ihr euch nicht gemüht, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, und ihr wohnt darin. Darum fürchtet den Herrn und dient Ihm in Vollkommenheit!“ - Wenn der Herr Sich uns so wunderbar erzeigt - Gnade und Sieg verleiht, dann gilt es doppelt auf der Hut zu sein gegen geistlichen Hochmut, gegen Untreue oder Oberflächlichkeit! Nie ist die Gefahr des Sich-gehen-lassens, des Zurückgeratens größer, als wenn wir auf der Höhe des Glaubens wandeln. Wenn in den Kreisen der Kinder Gottes alle diejenigen ein Zeichen an der Stirne trügen, welche schon wunderbar die Siegeskraft des neuen göttlichen Lebens erfuhren, aber nicht darin geblieben sind - wir würden staunen, schmerzvoll staunen über ihre Zahl! „Darum legt an die ganze Waffenrüstung, die Gott euch zureicht, damit ihr gewappnet seid gegen des Teufels Schliche! Denn unser Kampf geht ja nicht gegen Fleisch und Blut - wir haben es ja nicht nur mit Menschen und menschlichen Widerständen zu tun, sondern wir haben zu kämpfen gegen die Fürstentümer und die Gewaltigen der Finsternis, welche die ganze Welt beherrschen. Ja, mit geistlichen Mächten der Bosheit haben wir zu ringen, die bis in die himmlischen Regionen vordringen und uns da entgegentreten! Darum bedürft ihr der vollen Waffenrüstung Gottes. Legt sie an und gebraucht sie, damit ihr am schlimmen Tage ihnen Widerstand leisten - den Kampf durchführen und nach Besiegung aller Feinde das Feld behaupten könnt!“ [Lies Röm. 13,11-14; 1. Thess. 5,2-11.]

Römer 13,11-14 -- 11 Und weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf (sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir gläubig wurden; 12 die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen): so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. 13 Lasset uns ehrbar wandeln als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid; 14 sondern ziehet an den HERRN Jesus Christus und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. / 1. Thessalonicher 5,2-11 -- 2 denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des HERRN wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. 3 Denn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen. 4 Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. 5 Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 6 So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. 7 Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken; 8 wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. 9 Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern HERRN Jesus Christus, 10 der für uns alle gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. 11 Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut.

Es ist herrlich zu sehen, wie alles Gott zur Verfügung stehen muß, wenn Er Seine Geliebten und Getreuen segnen und ihnen Sieg verleihen will: „Als Israel aus Ägypten zog - das Haus Jakobs aus einem Land fremder Sprache, da war Juda Sein Heiligtum, Israel Seine Herrschaft. Das Meer sah es und floh - der Jordan wandte sich zurück; die Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie junge Schafe. - Was war dir, du Meer, daß du flohest? du Jordan, daß du dich zurückwandtest? ihr Berge, daß ihr hüpftet wie Widder - ihr Hügel, wie junge Schafe? - Die Erde erbebte vor dem Herrn, vor dem Gott Jakobs, der für Sein Volk den Felsen verwandelte in einen Wasserteich, den Kieselfelsen in einen Wasserquell!“ - V. 29.30: Gott ist sehr weise und praktisch in der Erziehung Seiner Kinder. Nicht auf einmal vernichtete Er diese mächtigen feindlichen Völker im Land Kanaan, sondern nur nach und nach, denn so schnell hätte Israel sich doch nicht ansässig machen können in dem geräumigen und reichen Lande. Es wäre dann eine Wüste geworden; die Raubtiere hätten überhand genommen und Menschen und Vieh gefährdet, wie es z. B. nach der Wegführung der zehn Stämme durch die Assyrer geschah! (Lies 2. Kön. 17,24-26; vgl. 3. Mos. 26,22.)

2. Könige 17,24-26 -- 24 Der König aber von Assyrien ließ kommen Leute von Babel, von Kutha, von Avva, von Hamath und Sepharvaim und setzte sie in die Städte in Samaria anstatt der Kinder Israel. Und sie nahmen Samaria ein und wohnten in desselben Städten. 25 Und da sie aber anhoben daselbst zu wohnen und den HERRN nicht fürchteten, sandte der HERR Löwen unter sie, die erwürgten sie. 26 Und sie ließen dem König von Assyrien sagen: Die Heiden, die du hast hergebracht und die Städte Samarias damit besetzt, wissen nichts von der Weise Gottes im Lande; darum hat der HERR Löwen unter sie gesandt, und siehe, dieselben töten sie, weil sie nicht wissen um die Weise Gottes im Lande. / 3. Mose 26,22 -- Und will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreißen und euer weniger machen, und eure Straßen sollen wüst werden.

So besiegen leider viele Kinder Gottes nicht auf einmal ihre Sünden und Charakterfehler! Wir könnten durch unseren großen Heiland zwar lauter Sieg haben, wenn wir uns all Seine Gnade zur Demütigung dienen ließen. Aber ach, es geht über die Schwelle der Bekehrung noch soviel Hochmut und Unzerbrochenheit mit in unser neues Leben! (Lies 1. Kor. 16,13.14; 2. Kor. 13,11; 1. Petr. 5,8-11.)

1. Korinther 16,13.14 -- 13 Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark! 14 Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen! / 2. Korinther 13,11 -- Zuletzt, liebe Brüder, freuet euch, seid vollkommen, tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam! so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. / 1. Petrus 5,8-11 -- 8 Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge. 9 Dem widerstehet, fest im Glauben, und wisset, daß ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. 10 Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. 11 Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

(Dienstag, 9. Oktober 1934)

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Zuletzt geändert am 16.11.2015 12:58 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)