BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

18. Der Schrecken des HERRN, der Israel vorausgeht, wird Kanaaniter nach und nach vertreiben (2. Mose 23,27-31)


2. MOSE 23,27

27 Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben.

Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Völker verwirren, zu denen du kommst, und dir zukehren den Rücken aller deiner Feinde!“ Dieser Schrecken wird hervorgerufen durch die gewaltigen Machttaten Gottes an und für Israel, deren Kunde sich vor dem erlösten Volke her verbreiten, ihre Feinde mit Angst und Beben erfüllen und in Verwirrung bringen wird! Weil der erhabene Herr des Himmels mit Israel war (und: Solange Israel Ihm, seinem Gott, gehorsam und treu war!), ging die Macht der Majestät Gottes von Israel aus, so daß die Völker, die dem schwachen Israel etwa in den Weg treten konnten, dies in keiner Weise wagten - vielmehr schon zum voraus ihre gänzliche Besiegung und Vertilgung durch das Volk Gottes fürchteten! - So sagt ja schon Mose in seinem Siegeslied am Roten Meer: „Herr, Du hast das Volk, das Du Dir erlöst, durch Deine Güte geleitet - hast es durch Deine Stärke zu Deiner heiligen Wohnung gebracht! Das hörten die Völker - sie bebten; Angst ergriff die Bewohner Philistäas, bestürzt wurden die Fürsten Edoms; die Starken Moabs, sie ergriff Beben. Ja, es verzagten alle Bewohner Kanaans! Schrecken und Furcht überfiel sie. Angesichts Deines mächtigen Armes verstummten sie gleich einem Stein, bis hindurchzog Dein Volk - bis hindurchzog Dein Volk, das Du Dir erworben hast, o Gott! - Ja, der Herr wird König sein immer und ewiglich!“ [Vgl. 1. Mos. 35,5; 5. Mos. 11,25; Jos. 2,8-11.]

1. Mose 35,5 -- Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes über die Städte, die um sie her lagen, daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten. / 5. Mose 11,25 -- Niemand wird euch widerstehen können. Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR über alles Land kommen lassen, darauf ihr tretet, wie er euch verheißen hat. / Josua 2,8-11 -- 8 Und ehe denn die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach 9 und sprach zu ihnen: Ich weiß, daß der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist über uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind feig geworden. 10 Denn wir haben gehört, wie der HERR hat das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus Ägypten zoget, und was ihr den zwei Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, wie ihr sie verbannt habt. 11 Und seit wir solches gehört haben, ist unser Herz verzagt und ist kein Mut mehr in jemand vor euch; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden.

Wie Gott dies verheißen hat, so erfüllte es sich in herrlichster Weise, als Josua das Volk in das von starken Völkern besetzte Kanaan führte. Solange dieser gottgeschenkte Führer an der Spitze voranging, schritt Israel von Sieg zu Sieg in der Eroberung des verheißenen Landes. - Ähnliche Siegesverheißungen, wie sie hier dem Volk Israel in irdischer Hinsicht gegeben wurden, werden dem Glauben zu aller Zeit in geistlicher Hinsicht verliehen: „Unser Vertrauen ist der Sieg, der eine ganze Welt überwindet.“ Paulus empfing in einem Nachtgesicht in Korinth das ermutigende Wort: „Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn Ich bin mit dir, und niemand soll dich angreifen oder dir ein Leid antun; denn Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt!“ - Ja, der große Apostel ruft aus: „Gott sei Dank, der uns im Dienste Christi fortwährend Siege feiern läßt! Er führt uns im Siegeszug durch die Welt, und überall wird Christus durch uns den Menschen bekannt wie ein köstlicher Duft neuen Lebens. - Wenn wir das Leben der inneren Vereinigung mit unserem auferstandenen gekrönten Herrn, der auf dem himmlischen Thron sitzt, als eine praktische Wirklichkeit Tag für Tag führen, so erfahren auch wir gerade in den oft mühsamen Kleinigkeiten und Widrigkeiten unseres irdischen Berufes den wunderbaren Sieg und die Kraft Christi! Sagt nicht unser großer Herr Jesus auch zu uns: „Siehe, Ich gebe euch die Gewalt, auf Schlangen und Skorpionen zu treten - Macht über die ganze Kraft des Feindes; und nichts soll euch irgendwie beschädigen!“ - Es ist das Siegesgebet solcher, die in stetem Vertrauen mit ihrem himmlischen Herrn vereinigt sind, welches unsere Gebetskämpfer heute verstehen und beten lernen müssen. Dieses Siegesgebet wird nur möglich sein da, wo die ganze Siegesstellung eines Lebens, verborgen mit Christo in Gott, erfaßt wird. Das hat dann allerdings wunderbar weitreichende Folgen! (Lies Ps. 18,16-19.31-42 [Luth. 17-20.32-43].)

Psalm 18,17-20.32-43 -- 17 Er streckte seine Hand aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern. 18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, 19 die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der HERR ward meine Zuversicht. 20 Und er führte mich aus ins Weite. Er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir ... 32 Denn wo ist ein Gott außer dem HERRN, oder ein Hort außer unserm Gott? 33 Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel. 34 Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen. 35 Er lehrt meine Hand streiten und lehrt meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. 36 Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich; und wenn du mich demütigst, machst du mich groß. 37 Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht wanken. 38 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen, und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. 39 Ich will sie zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und müssen unter meine Füße fallen. 40 Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen. 41 Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstöre. 42 Sie rufen - aber da ist kein Helfer - zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht. 43 Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot auf der Gasse.

(Montag, 8. Oktober 1934)

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