BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 100 (Das Lied Moses: c) Die Wirkung der Rettung Israels auf die Völker)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
C. Israel in der WILDNIS (2. Mose 15-19)

3. Das Lied Moses: c) Die Wirkung der Rettung Israels auf die Völker (2. Mose 15,14-18)


2. MOSE 15,14-18

14 Da das die Völker hörten, erbebten sie; Angst kam die Philister an; 15 da erschraken die Fürsten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig. 16 Es fällt auf sie Erschrecken und Furcht durch deinen großen Arm, daß sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchkomme, das du erworben hast. 17 Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HERR, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HERR, das deine Hand bereitet hat. 18 Der HERR wird König sein immer und ewig.

Es hörten's die Völker, sie bebten; Angst ergriff die Völker Philistäas. Es wurden bestürzt die Fürsten Edoms - die Starken Moabs, sie ergriff Beben; es verzagten alle Bewohner Kanaans. Schrecken und Furcht überfiel sie! Ob der Größe Deines Armes verstummten sie gleich einem Stein - bis hindurchzog Dein Volk, Herr; bis hindurchzog das Volk, das Du erworben hast!“ Moses Lied zeigt uns, wie bei Gott Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins sind. - Was soeben erst geschehen: Israels wunderbare Rettung und der Untergang seines Bedrängers - das sollte bald zu den Ohren aller kanaanitischen Völker gelangen. (Hier ist es gut, eine biblisch-geographische Karte zur Hand zu nehmen. Die bisherigen „Bewohner Kanaans“ bildeten die sieben hamitischen Volksstämme: Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hewiter, Jebusiter. Die Philister wohnten dicht am Mittelländischen Meere, die Edomiter im südöstlichsten Ende von Palästina, südlich vom Toten [Salz-] Meer, die Moabiter östlich desselben.) Kriegsereignisse und sonstige Schreckensnachrichten verbreiten sich merkwürdig schnell. Alle die genannten Völker hörten alsbald von Israels Rettung aus Ägypten, von der alles überwindenden Macht des Gottes Israels, von dem wunderbaren Durchzug des Volkes durchs Rote Meer, von der Vernichtung der Ägypter und von allem, was Gott noch weiter für Sein erlöstes Volk tat. - Daß das, was Mose hier in seinem Siegeslied voraussieht, sich tatsächlich erfüllte, bestätigt uns der geschichtliche Bericht. Die Rahab, welche in der Stadtmauer von Jericho wohnte und die von Josua ausgesandten Kundschafter aufnahm, sagt zu ihnen: „Ich weiß, daß der Herr euch unser Land gegeben hat; denn euer Schrecken ist auf uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch verzagt. Denn wir haben gehört, daß der Herr die Wasser des Schilfmeeres vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter getan habt jenseits des Jordan, dem Sihon und dem Og, die ihr verbannt habt. Ja, wir hörten es, und unser Herz zerschmolz, und es blieb vor euch kein Mut mehr in irgendeinem Menschen. Denn Jehova, euer Gott, ist Gott im Himmel oben und auf der Erde unten!“ [Jos. 2,8-11; lies auch 4. Mos. 14,14; 22,1-3; 5. Mos. 2,4; Jos. 5,1; 9,22-24.]

Josua 2,8-11 -- 8 Und ehe denn die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach 9 und sprach zu ihnen: Ich weiß, daß der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist über uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind feig geworden. 10 Denn wir haben gehört, wie der HERR hat das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus Ägypten zoget, und was ihr den zwei Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, wie ihr sie verbannt habt. 11 Und seit wir solches gehört haben, ist unser Herz verzagt und ist kein Mut mehr in jemand vor euch; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden. / 4. Mose 14,14 -- Und man wird es sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehört haben, daß du, HERR, unter diesem Volk seist, daß du von Angesicht gesehen werdest und deine Wolke stehe über ihnen und du, HERR, gehest vor ihnen her in der Wolkensäule des Tages und Feuersäule des Nachts. ... 22,1 Darnach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab jenseit des Jordans, gegenüber Jericho. 2 Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern; 3 und die Moabiter fürchteten sich sehr vor dem Volk, das so groß war, und den Moabitern graute vor den Kindern Israel; / 5. Mose 2,4 -- Und gebiete dem Volk und sprich: ihr werdet durch das Land eurer Brüder, der Kinder Esau, ziehen, die zu Seir wohnen; und sie werden sich vor euch fürchten. Aber verwahrt euch mit Fleiß / Josua 5,1 -- Da nun alle Könige der Amoriter, die jenseit des Jordans gegen Abend wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der HERR das Wasser des Jordans hatte ausgetrocknet vor den Kindern Israel, bis sie hinübergingen, verzagte ihr Herz, und war kein Mut mehr in ihnen vor den Kindern Israel. ... 9,22 Da rief sie Josua und redete mit ihnen und sprach: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt, ihr seid sehr ferne von uns, so ihr doch unter uns wohnet? 23 Darum sollt ihr verflucht sein, daß unter euch nicht aufhören Knechte, die Holz hauen und Wasser tragen zum Hause meines Gottes. 24 Sie antworteten Josua und sprachen: Es ist deinen Knechten angesagt, daß der HERR, dein Gott, Mose, seinem Knecht, geboten habe, daß er euch das ganze Land geben und vor euch her alle Einwohner des Landes vertilgen wolle. Da fürchteten wir für unser Leben vor euch sehr und haben solches getan.

Mose war im Glauben völlig überzeugt, daß Gottes Absichten und Verheißungen für Sein aus Ägypten erlöstes Volk sich aufs herrlichste erfüllen würden. „Herr, Du wirst Israel bringen und Pflanzen auf den Berg Deines Erbteils - die Stätte, die Du zu Deiner Wohnung gemacht - das Heiligtum, Herr, das Deine Hände bereitet haben!“ - Wir dürfen der himmlischen Wohnung entgegeneilen, die der Herr Jesus uns beim Vater bereitet hat. Dort werden wir ewiglich „gepflanzt sein im Hause des Herrn“: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar!

O laßt uns Ehre geben
Dem, der uns wird erheben
zu seiner Herrlichkeit!

Wir werden Dich, Herr, sehen,
Des Vaters lieb verstehen,
Lobsingen Dir mit ew‘ger Freud!

Der Herr ist König immer und ewiglich!“ Mit dieser erhebenden Tatsache schließt das Triumphlied des Mose. Auch die Propheten und Psalmen kündigen es immer wieder an: „Der Herr thront als König ewiglich!“ - Wie wird es sein, wenn alles, alles nach dem Willen und Sinn dieses Königs sich gestalten wird in Seinem wunderbaren 1000jährigen Reiche auf Erden und dann im ganzen Weltall ewiglich! (Lies Jes. 9,7 [Luth. 6]; Ps. 146,10; Dan. 2,44; 4,3 [Luth. 3,33], 7,13.14; Offenb. 11,15-17.)

Jesaja 9,6 -- auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er's zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth. / Psalm 146,10 -- Der HERR ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja. / Daniel 2,44 -- Aber zur Zeit solcher Königreiche wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Königreich wird auf kein ander Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und verstören; aber es selbst wird ewiglich bleiben; ... 3,33 Denn seine Zeichen sind groß, und seine Wunder mächtig, und sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währt für und für. ... 7,13 Ich sah in diesem Gesicht des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor ihn gebracht. 14 Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergeht, und sein Königreich hat kein Ende. / Offenbarung 11,15-17 -- 15 Und der siebente Engel posaunte: und es wurden große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsers HERRN und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. 16 Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Stühlen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an 17 und sprachen: Wir danken dir, HERR, allmächtiger Gott, der du bist und warest, daß du hast angenommen deine große Kraft und herrschest;

(Samstag, 14. April 1934)

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