BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
April 1934

Sonnabend, den 14. April 1934


2. Mose 15,14-18

Es hörten's die Völker, sie bebten; Angst ergriff die Völker Philistäas. Es wurden bestürzt die Fürsten Edoms - die Starken Moabs, sie ergriff Beben; es verzagten alle Bewohner Kanaans. Schrecken und Furcht überfiel sie! Ob der Größe Deines Armes verstummten sie gleich einem Stein - bis hindurchzog Dein Volk, Herr; bis hindurchzog das Volk, das Du erworben hast!“ Moses Lied zeigt uns, wie bei Gott Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins sind. - Was soeben erst geschehen: Israels wunderbare Rettung und der Untergang seines Bedrängers - das sollte bald zu den Ohren aller kanaanitischen Völker gelangen. (Hier ist es gut, eine biblisch-geographische Karte zur Hand zu nehmen. Die bisherigen „Bewohner Kanaans“ bildeten die sieben hamitischen Volksstämme: Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hewiter, Jebusiter. Die Philister wohnten dicht am Mittelländischen Meere, die Edomiter im südöstlichsten Ende von Palästina, südlich vom Toten [Salz-] Meer, die Moabiter östlich desselben.) Kriegsereignisse und sonstige Schreckensnachrichten verbreiten sich merkwürdig schnell. Alle die genannten Völker hörten alsbald von Israels Rettung aus Ägypten, von der alles überwindenden Macht des Gottes Israels, von dem wunderbaren Durchzug des Volkes durchs Rote Meer, von der Vernichtung der Ägypter und von allem, was Gott noch weiter für Sein erlöstes Volk tat. - Daß das, was Mose hier in seinem Siegeslied voraussieht, sich tatsächlich erfüllte, bestätigt uns der geschichtliche Bericht. Die Rahab, welche in der Stadtmauer von Jericho wohnte und die von Josua ausgesandten Kundschafter aufnahm, sagt zu ihnen: „Ich weiß, daß der Herr euch unser Land gegeben hat; denn euer Schrecken ist auf uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch verzagt. Denn wir haben gehört, daß der Herr die Wasser des Schilfmeeres vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter getan habt jenseits des Jordan, dem Sihon und dem Og, die ihr verbannt habt. Ja, wir hörten es, und unser Herz zerschmolz, und es blieb vor euch kein Mut mehr in irgendeinem Menschen. Denn Jehova, euer Gott, ist Gott im Himmel oben und auf der Erde unten!“ [Jos. 2,8-11; lies auch 4. Mos. 14,14; 22,1-3; 5. Mos. 2,4; Jos. 5,1; 9,22-24.] Mose war im Glauben völlig überzeugt, daß Gottes Absichten und Verheißungen für Sein aus Ägypten erlöstes Volk sich aufs herrlichste erfüllen würden. „Herr, Du wirst Israel bringen und Pflanzen auf den Berg Deines Erbteils - die Stätte, die Du zu Deiner Wohnung gemacht - das Heiligtum, Herr, das Deine Hände bereitet haben!“ - Wir dürfen der himmlischen Wohnung entgegeneilen, die der Herr Jesus uns beim Vater bereitet hat. Dort werden wir ewiglich „gepflanzt sein im Hause des Herrn“: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar!

O laßt uns Ehre geben
Dem, der uns wird erheben
zu seiner Herrlichkeit!

Wir werden Dich, Herr, sehen,
Des Vaters lieb verstehen,
Lobsingen Dir mit ew‘ger Freud!

Der Herr ist König immer und ewiglich!“ Mit dieser erhebenden Tatsache schließt das Triumphlied des Mose. Auch die Propheten und Psalmen kündigen es immer wieder an: „Der Herr thront als König ewiglich!“ - Wie wird es sein, wenn alles, alles nach dem Willen und Sinn dieses Königs sich gestalten wird in Seinem wunderbaren 1000jährigen Reiche auf Erden und dann im ganzen Weltall ewiglich! (Lies Jes. 9,7 [Luth. 6]; Ps. 146,10; Dan. 2,44; 4,3 [Luth. 3,33], 7,13.14; Offenb. 11,15-17.)

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