BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
C. Israel in der WILDNIS (2. Mose 15-19)

4. Das Lied Miriams, der Schwester Aarons (2. Mose 15,19-21)


2. MOSE 15,19-21

19 Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern; und der HERR ließ das Meer wieder über sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer. 20 Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken im Reigen. 21 Und Mirjam sang ihnen vor: Laßt uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Roß und Mann hat er ins Meer gestürzt.

Ähnliche Lieder wie das Siegeslied des Mose legt der Heilige Geist unserem hochgelobten Herrn Jesus in den Mund. Er als der Auferstandene und zum Himmel Erhöhte preist nach vollbrachtem Erlösungswerke Seinen Gott und Vater für den wunderbaren Sieg, den Er erringen durfte auf Golgatha über den Teufel, die Welt und die Sünde. (Lies Ps. 22,21-26 [Luth. 22-27].)

Psalm 22,22-27 -- 22 Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und errette mich von den Einhörnern! 23 Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern; ich will dich in der Gemeinde rühmen. 24 Rühmet den HERRN, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels. 25 Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm schrie, hörte er's. 26 Dich will ich preisen in der großen Gemeinde; ich will mein Gelübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. 27 Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden; und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.

Und wir, Christi erlöstes Volk, dürfen einstimmen in diesen Lobpreis Gottes - uns der wunderbaren Ergebnisse des voll brachten Erlösungswerkes Christi freuen und rühmen ewiglich und schon jetzt! [Vgl. Hebr. 10,19-25.]

Hebräer 10,19-25 -- 19 So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, 20 welchen er uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch, 21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: 22 so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völligem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; 23 und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24 und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken 25 und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern einander ermahnen; und das so viel mehr, soviel ihr sehet, daß sich der Tag naht.

Im Lauf der ersten zweitausend Jahre der Menschheitsgeschichte hatte es einzelne Glaubende und Heilige gegeben. In Israel erblicken wir zum erstenmal ein Volk Gottes auf Erden, in dessen Mitte Gott Selbst nun wohnen will! Dies ist möglich im Blick auf die Erlösung. Doch Gottes Wohnen, Seine Gegenwart unter Seinem Volk erfordert Heiligkeit. Gott kann nur bei denen wohnen, die von der Welt abgesondert und Ihm geweiht sind: „Heiligkeit geziemt Deinem Hause, o Herr!“ - Darum ruft Mose auch aus: ,,Herr, wer ist Dir gleich, herrlich in Heiligkeit!“ - In Seiner Heiligkeit und in Seiner Liebe haben wir Gott nur kennengelernt auf Grund der Erlösung. Denn die Erlösung schließt in sich das Strafgericht über das Böse und die Rettung derer aus Welt und Sünde, welche Gott Sich erwählt hat! Die Macht Gottes, die sich in der Befreiung Seines Volkes erwies, bewirkte gleichzeitig die Vernichtung des Feindes. [Lies Hebr. 2,14.15; 2. Tim. 1,8-10.]

Hebräer 2,14.15 -- 14 Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, 15 und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten. / 2. Timotheus 1,8-10 -- 8 Darum so schäme dich nicht des Zeugnisses unseres HERRN noch meiner, der ich sein Gebundener bin, sondern leide mit für das Evangelium wie ich, nach der Kraft Gottes, 9 der uns hat selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach dem Vorsatz und der Gnade, die uns gegeben ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt, 10 jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsers Heilandes Jesu Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein unvergänglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium

Wir, die Erlösten, dürfen Gott unsere Jubellieder bringen, da Er nicht nur unsere Schuld getilgt hat in dem Blute des Lammes, sondern uns auch befreit hat aus der Macht des Feindes und diesen gerichtet hat, so daß wir nicht nur von der Schuld, sondern auch von aller Furcht befreit sind und uns freuen können vor dem Angesicht Gottes! - Obwohl noch nicht alle Ratschlüsse und Pläne Gottes zur tatsächlichen Erfüllung gelangt sind, so sieht unser Glaube sie doch schon als erfüllt an und preist Gott dafür! - Noch ehe ein Schritt der Wüstenreise gemacht ist, kann Mose hier die Erfüllung aller Gnadenratschlüsse Gottes im Glauben vorausnehmen. Ebenso darf heute der soeben zum Glauben Gekommene sich schon seiner ewigen Rettung und der ewigen Herrlichkeit Gottes rühmen, obwohl er vielleicht noch einen langen, mühevollen Weg durch die Welt vor sich hat, auf welchem allerlei ernste und tiefgreifende Erlebnisse seiner warten. Er ist zu Gott gebracht, obwohl er tatsächlich noch nicht im Himmel angelangt ist! Er gehört jetzt schon zum Hause Gottes, wenn er auch noch nicht dem Leibe nach in den ewigen Wohnungen Gottes angekommen ist! - Dies alles liegt in dem herrlichen Loblied beschlossen, das Mose mit den Kindern Israel am Roten Meer anstimmte. - Die in Vers 14 u. 15 genannten Völker sind Feinde, denen Israel erst später begegnet, doch der Glaube sieht auch sie schon als überwunden an. Wir haben auf dem Wege zur himmlischen Herrlichkeit viel von dem Widerstand und den Anfechtungen des Teufels zu empfinden, aber er ist für unseren Glauben ein überwundener Feind! Unser Glaube ist von vornherein des Sieges gewiß! Allerdings nur unser Glaube kann auf Sieg rechnen, denn nur ihm ist der herrliche Ausgang von Anfang an gesichert. - Als Prophetin und Aarons Schwester leitet Mirjam den Chor der Frauen und fällt mit diesem in den wunderbaren Wechselgesang ein: ,,Singet dem Herrn, denn hoch erhaben ist Er, das Roß und seinen Reiter hat Er ins Meer gestürzt!“ (Lies [Richter 11,30-34]; 1.Sam. 18,6.7.)

Richter 11,30-34 -- 30 Und Jephthah gelobte dem HERRN ein Gelübde und sprach: Gibst du die Kinder Ammon in meine Hand: 31 was zu meiner Haustür heraus mir entgegengeht, wenn ich mit Frieden wiederkomme von den Kindern Ammon, das soll des HERRN sein, und ich will's zum Brandopfer opfern. 32 Also zog Jephthah auf die Kinder Ammon, wider sie zu streiten. Und der HERR gab sie in seine Hände. 33 Und er schlug sie von Aroer an, bis wo man kommt gen Minnith, zwanzig Städte, und bis an den Plan der Weinberge, eine sehr große Schlacht. Und wurden also die Kinder Ammon gedemütigt vor den Kindern Israel. 34 Da nun Jephthah kam gen Mizpa zu seinem Hause, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind, und er hatte sonst keinen Sohn noch Tochter. / 1. Samuel 18,6.7 -- 6 Es begab sich aber, da er wiedergekommen war von des Philisters Schlacht, daß die Weiber aus allen Städten Israels waren gegangen mit Gesang und Reigen, dem König Saul entgegen, mit Pauken, mit Freuden und mit Geigen. 7 Und die Weiber sangen gegeneinander und spielten und sprachen: Saul hat tausend geschlagen, aber David zehntausend.

Dieser Lobgesang hat prophetische Bedeutung für das Volk Israel, denn er reicht hin bis auf die wunderbare Befreiung der gläubigen Israeliten in der letzten großen Drangsalszeit - ja, bis zur Machtherrschaft Christi im Tausendjährigen Königreiche, und bis in die Ewigkeiten hinein ! (Vers 18.)

2. Mose 15, 18 -- 18 Der HERR wird König sein immer und ewig.

(Sonntag, 15. April 1934)

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Zuletzt geändert am 10.07.2015 11:30 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)