BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 091 (Das Lied Moses: a) Der HERR, der uns gerettet hat)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
C. Israel in der WILDNIS (2. Mose 15-19)

1. Das Lied Moses: a) Der HERR, der uns gerettet hat (2. Mose 15,1-3)


2. MOSE 15,1-2

1 Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Roß und Mann hat er ins Meer gestürzt. 2 Der HERR ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.

In diesem Kapitel haben wir den herrlichen Triumphgesang, den Mose mit dem gesamten Volke Israel am Ufer des Roten Meeres anstimmte, als sie die große Macht sahen, die der Herr an den Ägyptern bestätigt hatte, und die für sie selbst Rettung und Heil bedeutete. (Vgl. Kap. 14,31.)

2. Mose 14,31 -- und die große Hand, die der HERR an den Ägyptern erzeigt hatte. Und das Volk fürchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose.

hier feierte die ganze Gemeinde Israel die herrliche Tatsache ihrer Erlösung und zugleich ihre Erhebung zum Volke Gottes vor aller Welt! Durch die glorreiche Errettung aus der Sklaverei Ägyptens hatte der Herr die Nachkommen Abrahams tatsächlich zu Seinem Volke erhöht. Er hatte Sich in der Vernichtung Pharaos und seiner Heeresmacht als den Gott der Götter und als den Herrscher aller Welt verherrlicht, dem keine Gewalt dieser Erde ungestraft trotzen wird. - Bis zu diesem Augenblick haben wir kein Loblied aus Israels Munde vernommen. Wohl hatte es bittere Klagen gegeben in den Ziegelhütten Ägyptens und Angstgeschrei beim Herannahen des mächtigen Kriegsheeres Pharaos. Nun aber, als Israel die toten Ägypter durch das Meer ans Ufer gespült sah - selbst auf dem sicheren Boden eines neuen Landes stehend - da öffnete die ganze erlöste Gemeinde den Mund zu einem mächtigen Lobgesang Gottes. Heraufgekommen aus ihrer „Taufe in der Wolke und in dem Meere“ (1. Kor. 10,1.2),

1. Korinther 10,1.2 -- 1 Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsre Väter sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen 2 und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und dem Meer

den Beweis völligen Sieges und völliger Befreiung vor ihren Augen, stimmten 600 000 Männer dieses wunderbare Lied an. Welch ein Anblick, - welch ein Jubel - welch eine Gnade! Mose selbst ist es vor allem, vor dessen Seele die Herrlichkeit, Treue und Rettermacht seines Gottes überaus erhaben dasteht. In der Kraft des Heiligen Geistes wird ihm dieses Lied geschenkt, und er lehrt es das Volk, das von ganzem Herzen in den Lobpreis seines großen Retter-Gottes einstimmt. die wunderbare Befreiung Israels aus Ägypten bildete ja eine Tatsache von bleibender Bedeutung, von Ewigkeitsbedeutung für das Volk Israel. - Das Loblied Moses - das erste in der Bibel! - gibt den Grundton und das Muster ab für alle Lobgesänge des Volkes Gottes zu allen Zeiten! Es stehen uns da gleich viele Psalmen, der Jubelgesang einer Hanna und einer Maria, das Anbetungslied eines Jesaja [Kap. 12] und der Ruhm Gottes im Munde Jeremias [Kap. 10,6-16] vor unseren Augen.

Jeremia 10,6-16 -- 6 Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, und kannst es mit der Tat beweisen. 7 Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Heiden? Dir sollte man gehorchen; denn es ist unter allen Weisen der Heiden und in allen Königreichen deinesgleichen nicht. 8 Sie sind allzumal Narren und Toren; denn ein Holz muß ja ein nichtiger Gottesdienst sein. 9 Silbernes Blech bringt man aus Tharsis, Gold aus Uphas, durch den Meister und Goldschmied zugerichtet; blauen und roten Purpur zieht man ihm an, und ist alles der Weisen Werk. 10 Aber der HERR ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewiger König. Vor seinem Zorn bebt die Erde, und die Heiden können sein Drohen nicht ertragen. 11 So sprecht nun zu ihnen also: Die Götter, die Himmel und Erde nicht gemacht haben, müssen vertilgt werden von der Erde und unter dem Himmel. 12 Er hat aber die Erde durch seine Kraft gemacht und den Weltkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand. 13 Wenn er donnert, so ist des Wassers die Menge unter dem Himmel, und er zieht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und läßt den Wind kommen aus seinen Vorratskammern. 14 Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede bestehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trügerei und haben kein Leben. 15 Es ist eitel Nichts und ein verführerisches Werk; sie müssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden. 16 Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern er ist's, der alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbteil. Er heißt HERR Zebaoth.

Ja, noch im letzten Buche unserer Bibel, in Offenb. 15, sehen wir die israelitischen Überwinder der Endzeit, welche durch ihre Treue gegen ihren Gott der Macht des Tieres, seines Bildes und der Zahl seines Namens widerstanden haben, am kristallnen Meer stehen mit Gottes Harfen in ihren Händen. Das Lied, welches sie anstimmen, ist der Lobpreis Jesu Christi, des Lammes Gottes. Auch dieses Lied klingt so stark an den einstigen Siegesgesang Israels am Roten Meer, daß der Seher Johannes geradezu sagt: „Sie singen das Lied des Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes!“ (Lies Offenb. 15,1-4!)

Offenbarung 15,1-4 -- 1 Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, das war groß und wundersam: sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit denselben ist vollendet der Zorn Gottes. 2 Und ich sah wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemengt; und die den Sieg behalten hatten an dem Tier und seinem Bild und seinem Malzeichen und seines Namens Zahl, standen an dem gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes 3 und sangen das Lied Mose's, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprachen: Groß und wundersam sind deine Werke, HERR, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiden! 4 Wer sollte dich nicht fürchten, HERR und deinen Namen preisen? Denn du bist allein heilig. Denn alle Heiden werden kommen und anbeten vor dir; denn deine Urteile sind offenbar geworden.

Auf Grund der durch unseren Herrn Jesus auf Golgatha vollbrachten Erlösung hat Gott Sich aus dem Ägypten dieser Welt ein für den Himmel bestimmtes Eigentumsvolk erlöst, eine heilige Nation, eine Schar von Königen und Priestern, welche schon jetzt in dieser dunklen Welt die herrlichen Eigenschaften Gottes mit ihrem Wandel und Leben verkündigen, der sie berufen hat aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht - aus der Gewalt Satans zu Gottes ewiger Herrlichkeit! - Dem Sündenverderben entronnen, sind ihre Füße gestellt auf den Fels des Heils - sind ihre Herzen schon jetzt versetzt in das Königreich des geliebten Sohnes Gottes! – Darum stehen sie im Geiste jetzt schon vor dem Throne Gottes und dürfen mitten in den Proben und Schwierigkeiten des Alltags Überwinder sein. Wie Moses das Siegeslied in die Herzen des befreiten Israel pflanzte, so stimmt unser auferstandener und gekrönter Führer und Herr in unseren Herzen täglich neu den Lobpreis Seinem Gott und Vater an. Die Freude über unser Heil, die Anbetung über unsere Errettung, darf ausströmen in Huldigung vor unserem Gott! (Vgl. 1. Tim. 1,15-17; 1. Petr. 1,3.4.)

1. Timotheus 1,15-17 -- 15 Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich der vornehmste bin. 16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf daß an mir vornehmlich Jesus Christus erzeigte alle Geduld, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. 17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren und allein Weisen, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen. / 1. Petrus 1,3.4 -- 3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel

(Donnerstag, 5. April 1934)

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