BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 010 (In Ägypten schreien die Israeliten zu Gott. Er erhört ihr Wehklagen und nimmt sich ihrer an)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

6. In Ägypten schreien die Israeliten zu Gott. Er erhört ihr Wehklagen und nimmt sich ihrer an (2. Mose 2,23-25)


2. MOSE 2,23-25

23 Lange Zeit aber darnach starb der König in Ägypten. Und die Kinder Israel seufzten über ihre Arbeit und schrieen, und ihr Schreien über ihre Arbeit kam vor Gott. 24 Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob; 25 und er sah darein und nahm sich ihrer an.

Wir tun hier zwischenhinein einen Blick nach Ägypten. Der Pharao, an dessen Hofe Moses gewesen, starb. Wenn dieses hier erwähnt wird, so können wir daraus schließen, daß die Israeliten von einem Thronwechsel vielleicht Besserung ihrer schweren Lage erhofften! Doch scheinen sie sich in dieser Hoffnung gründlich getäuscht zu haben. Der neue Herrscher gestaltete ihr Sklavenjoch noch härter, so daß sie unter der harten Fronarbeit seufzten und schrien. Wenn sie unter ihrem Jammer auch noch nicht wirklich bis zu Gott umgekehrt waren – Ihn noch nicht wiedergefunden hatten, dem ihre Väter einst so nahestanden, so blickte doch Gott voll Erbarmen auf sie nieder, und ihr Wehklagen ging Ihm tief zu Herzen! – Selbst wenn Menschen in ihrem Jammer noch nicht bis zum Herzen Gottes durchgedrungen sind, so ist Gottes Herz doch schon von tiefem Erbarmen über sie erfüllt, und Er sieht darauf, wie Er durch die große Not ihr Innerstes erreiche und sie in die Verfassung wahrer Buße und Beugung bringe, die zu einer lebendigen und nahen Gemeinschaft mit Ihm führen kann.(Lies Ps. 89,30-33 [Luth. 31-34]; Jer. 31,18-20.)

Psalm 89,31-34 -- 31 Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln, 32 so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, 33 so will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen; 34 aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen trügen. / Jeremia 31,18-20 -- 18 Ich habe wohl gehört, wie Ephraim klagt: "Du hast mich gezüchtigt, und ich bin auch gezüchtigt wie ein ungebändigtes Kalb; bekehre mich du, so werde ich bekehrt; denn du, HERR, bist mein Gott. 19 Da ich bekehrt ward, tat ich Buße; denn nachdem ich gewitzigt bin, schlage ich mich auf die Hüfte. Ich bin zu Schanden geworden und stehe schamrot; denn ich muß leiden den Hohn meiner Jugend." 20 Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein trautes Kind? Denn ich gedenke noch wohl daran, was ich ihm geredet habe; darum bricht mir mein Herz gegen ihn, daß ich mich sein erbarmen muß, spricht der HERR.

Wir hören hier: „Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob!“ Hatten auch die Nachkommen dieser gesegneten Patriarchen ihres Gottes vergessen und sich in den ägyptischen Götzendienst verstrickt, so hatte Gott doch keineswegs vergessen, was Er mit diesem Volke vorhatte! – Doch wieviel Mühe kostete es Ihn, die Kinder Israel aus ihrer inneren Gottesferne zurückzuholen! [Hes. 20,5-11.]

Hesekiel 20,5-11 -- 5 und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, HERR: Zu der Zeit, da ich Israel erwählte, erhob ich meine Hand zu dem Samen des Hauses Jakob und gab mich ihnen zu erkennen in Ägyptenland. Ja, ich erhob meine Hand zu ihnen und sprach: Ich bin der HERR, euer Gott. 6 Ich erhob aber zur selben Zeit meine Hand, daß ich sie führte aus Ägyptenland in ein Land, das ich ihnen ersehen hatte, das mit Milch und Honig fließt, ein edles Land vor allen Ländern, 7 und sprach zu ihnen: Ein jeglicher werfe weg die Greuel vor seinen Augen, und verunreinigt euch nicht an den Götzen Ägyptens! denn ich bin der HERR, euer Gott. 8 Sie aber waren mir ungehorsam und wollten nicht gehorchen und warf ihrer keiner weg die Greuel vor seinen Augen und verließen die Götzen Ägyptens nicht. Da dachte ich meinem Grimm über sie auszuschütten und all mein Zorn über sie gehen zu lassen noch in Ägyptenland. 9 Aber ich ließ es um meines Namens willen, daß er nicht entheiligt würde vor den Heiden, unter denen sie waren und vor denen ich mich ihnen hatte zu erkennen gegeben, daß ich sie aus Ägyptenland führen wollte. 10 Und da ich sie aus Ägyptenland geführt hatte und in die Wüste gebracht, 11 gab ich ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Rechte, durch welche lebt der Mensch, der sie hält.

Gott ist Liebegöttliche, heilige Liebe, aber wieviel Arbeit hat diese Liebe mit uns, ehe wir sie wirklich verstehen und auf ihre hohen Absichten und Ziele eingehen! [Lies Hos. 2,14-23 (Luth. 16-25).]

Hosea 2,16-25 -- 16 Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und freundlich mit ihr reden. 17 Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort und das Tal Achor zum Tor der Hoffnung. Und daselbst wird sie singen wie zur Zeit ihrer Jugend, da sie aus Ägyptenland zog. 18 Alsdann spricht der HERR, wirst du mich heißen "mein Mann" und mich nicht mehr "mein Baal" heißen. 19 Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, daß man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll. 20 Und ich will zur selben Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm auf Erden und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen. 21 Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit. 22 Ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben und du wirst den HERRN erkennen. 23 Zur selben Zeit, spricht der HERR, will ich erhören, ich will den Himmel erhören und der Himmel soll die Erde erhören, 24 und die Erde soll Korn, Most und Öl erhören, und diese sollen Jesreel erhören. 25 Und ich will sie mir auf Erden zum Samen behalten und mich erbarmen über die, so in Ungnaden war, und sagen zu dem, das nicht mein Volk war: Du bist mein Volk; und es wird sagen: Du bist mein Gott.

David jubelt nach langer, schwerer Zeit: „Ich will frohlocken und mich freuen in Deiner Güte; denn du hast mein Elend angesehen – hast Kenntnis genommen von den Bedrängnissen meiner Seele!“ Er hat es erfahren: „Siehe, das Auge des Herrn ist gerichtet auf die, welche Ihn fürchten – auf die, die auf Seine Güte harren. Er wird ihre Seele vom Tode erretten und sie am Leben erhalten in der Hungersnot!“ (Vgl. Jes. 12,1-6.)

Jesaja 12,1-6 -- 1 Zu derselben Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, daß du zornig bist gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat und tröstest mich. 2 Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil. 3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen 4 und werdet sagen zu derselben Zeit: Danket dem HERRN, prediget seinen Namen; machet kund unter den Völkern sein Tun; verkündiget, wie sein Name so hoch ist. 5 Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. 6 Jauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir.
Der du einsam, elend bist
Dem nur Not und Angst begegnen,
Dessen Schmerz kein Mensch ermißt,
Komm, denn Jesus will dich segnen!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!
Der du friedlos, hilflos ringst
Unter schwerer Sünde Ketten,
Mutlos in Verzweiflung sinkst,
Komm, denn Jesus will dich retten!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!


Und du, der enttäuscht, verführt
Von dem Nichts des eitlen Lebens,
Alles Hoffen fast verlierst,
Komm, du tust es nicht vergebens!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!
Der du vor der Zukunft bang
Zitterst voller Furcht und Grauen,
Komm Er wartet schon so lang,
Du kannst völlig Ihm vertrauen!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!
(Aus: Lieder voll Kampf und Herrlichkeit“ von H. E. Alexander.)

(Donnerstag, 11. Januar 1934)

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