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JAHRGANG 1934
Januar 1934

Donnerstag, den 11. Januar 1934


2. Mose 2,23-25

Wir tun hier zwischenhinein einen Blick nach Ägypten. Der Pharao, an dessen Hofe Moses gewesen, starb. Wenn dieses hier erwähnt wird, so können wir daraus schließen, daß die Israeliten von einem Thronwechsel vielleicht Besserung ihrer schweren Lage erhofften! Doch scheinen sie sich in dieser Hoffnung gründlich getäuscht zu haben. Der neue Herrscher gestaltete ihr Sklavenjoch noch härter, so daß sie unter der harten Fronarbeit seufzten und schrien. Wenn sie unter ihrem Jammer auch noch nicht wirklich bis zu Gott umgekehrt waren – Ihn noch nicht wiedergefunden hatten, dem ihre Väter einst so nahestanden, so blickte doch Gott voll Erbarmen auf sie nieder, und ihr Wehklagen ging Ihm tief zu Herzen! – Selbst wenn Menschen in ihrem Jammer noch nicht bis zum Herzen Gottes durchgedrungen sind, so ist Gottes Herz doch schon von tiefem Erbarmen über sie erfüllt, und Er sieht darauf, wie Er durch die große Not ihr Innerstes erreiche und sie in die Verfassung wahrer Buße und Beugung bringe, die zu einer lebendigen und nahen Gemeinschaft mit Ihm führen kann.(Lies Ps. 89,30-33 [Luth. 31-34]; Jer. 31,18-20.) – Wir hören hier: „Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob!“ Hatten auch die Nachkommen dieser gesegneten Patriarchen ihres Gottes vergessen und sich in den ägyptischen Götzendienst verstrickt, so hatte Gott doch keineswegs vergessen, was Er mit diesem Volke vorhatte! – Doch wieviel Mühe kostete es Ihn, die Kinder Israel aus ihrer inneren Gottesferne zurückzuholen! [Hes. 20,5-11.] – Gott ist Liebegöttliche, heilige Liebe, aber wieviel Arbeit hat diese Liebe mit uns, ehe wir sie wirklich verstehen und auf ihre hohen Absichten und Ziele eingehen! [Lies Hos. 2,14-23 (Luth. 16-25).] – David jubelt nach langer, schwerer Zeit: „Ich will frohlocken und mich freuen in Deiner Güte; denn du hast mein Elend angesehen – hast Kenntnis genommen von den Bedrängnissen meiner Seele!“ Er hat es erfahren: „Siehe, das Auge des Herrn ist gerichtet auf die, welche Ihn fürchten – auf die, die auf Seine Güte harren. Er wird ihre Seele vom Tode erretten und sie am Leben erhalten in der Hungersnot!“ (Vgl. Jes. 12,1-6.)

Der du einsam, elend bist
Dem nur Not und Angst begegnen,
Dessen Schmerz kein Mensch ermißt,
Komm, denn Jesus will dich segnen!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!
Der du friedlos, hilflos ringst
Unter schwerer Sünde Ketten,
Mutlos in Verzweiflung sinkst,
Komm, denn Jesus will dich retten!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!


Und du, der enttäuscht, verführt
Von dem Nichts des eitlen Lebens,
Alles Hoffen fast verlierst,
Komm, du tust es nicht vergebens!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!
Der du vor der Zukunft bang
Zitterst voller Furcht und Grauen,
Komm Er wartet schon so lang,
Du kannst völlig Ihm vertrauen!
Lege deine Last auf Ihn,
alle deine Not Ihm sage!
Sein Herz hört auf deine Klage,
O leg´ alle Last auf Ihn!
(Aus: Lieder voll Kampf und Herrlichkeit“ von H. E. Alexander.)

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Zuletzt geändert am 17.03.2014 11:10 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)