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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 720 ( Jakobs Weissagungen über seine zwölf Söhne )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

47. Jakobs Weissagungen über seine zwölf Söhne (1. Mose 49,1-27)

a) Einleitung und Weissagung über RUBEN, Jakobs Sohn von Lea (1. Mose 49,1-4)


1. MOSE 49,1-4

1 Und Jakob berief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, daß ich euch verkündige, was euch begegnen wird in künftigen Zeiten. 2 Kommt zuhauf und höret zu, ihr Kinder Jakobs, und höret euren Vater Israel. 3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft, und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht. 4 Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht mit dem Aufsteigen.

SPRÜCHE 8,32-36

32 So gehorchet mir nun, meine Kinder. Wohl denen, die meine Wege halten! 33 Höret die Zucht und werdet weise und lasset sie nicht fahren. 34 Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, daß er wache an meiner Tür täglich, daß er warte an den Pfosten meiner Tür. 35 Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefallen vom HERRN erlangen. 36 Wer aber an mir sündigt, der verletzt seine Seele. Alle, die mich hassen, lieben den Tod.

Nachdem Jakob die beiden Söhne Josephs adoptiert und gesegnet hatte, rief er seine eigenen Söhne herzu. In gehobener, feierlicher Stimmung sprach er: „Versammelt euch, damit ich euch verkündige, was euch in der Zukunft begegnen wird.“ In Ehrfurcht umgaben die wettergebräunten Männer das Lager ihres sterbenden Vaters. Sie sahen wohl, daß sein Ende nahe war, aber sein Geist war stark und emporgehoben in das reine Licht prophetischer Schau. Angesichts der nahen Ewigkeit lauschten sie ehrfürchtig auf seine letzten Worte. Was Jakob aussprach, waren allerdings nicht nur Segnungen, sondern es waren prophetische Vorausblicke in den Werdegang jedes einzelnen. – Zunächst ruhte sein Blick auf dem Erstgeborenen, auf Ruben! In der Erstgeburt lagen ja besondere Segenskräfte: „Vorzug an Hoheit“ und „Vorzüge an Macht!“ Aber durch eine schwere Sünde hatte Ruben diese Vorrechte und Segnungen eingebüßt. (Vgl. 1. Mose 35,21.22; 1. Chron. 5,1.2.)

1. Mose 35,21.22 -- 21 Und Israel zog aus und richtete seine Hütte auf jenseit des Turms Eder. 22 Und es begab sich, da Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweib; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwölf Söhne. / 1. Chronik 5,1.2 -- 1 Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels (denn er war der erste Sohn; aber damit, daß er seines Vaters Bett entweihte, war seine Erstgeburt gegeben den Kinder Josephs, des Sohnes Israels, und er ward nicht aufgezeichnet zur Erstgeburt; 2 denn Juda, der mächtig war unter seinen Brüdern, dem ward das Fürstentum vor ihm gegeben, und Joseph die Erstgeburt).

In überwallender Leidenschaft hatte er das Bett seines Vaters befleckt. Sein leichtfertiger Charakter ließ ihn so tief fallen. Der Fluch dieser Sünde begleitete nicht nur sein Leben, sondern erstreckte sich auf seine ganze Nachkommenschaft, was uns die spätere Geschichte zeigt. Der Stamm Ruben erlangte weder religiös noch politisch irgendwelche Bedeutung. Kein hervorragender Mann ging aus ihm hervor, nur von drei Empörern wird uns in 4. Mose 16,1-3 erzählt.

4. Mose 16,1-3 -- 1 Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, samt Dathan und Abiram, den Söhnen Eliabs, und On, dem Sohn Peleths, den Söhnen Rubens, 2 die empörten sich wider Mose samt etlichen Männern unter den Kindern Israel, zweihundertundfünfzig, Vornehmste in der Gemeinde, Ratsherren und namhafte Leute. 3 Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr macht's zu viel. Denn die ganze Gemeinde ist überall heilig, und der HERR ist unter ihnen; warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des HERRN?

So sehen wir auch hier: Keine Sünde rächt sich so sehr wie die geschlechtliche Sünde! Nichts streitet so sehr wider die Seele und verdirbt so das innere und äußere Leben wie die fleischlichen Lüste, in welcher Form sie auch sich äußern mögen. Es wird uns zugerufen: „Flieht die Unzucht! Jede andere Sünde, die ein Mensch begeht, geschieht außerhalb des Leibes. Der Unzüchtige aber versündigt sich unmittelbar gegen seinen eigenen Leib!“ [Lies 1. Kor. 6,18-20; Offb. 21,8; 22,13-15.]

1. Korinther 6,18-20 -- 18 Fliehet der Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außer seinem Leibe; wer aber hurt, der sündigt an seinem eigenen Leibe. 19 Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes. / Offenbarung 21,8 -- Der Verzagten aber und Ungläubigen und Greulichen und Totschläger und Hurer und Zauberer und Abgöttischen und aller Lügner, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der andere Tod. / Offenbarung 22,13-15 -- 13 Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. 14 Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt. 15 Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge.

(Montag, 26. April 1954)

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