BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

41. Josef bringt Jakob vor den Pharao. Der 130-jährige Jakob segnet den Pharao (1. Mose 47,7-10)


1. MOSE 47,7.10

7 Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao. ... 10 Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm.

2. MOSE 20,12

12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, daß dir der HERR, dein Gott, gibt.

Auch seinen Vater Jakob führte Joseph vor den Pharao. Er schämte sich des alten Mannes durchaus nicht, umgab ihn vielmehr mit zärtlicher Liebe und Ehrfurcht. Wie viele Menschen können sich hier ein Vorbild an Josep nehmen! Leider ist es ein Zeichen unserer Zeit, daß die Ehrfurcht vor den Eltern, ja überhaupt vor älteren Personen, sehr geschwunden ist und die Jugend das Alter meist wenig zu schätzen weiß. Und doch knüpft die Heilige Schrift so viele Segnungen an eine ehrfürchtige Stellung den älteren Menschen gegenüber. Haben sie doch im Leben schon viele Erfahrungen gesammelt und gar manches geleistet, was wir erst noch erreichen und von ihnen lernen müssen. Gott hat Leben und Wohlergehen für uns daran geknüpft, wenn wir Vater und Mutter – überhaupt das Alter – ehren. Tust du es, lieber Freund? „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren, du sollst dich fürchten vor dem Herrn, deinem Gott!“ [Lies Spr. 23,22-25; 1. Kön. 12,6-11.16-19.]

Sprüche 23,22-25 -- 22 Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird. 23 Kaufe Wahrheit, und verkaufe sie nicht, Weisheit, Zucht und Verstand. 24 Der Vater eines Gerechten freut sich; und wer einen Weisen gezeugt hat, ist fröhlich darüber. 25 Laß sich deinen Vater und deine Mutter freuen, und fröhlich sein, die dich geboren hat./ 1. Könige 12,6-11.16-19 -- 6 Und der König Rehabeam hielt einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo standen, da er lebte, und sprach: Wie ratet ihr, daß wir diesem Volk eine Antwort geben? 7 Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und ihnen zu Willen sein und sie erhören und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertänig sein dein Leben lang. 8 Aber er ließ außer acht der Ältesten Rat, den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen. 9 Und er sprach zu Ihnen: Was ratet ihr, daß wir antworten diesem Volk, die zu mir gesagt haben: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns gelegt hat? 10 Und die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm: Du sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: "Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; mache du es uns leichter", also sagen: Mein kleinster Finger soll dicker sein denn meines Vaters Lenden. 11 Nun, mein Vater hat auf euch ein schweres Joch geladen; ich aber will des noch mehr über euch machen: Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt; ich will euch mit Skorpionen Stachelpeitschen züchtigen. ... 16 Da aber das ganze Israel sah, daß der König nicht auf sie hören wollte, gab das Volk dem König eine Antwort und sprach: Was haben wir für Teil an David oder Erbe am Sohn Isais? Israel, hebe dich zu deinen Hütten! So, siehe nun du zu deinem Hause, David! Also ging Israel in seine Hütten, 17 daß Rehabeam regierte nur über die Kinder Israel, die in den Städten Juda's wohnten. 18 Und da der König Rehabeam hinsandte Adoram, den Rentmeister, warf ihn ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der König Rehabeam stieg stracks auf einen Wagen, daß er flöhe gen Jerusalem. 19 Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.

Die Ehrfurcht vor dem Alter darf uns Gläubige kennzeichnen, denn sie gehört ganz nahe zur Ehrfurcht vor Gott! – Als der alte, ehrwürdige Patriarch vor den Pharao trat, da verneigte sich dieser vor ihm, und Jakob hob die Hand und segnete ihn! Das war etwas noch nie Dagewesenes und versetzte auch die Umstehenden in Staunen. Wir aber denken an das Wort aus Hebräer 7,7: „Es ist ja unbestreitbar, daß stets das Geringere von dem Höheren gesegnet wird. Denn in Gottes Auftrag kann nur ein Höherstehender den anderen segnen!“ – So groß war also Jakob in Gottes Augen – so nahe stand er Ihm, daß er im Auftrag Gottes den Pharao segnen durfte für alle die Wohltaten, die er Israel erwies! (Vgl. 4. Mose 6,22-27; 2. Chron. 30,27.)

4. Mose 6,22-27 -- 22 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: 24 Der HERR segne dich und behüte dich; 25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 27 Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß ich sie segne./ 2. Chronik 30,27 -- 27 Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme ward erhört, und ihr Gebet kam hinein vor seine heilige Wohnung im Himmel.

(Freitag, 2. April 1954)

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