BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 701 ( Josef bringt Jakob vor den Pharao. Der 130-jährige Jakob segnet den Pharao )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

41. Josef bringt Jakob vor den Pharao. Der 130-jährige Jakob segnet den Pharao (1. Mose 47,7-10)


1. MOSE 47,7-10

7 Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao. 8 Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du? 9 Jakob sprach: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertdreißig Jahre; wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und langt nicht an die Zeit meiner Väter in ihrer Wallfahrt. 10 Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm.

1. SAMUEL 16,7

Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wüste, nämlich bei dem Brunnen am Wege gen Sur

Wenn also Jakob den Pharao segnete, dann mußte er der Höhere und Pharao der Geringere sein. Wohl schien es vor den Augen der Menschen umgekehrt; da war Jakob ein geringer Hirtenhäuptling, Pharao aber der große König des mächtigsten Reiches der Welt. Doch vor Gottes Augen war es anders! Jakob war ein Knecht Gottes, der Erbe der Verheißung, der Stammvater des Volkes Gottes und sogar Jesu Christi! Pharao dagegen besaß nur eine schnell vorübergehende irdische Herrlichkeit! Wir sehen, die wahre Größe ist immer auf seiten derer, die vor Gott stehen, die Umgang mit dem lebendigen Gott haben! Wenn du also wirkliche Macht haben willst als Zeuge Jesu Christi dann lebe vor Gott, suche immer wieder Seine Nähe auf, und trachte danach, Seinen Willen zu tun! [Lies 1. Kön. 18,21-39; 2. Mose 34,29-35.]

1. Könige 18,21-39 -- 21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. 22 Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übriggeblieben als Prophet des HERRN; aber der Propheten Baals sind vierhundertfünfzig Mann. 23 So gebt uns zwei Farren und laßt sie erwählen einen Farren und ihn zerstücken und aufs Holz legen und kein Feuer daran legen; so will ich den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer daran legen. 24 So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht. 25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwählt ihr einen Farren und richtet zu am ersten, denn euer ist viel; und ruft eures Gottes Namen an und legt kein Feuer daran. 26 Und sie nahmen den Farren, den man ihnen gab, und richteten zu und riefen an den Namen Baals vom Morgen bis an den Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten. 27 Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Ruft laut! denn er ist ein Gott; er dichtet oder hat zu schaffen oder ist über Feld oder schläft vielleicht, daß er aufwache. 28 Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis daß ihr Blut herabfloß. 29 Da aber Mittag vergangen war, weissagten sie bis um die Zeit, da man Speisopfer tun sollte; und da war keine Stimme noch Antwort noch Aufmerken. 30 Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk zu mir! Und da alles Volk zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen war, 31 und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Kinder Jakobs (zu welchem das Wort des HERRN redete und sprach: Du sollst Israel heißen), 32 und baute mit den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte um den Altar her eine Grube, zwei Kornmaß weit, 33 und richtete das Holz zu und zerstückte den Farren und legte ihn aufs Holz 34 und sprach: Holt vier Kad Wasser voll und gießt es auf das Brandopfer und aufs Holz! Und sprach: Tut's noch einmal! Und sie taten's noch einmal. Und er sprach: Tut's zum drittenmal! Und sie taten's zum drittenmal. 35 Und das Wasser lief um den Altar her, und die Grube ward auch voll Wasser. 36 Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß heute kund werden, daß du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und daß ich solches alles nach deinem Wort getan habe! 37 Erhöre mich HERR, erhöre mich, daß dies Volk wisse, daß du, HERR, Gott bist, daß du ihr Herz darnach bekehrst! 38 Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube. 39 Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprach: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! / 2. Mose 34,29-35 -- 29 Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wußte nicht, daß die Haut seines Angesichts glänzte davon, daß er mit ihm geredet hatte. 30 Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, daß die Haut seines Angesichts glänzte, fürchteten sie sich, zu ihm zu nahen. 31 Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen. 32 Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. 33 Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht. 34 Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war, 35 so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, daß die Haut seines Angesichts glänzte; so tat er wieder die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.

Wie bedeutsam war es, daß Jakob den Pharao am Anfang und am Schluß der Unterhaltung segnete! Er dankte ihm für die Liebe, die er ihm und seinem Hause erwies, für die gastliche Aufnahme und den Schutz in seinem Land. So soll auch die Gemeinde Gottes – jeder einzelne Christ – alle Obrigkeit ehren und segnen, indem sie betend vor dem Thron Gottes für sie eintritt. Der Apostel Paulus gibt uns da eine wichtige Ermahnung. Er schreibt: „Es sollen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen dargebracht werden – nicht nur für die Mitgläubigen, sondern für alle Menschen – insbesondere für die Könige und Machthaber, sowie für alle hochgestellten Persönlichkeiten. Dann werden wir ein stilles und ruhiges Leben hier in der Welt führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, wie es recht und angenehm ist vor Gott, unserem Retter!“ Werden hier nicht vielleicht manche Gläubige auf ernste Versäumnisse hingewiesen? Und denkst du in Gebet und Flehen immer wieder an deine Obrigkeit? (Vgl. Esra 6,9.10; Ps. 21,1.7 [Luther 21,1.8]; 72,1.2.)

Esra 6,9.10 -- 9 und wenn sie bedürfen junge Farren, Widder oder Lämmer zum Brandopfer dem Gott des Himmels, Weizen, Salz, Wein und Öl, nach dem Wort der Priester zu Jerusalem soll man ihnen geben jeglichen Tag seine Gebühr, und daß solches nicht lässig geschehe! 10 daß sie opfern zum süßen Geruch dem Gott des Himmels und bitten für das Leben des Königs und seiner Kinder. / Psalm 21,1.8 -- 1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. ... 8 Denn der König hofft auf den HERRN und wird durch die Güte des HERRN fest bleiben. / Psalm 72,1.2 -- 1 Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem König und deine Gerechtigkeit des Königs Sohne, 2 daß er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden rette.

(Samstag, 3. April 1954)

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