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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 670 ( Josef gibt sich seinen Brüdern unter Tränen zu erkennen und erklärt ihnen Gottes Plan in seiner Lebensgeschichte )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

31. Josef gibt sich seinen Brüdern unter Tränen zu erkennen und erklärt ihnen Gottes Plan in seiner Lebensgeschichte (1. Mose 45,1-8)


1. MOSE 45,1-8

1 Da konnte sich Joseph nicht länger enthalten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Laßt jedermann von mir hinausgehen! Und kein Mensch stand bei ihm, da sich Joseph seinen Brüdern zu erkennen gab. 2 Und er weinte laut, daß es die Ägypter und das Gesinde des Pharao hörten, 3 und sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht. 4 Er aber sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. 5 Und nun bekümmert euch nicht und denkt nicht, daß ich darum zürne, daß ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt. 6 Denn dies sind zwei Jahre, daß es teuer im Lande ist; und sind noch fünf Jahre, daß kein Pflügen und Ernten sein wird. 7 Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, daß er euch übrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine große Errettung. 8 Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über all sein Haus und zum Fürsten in ganz Ägyptenland

APOSTELGESCHICHTE 9,5

Er aber sprach: HERR, wer bist du? Der HERR sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu lecken (d.h.: auszuschlagen).

Wie Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab, so gibt Sich Jesus Christus, der Heiland der Welt, auch heute solchen Herzen zu erkennen, die bußfertig vor Ihn kommen. Ja, es verlangt Ihn danach, ihnen die Last vom Gewissen zu nehmen, sie glücklich und selig zu machen. Vielleicht sind auch unter unseren Lesern manche, denen der Sohn Gottes heute begegnen und Sich ihnen offenbaren will. O möchten sie doch keinen Tag mehr zögern, sondern Vertrauen zu Ihm fassen und glaubensvoll die Knie vor Ihm beugen. Er spricht ja: „Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen!“ [Lies Joh. 3,16.17; Luk. 19,1-10.]

Johannes 3,16.17 -- 16 Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. / Lukas 19,1-10 -- 1 Und er zog hinein und ging durch Jericho. 2 Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner und war reich. 3 Und er begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person. 4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sähe: denn allda sollte er durchkommen. 5 Und als Jesus kam an die Stätte, sah er auf und ward sein gewahr und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute in deinem Hause einkehren! 6 Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. 7 Da sie das sahen, murrten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. 8 Zachäus aber trat dar und sprach zu dem HERRN: Siehe, HERR, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. 9 Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist. 10 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist.

Als Joseph die bestürzten Angesichter seiner Brüder sah, sprach er zu ihnen: „Tretet doch her zu mir“. Dabei blickten seine Augen sie so freundlich und liebevoll an, daß sie es wirklich wagten und nähertraten. Joseph konnte in ihren Herzen lesen. Er sah, daß sie wohl an jene Stunde dachten, da sie ihn einst an die Ägypter verkauft hatten. Darum sagte er ihnen, daß all das, was sie ihm angetan hatten, unter göttlicher Zulassung geschehen war. Ja, immer wieder betonte er es, daß Gott es war, der ihn nach Ägypten geschickt habe. [Lies 1. Mose 45,5.7.8; Jes. 40,1.2.]

1. Mose 45,5.7.8 -- 5 Und nun bekümmert euch nicht und denkt nicht, daß ich darum zürne, daß ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt. ... 7 Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, daß er euch übrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine große Errettung. 8 Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über all sein Haus und zum Fürsten in ganz Ägyptenland. / Jesaja 40,1.2 -- 1 Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott; 2 redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, daß ihre Dienstbarkeit ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden.

Joseph hatte also, wie wir sehen, in den mannigfachen Führungen seines Lebens erkannt, daß nicht Menschen, sondern daß eine höhere Macht über ihm waltete. Er war zu der Erkenntnis gekommen: Hinter den Brüdern, die mir so Schweres zugefügt haben, steht Gott, der große und weise Pläne mit mir und durch mich zur Ausführung bringen will! Und als ihm dies klar geworden, da konnte er auch seinen Brüdern nicht mehr zürnen, waren sie doch nur Werkzeuge in Gottes Hand. Ach, wie wird das Herz so entlastet, froh und frei, wenn man zu dieser Erkenntnis kommt. Da kommt man wirklich zur Ruhe, wenn man in allen Lagen des Lebens erkennt: Ich habe es nicht mit Menschen, sondern ich habe es mit Gott zu tun! (Vgl. 2. Sam. 16,10-12; Apg. 4,24-28.)

2. Samuel 16,10-12 -- 10 Der König sprach: Ihr Kinder der Zeruja, was habe ich mit euch zu schaffen? Laßt ihn fluchen; denn der HERR hat's ihn geheißen: Fluche David! Wer kann nun sagen: Warum tust du also? 11 Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, steht mir nach meinem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Laßt ihn, daß er fluche; denn der HERR hat's ihn geheißen. 12 Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit Gutem vergelten sein heutiges Fluchen. / Apostelgeschichte 4,24-28 -- 24 Da sie das hörten, hoben sie ihre Stimme auf einmütig zu Gott und sprachen: HERR, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat; 25 der du durch den Mund Davids, deines Knechtes, gesagt hast: "Warum empören sich die Heiden, und die Völker nehmen vor, was umsonst ist? 26 Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich zuhauf wider den HERRN und wider seinen Christus": 27 wahrlich ja, sie haben sich versammelt über deinen heiligen Knecht Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volk Israel, 28 zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor bedacht hat, daß es geschehen sollte.

(Sonntag, 3. Januar 1954)

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Zuletzt geändert am 04.01.2021 10:54 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)